Archiv für den Monat: November 2014

Patagonien – El Chaltén

Der erste Stopp unserer Rundreise führte uns am 18.11. nach El Chaltén. Um hierher zu gelangen, flogen wir von Buenos Aires nach El Calafate und von dort aus ging es dann per Bus nach El Chaltén weiter. Dieser Ort besteht aus ca. 2000 Einwohnern. Wir waren in einem einfachen, aber gepflegten Hostel untergebracht. Das Wetter war wesentlich rauher als in Buenos Aires. Hier waren es unter 10 Grad und der Wind pfiff ziemlich stark und eisig. Am 19.11. unternahmen wir die erste große - und im Nachhein betrachtet auch die schwierigste -  Wanderung zu Mount Fitz Roy. Bilder siehe Galerie. Das Wetter und die Aussichten die sich  uns boten waren fantastisch. OLYMPUS DIGITAL CAMERA Am 20.11. hatten wir das Alternativprogramm "Ice Trekking" gebucht. Hier wurden wir per Bus und Boot zum Viedma Gletscher auf dem Viedma See gebracht. Dort konnten wir dann mit Steigeisen über den Gletscher spatzieren und einen Gratis Drink mit Gletscher Eis gabs noch oben drauf :). Wieder im Hostel angekommen ging's dann gegen Nachmittag mit dem Bus weiter nach El Calafate wo wir den Tag bei einem gemütlichen Abend bei einem gemütlichen Abendessen ausklingen liessen. Viedma Glacier

Tango in Buenos Aires

by Dani
Wir möchten Euch noch von unserem Tangoerlebnis in Buenos Aires berichten. Eigentlich wollten wir eine Tangoshow sehen, aber dann haben wir viele negative Kommentare hierzu gelesen und uns dafür entschieden, Tango selbst auszuprobieren und Stunden zu nehmen. Wir fanden in Tripadvisor die Seite von Lucía und Gerry  ("Tango Classes with Lucia & Gerry" in Tripadvisor oder luciaygerrytango.wordpress.com) und buchten gleich eine Privatstunde am Samstag, 15.11.14, und die Tango Night Out am 16.11.14, die eine Stunde Unterricht und einen anschließenden Abend in einer echten argentinischen Milonga (das ist eine Bar, in der man Tango tanzt) beinhaltete. Die Tangostunde am Samstag war dann erst einmal sehr ungewohnt, aber hat uns beiden riesigen Spaß gemacht. Wir tanzen seit fast zwei Jahren Salsa und sind daher ganz andere Schritte, Figuren und Führungsart gewohnt, daher viel uns der Tango am Anfang etwas schwer. Aber Lucía und Gerry, die beide professionelle Tanzlehrer sind, hatten sehr viel Geduld mit uns und brachten uns in kürzester Zeit die wichtigsten Tanzschritte und Figuren bei. Mit dem Tango, den man in der Tanzschule lernt, hat der argentinische Tango übrigens nicht sehr viel zu tun. Wir waren nach dieser Stunde so begeistert, dass wir am Sonntag gleich das volle Programm mitmachten, nämlich erst 1,5 Stunden Gruppenunterricht, zu dem uns Lucía und Gerry am Tag zuvor eingeladen hatten. In dieser Gruppe tanzten sowohl Argentinier, als auch Urlauber, die zum Tangotanzen hierher gekommen waren. Lucía und Gerry zeigten je nach Tanzlevel den Paaren unterschiedliche Figuren. Es war eine tolle, ausgelassene und lustige Stimmung. Wir lernten in dieser Stunde noch mal sehr viel dazu, so dass wir in der anschließenden Stunde noch mal neue Figuren kennenlernen konnten. Ein anderes Paar, die ebenfalls Anfänger waren, nahmen ebenfalls  teil und kamen nachher auch mit in die Milonga. Nach der Stunde fuhren wir alle gemeinsam in die Calle Perú 571 zur Milonga, wo wir einen wundervollen Abend verbrachten. In der Milonga gab es eine Bar und eine große Tanzfläche, an deren Rand Stühle und Tische standen. Vor der Tanzfläche gab es eine kleine Bühne für das 10-Mann-Orchester, das aus einem Klavier, vier Ziehharmonika, drei Geigen, einem Kontrabass und einem Cello bestand und von einem Sänger begleitet wurde. Der Abend begann mit mitreißender, emotionaler Tango-Live-Musik. Die Musik war atemberaubend und die Tanzfläche war brechend voll. Wir hatten irrsinnigen Spaß schon allein beim Zuschauen und Zuhören. Irgendwann trauten wir uns dann auch auf die Tanzfläche und tanzten die frisch erlernten Schritte, wobei wir natürlich mit dem ein oder anderen Paar auch mal zusammen stießen, was uns aber egal war, da wir unglaublich viel Spaß hatten. Irgendwann um 2 Uhr gingen wir dann nach Hause ins Hotel, obwohl ich am liebsten die ganze Nacht durchgetanzt hätte. Das Tangofieber hat uns gepackt und es war mit Sicherheit nicht der letzte Tango für uns ...! Und wenn jemand mal in Buenos Aires sein sollte, können wir Lucía und Gerry nur empfehlen!! Fotos sind in der Galerie!

Was wir in Buenos Aires so machen…

von Dani
...heute ist schon der 5. Tag unserer Weltreise fast vorüber und wir wollen Euch nun mal erzählen, was wir in den letzten Tagen so gemacht haben: Also erst einmal vorweg: Wir sind von Buenos Aires als Stadt restlos begeistert!! Wir haben vorher des öfteren gehört, dass die Stadt nicht so schön sein soll, aber wir empfinden genau das Gegenteil! Die Stadt ist sehr gegensätzlich, keine Frage, und es gibt auch viel Armut, die man überall sehen kann. Aber die Stadt hat so viele unterschiedliche und auf jede Art bezaubernde Stadtviertel, viele Cafés und Restaurants im Freien, sehr viele Grünflächen und Parks in der Stadt und ein tolles Naturschutzgebiet direkt neben dem modernen Stadtteil Puerto Madero. Ansonsten sind alle Leute hier sehr freundlich und wir haben uns -bis jetzt, toi, toi, toi - auch noch zu keinem Zeitpunkt, weder tagsüber, noch nachts in den Straßen unsicher gefühlt. Wir tragen auch ganz normal wie zuhause unsere Kamera und Taschen mit uns herum. Montag, 10/11/2014: Am Montag morgen stand bereits unser erster offizieller Termin auf dem Kalender, nämlich das Treffen mit den Korrespondenzkollegen von Moeller IP Advisors. Wir sind mit dem Taxi hingefahren und haben hierbei schon mal die ersten Eindrücke der Stadt erlebt, da wir in ein anderes Viertel, nach Palermo, mussten. Das Meeting war sehr nett, wir wurden gleich von vier Anwältinnen empfangen und ich habe viele interessante und wichtige Informationen in Sachen Markenrechtsentwicklungen in Südamerika erhalten, über die ich in unserem nächsten Newsletter auf www.webvocat.de berichten werde. Darüber hinaus erhielten wir auch einige tolle Tipps für unseren Aufenthalt in Buenos Aires. Den ersten Tipp setzten wir gleich um und schauten uns das um die Ecke gelegene Viertel "China town" an, wo Michael todesmutig marinierte Hühnerfüße probierte...er kam allerdings nur bis zu einem Zeh mit Zehnagel...danach hatte er keinen Hunger mehr ;-)! Danach sind wir dann mit dem Bus zurück in Richtung Hotel gefahren...glücklicherweise hatte ich die Nummer richtig verstanden und wir sind auch dort angekommen, wo wir hin wollten. Eine Busfahrt von ca. 20 Minuten kostet 8 Pesos pro Person (ca. 80 Cent)! Abends sind wir von unserem Hotel, das von der Lage her wirklich super in dem Stadtteil San Telmo liegt, in Richtung Puerto Madero, einem anderen, sehr modernen Stadtteil am Fluss, gegangen und haben dort die herrliche Stimmung mit den vielen beleuchteten Gebäuden und den Bars und Restaurants im Freien - natürlich bei einem kühlen "chopp" (ein gezapftes Bier) - genossen. Dienstag, 11/11/2014: Am Dienstag war ich immer noch nicht richtig fit (habe auch immer noch Antibiotika genommen), weshalb wir uns für eine Stadtrundfahrt mit einem Hop-on-Hop-off-Bus entschieden haben, damit wir uns einen groben Überblick über die Stadt verschaffen konnten. Hierbei haben wir die Stadtteile La Boca, einer der ältesten Stadtteile, Caminito, Puerto Madero, Retiro, Palermo, Recoleta und San Telmo gesehen und viele schöne Eindrücke von der Stadt bekommen haben. Da wir doch sehr viel gelaufen waren, ging es mir abends nicht so gut, weshalb wir wieder ein "Picknick" im Hotel machten und früh ins Bett gingen. Mittwoch, 12/11/2014: Am Mittwoch sind wir wieder Richtung Puerto Madero gelaufen und haben dahinter ein sehr großes und wunderschönes Naturschutzgebiet gefunden, in dem wir stundenlang herum gewandert sind, am Strand des Rio de la Plata gesessen haben, der leider so kontaminiert ist, dass man nicht darin baden darf, und jede Menge Tiere gesehen haben, u. a. auch eine Schlange...wir sind nur ganz knapp dem Tod entronnen ;-)! Abends waren wir in einem ganz tollen Steakrestaurant "Gran Parrilla del Plata" bei uns um die Ecke je ein 450 gr echtes, wahnsinnig gutes argentinisches Steak essen, d. h., ich habe ca. 250 gr Steak und Michael 650 gr gegessen :-). Das Ganze hat mit Beilagen, Wasser und einer Flasche Wein ca. 400 Pesos (ungefähr 40 EUR) gekostet, also nicht teuer. Donnerstag, 13/11/2014: Gestern wollten wir eigentlich mit der Fähre nach Colonia, in Uruguay, fahren. Da wir aber leider zu spät am Schalter waren, bekamen wir keine Tickets mehr. Also kurze Planänderung: ab ins Tigre Delta! Tigre ist ein Vorort von Buenos Aires, der in einem großen Delta liegt und sich über hunderte von kleinen Wasserstraßen und Inseln in dem Delta erstreckt. Wir sind also mit dem Taxi vom Fährterminal zum Bahnhof Retiro gefahren, wo wir für 7,50 Pesos (ca. 75 Cent!!) pro Person ein Hin- und Rückfahrtticket gekauft haben und binnen einer Stunde mit dem Zug in Tigre waren. In Tigre angekommen haben wir erst eine Bootstour durch das Delta gemacht und die ganzen Wochenendhäuser, die fast alle auf Stelzen gebaut am Ufer des Tigre stehen und alle einen eigenen Steg und ein Boot besitzen, das hier das Hauptverkehrsmittel ist, gesehen. Danach haben wir uns dann noch den Stadtkern von Tigre angeschaut, in dem es einen kleinen Vergnügungspark, ein riesiges Kasino und einen großen Markt mit vielen Einrichtungsgeschäften gibt. Allerdings werden in Tigre während der Woche die Bordsteine ab 18 Uhr hoch geklappt, weshalb wir dann wieder nach Hause ;-)...also nach Buenos Aires...zurück gefahren sind. Da unsere Füße mal wieder platt gelaufen waren, haben wir uns schön faul in die U-Bahn ("Subte") gesetzt und sind in Richtung Hotel zurück gefahren. Das U-Bahn-System ist hier sehr bequem und ganz einfach verständlich und kostet auch nicht viel Geld, ein Ticket pro Person egal wie weit die Strecke ist, kostet 5 Pesos (ca. 50 Cent). Wir haben uns daher entschieden, nun nur noch mit der U-Bahn zu fahren. Per Zufall haben wir dann noch ein tolles Kneipenviertel nur ein paar Straßen von unserem Hotel entfernt, entdeckt, wo wir zwar schlecht gegessen, aber leckeres Bier getrunken haben. Freitag, 14/11/2014: Heute sind wir mit der U-Bahn in Richtung Recoleta und Palermo gefahren, wo wir erst in einer Shopping Mall waren, aber glücklicherweise nichts gefunden haben ;-)! Aber wir bekämen ohnehin nichts mehr in unsere Rucksäcke hinein... Unser Mittagessen (Sandwiches) haben wir in der Sonne im Gras des Parks an der Plaza San Martín genossen. Danach sind wir zu den Parks in Palermo gefahren und haben dort den Nachmittag inmitten von Rosengärten und einer wunderschönen Parkanlage - mitten in der Stadt - verbracht. Kurz darauf wurden wir fast überfahren, da wir uns auf einer der 6-spurigen Straßen hier in der Stadt zu spät entschieden hatten, noch gerade bei Rot über die Straße zu laufen. Wir standen also auf einmal in der Mitte der Straße, konnten nicht mehr zurück, da die Autos aus der einen Richtung bereits in einer irren Geschwindigkeit auf uns zu fuhren, kamen aber auch nicht mehr rechtzeitig auf die andere Seite, da dort die Autos bereits angefahren waren. Nach einer kurzen Panikattacke sind wir dann einfach geradeaus los gelaufen in der Hoffnung, dass uns die Autos nicht überfahren werden...was dann auch geklappt hat, aber nur unter lautem Hupen! Nachdem unsere Füße heute noch platter sind, als die Tage zuvor, haben wir uns entschieden, mal wieder Picknick mit leckeren Empanadas und einem kleinen Biertasting im Hotel zu machen: getestet und für gut befunden wurden Quilmes Cristal, Quilmes 1890 und Patagonia Amber Lager :-)! Morgen haben wir bisher nur einen festen Plan: eine private Tango-Tanzstunde, damit wir am Sonntag abend in einer Milonga mittanzen können, juhhu!! Ansonsten werden wir uns wohl an den kleinen Pool legen und die Sonne genießen und Euch einen schönen, hoffentlich nicht allzu kalten Samstag wünschen! Fotos folgen nach und nach in der Galerie...

Ankunft in Buenos Aires

von Dani
Unsere Ankunft hier am Sonntag war sehr schön. Wir stiegen aus dem Flieger und es war sonnig und warm, herrlich! Am Zoll mussten wir ein "Fahndungsfoto" und einen Fingerabdruck hinterlassen und dann durften wir offiziell einreisen. Vor dem Ausgang stand dann unter hunderten von mit Zetteln winkenden Menschen auch ein Mann mit einem Schild, auf dem unser Name stand. So, nun brauchten wir noch argentinische Pesos. Michael war allerdings am ersten Automaten erfolglos, weshalb wir einfach dem Guide zu unserem Fahrer folgten, in der Hoffnung, das Taxi mit Visa bezahlen zu können. Der Fahrer erklärte mir aber auf Spanisch - mit Englisch kommt man hier nicht weit, weshalb ich die Kommunikation hier in Buenos Aires übernommen habe -, dass er nur Bargeld nehme. Ich bat ihn dann, an einem Automaten anzuhalten, an dem aber weder Michael, noch ich Geld abheben konnten. Der Fahrer wurde daraufhin leicht nervös und verärgert und fragte, ob wir kein Geld hätten. Ich versprach ihm dann, im Hotel Geld zu wechseln, was glücklicherweise auch funktionierte, da ich noch ein paar Euros hatte. Da unser Zimmer erst um 14 Uhr fertig sein sollte, gingen wir in die Stadt...einfach mal drauf los und sehen, was kommt. Die ersten Eindrücke, die wir sahen, waren wirklich wunderschön. Wir spazierten durch die Stadt und legten uns ins Gras in einen Park, herrlich! Später kamen wir dann endlich in unser Zimmer und konnten das Hotel richtig entdecken, es ist wunderschön und offen gestaltet, mit einem sehr gemütlichen Zimmer und sogar einem kleinen Pool auf der Dachterrasse, den wir gleich in Beschlag nahmen. Abends machten wir es uns mit einem kleinen Picknick auf der Galerie vor unserem Zimmer und dem ersten argentinischen Bier gemütlich und fielen schließlich um 20.30 Uhr völlig erledigt, aber glücklich ins Bett! Fotos sind in der Galerie!

Der Flug

Von Michael Die zweieinhalb Stunden Flug von Frankfurt am Main nach Madrid und der anschließend 12,5 stündige Flug nach Buenos Aires verliefen ohne Probleme. Die Hauptbeschäftigung beschränkte sich auf Essen, Trinken und Schlafen :). Ganz nebenbei hat anscheinend Dani auch ihre Flugangst überwunden *freu*. Weitere Bilder in der Galerie. imageimage

Abreisetag

von Michael So nun ist es soweit. Heute reisen wir ab. Komisch, hätte erwartet, dass mich die Vorfreude packt. Bisher Fehlanzeige. Nach dem letzten Frühstück mit Brötchen von unserem Stammbäcker fängt es langsam an. Haben wir alles zusammen? Schaffen wir es noch die Koffer bzw. Rucksäcke zu packen? Ich habe zwar schon mal grob alles in meinem Rucksack verstaut, aber Dani ist davon weit entfernt. Alles liegt noch auf dem Boden im Gästezimmer verteilt . Antrag für die Heiratslizenz ist noch auszudrucken etc. Panik erfasst mich. Herzrasen und Atemnot stellen sich ein. Dani hingegen ist die Ruhe in Person. Normalerweise ist sie vor einem Flug schon eine Woche vorher ein nervliches Wrack. Irgendwie scheinen diesmal die Rollen vertauscht zu sein. Eine halbe Valium bringt mich so halbwegs wieder auf ein normales Level. Jetzt kommt Dani auch noch auf die Idee, das Hochzeitskleid für die Trauung am Strand auch noch mit in den Rucksack packen zu können??! Aber mit Hilfe der Vakuumierungstüten schafft sie es sogar!! Mich wundert gar nichts mehr. Und schon klingelt es an der Tür. Es ist halb drei und Danis Eltern sind da, um uns zum Flughafen zu fahren. Meine Mutter kommt zur Verabschiedung direkt nach Frankfurt. Eine halbe Stunde später sitzen wir im Auto auf dem Weg zu unserer Weltreise. imageimage

Nur noch 6 Tage!

von Dani
So, heute geht das letzte Wochenende in der Heimat zu Ende, bevor wir am nächsten Wochenende endlich starten! Die Vorfreude ist riesig, obwohl es uns immer noch irreal erscheint und wir es wohl erst glauben werden, wenn wir im Flieger sitzen. In der kommenden Woche werden wir auf der Arbeit noch die letzten Aufträge erledigen und die letzten Vorbereitungen treffen. Ab Donnerstag sind wir dann offiziell im Urlaub...bis Ende Februar 2015...unglaublich! Wir werden Euch auf dem Laufenden halten! Viel Spaß beim Lesen!