Archiv für den Monat: Dezember 2014

Wir sind unter der Haube!

von Dani und Michael JUST MARRIED!! Wir sind nun verheiratet und hatten gestern eine perfekte, traumhafte Hochzeit im Paradies hier auf Aitutaki bzw. Onefoot Island. Der Tag begann damit, dass wir uns mit lauter Musik und einem letzten Frühstück als Verlobte bzw. Unverheiratete auf den Tag einstimmten bzw. -tanzten. Wir freuten uns beide riesig und waren ein wenig aufgeregt. Da wir Teile des Tages getrennt verbrachten, schreiben wir die Vorbereitung abwechselnd in der Ich-Perspektive, um so besser die einzelnen Gedanken schildern zu können. Die Vorbereitung: Dani: Nach dem Frühstück fuhr ich mit unserer Vespa in das benachbarte Pacific Resort and Spa, wo ich mir in einer sehr entspannten Pediküre meine Füße für die Strandhochzeit aufhübschen ließ. Dies war perfekt, da die Behandlung so entspannend war, dass alle Aufregung verflog. Gegen 12 Uhr wurde ich dann von Tania Bishop, unserer Hochzeitsplanerin, abgeholt und zum Aitutaki Village (ehemals Samade on the beach) gefahren, wo mir ein Bungalow zur Verfügung gestellt wurde, in dem ich mich getrennt von Michael umziehen konnte. Außerdem traf ich mich dort mit Potini, unserem Fotografen, der mir auch die Frisur und das Makeup machte. Ich hatte ihm vor unserer Abreise ein paar Ideen geschickt, was mir gefallen würde. Potini fackelte dann auch nicht lange, als er den Bungalow betrat, sondern setzte mich auf einen Stuhl und fing an, mir die Haare zu frisieren - ohne Spiegel. Ich musste ihm also vertrauen, dass er meine damaligen Ideen umsetzen würde. Als ich dann nach ca. einer Stunde in den Spiegel schaute, war ich einfach nur begeistert! Tania brachte mir zwischenzeitlich ein Glas Pinot Gris, damit das Styling etwas lustiger würde. Gleich darauf folgte das Makeup, das mich ebenso restlos begeisterte, als ich es zum Schluss im Spiegel sah. DAS sollte ICH sein? Wow, ich konnte es kaum glauben und war einfach nur glücklich, dass ich an unserer Hochzeit so toll aussehen würde!! Während unseres Stylings allerdings begann es zu regnen. Wir wussten, dass Regen gemeldet war. Aber dies war auch für die Tage zuvor gemeldet worden, an denen es sehr sonnig war, so dass wir die Hoffnung gehabt hatten, dass auch die Vorhersage für unsere Hochzeit falsch sein würde. Potini, Tania und ich hofften dennoch weiter, dass es sich bessern würde - was es aber nicht tat. Also kam sogar Tanias Mutter irgendwann zu mir und fragte mich, ob wir wirklich zu Onefoot Island fahren wollten, da es dort auch regnen würde. Sie könnten uns auch anbieten, auf ihrem großen Ausflugsboot irgendwo auf dem Wasser in der Lagune zu heiraten. Ich überlegte aber nicht lange und sagte, dass wir auf jeden Fall auf Onefoot Island heiraten wollten, egal, bei welchem Wetter. Potini und ich machten noch ein kleines Fotoshooting, bevor Michael dann von Tanias Mutter in unserem Bungalow abgeholt und an den Strand gefahren wurde, wo das Boot zum Transfer wartete. Zwischenzeitlich hatte sich der Regen gelegt und es nieselte nur noch leicht. Also konnte das erste Aufeinandertreffen doch am Strand stattfinden. Als Tania mich mit ihrem Auto vorfuhr, sah ich Michael schon am Strand stehen. Er sah etwas nervös aus, er trug ein weißes Hemd mit Manschettenknöpfen, eine weiße Leinenhose, eine Muschelkette und war barfuß 🙂 !! Wir wollten auf jeden Fall beide in Flip Flops bzw. barfuß heiraten. Mit seiner tollen Bräune sah Michael umwerfend aus! Wow, diesen Mann würde ich gleich heiraten! Langsam stieg ich aus dem Auto und ging auf meinen zukünftigen Ehemann zu. Es war ein toller Moment! Wir stiegen dann zusammen mit dem Standesbeamten, den Trauzeugen Annie und Tania Bishop, Potini und der 2-Mann-Stringband in das Motorboot, das uns quer über die Lagune zu Onefoot Island fuhr. Es war ein tolles Erlebnis, mit dem Boot zu unserer Trauung zu fahren und so konnten wir die traumhafte Lagune noch mal sehen. Michael: Nach dem Frühstück machte sich Dani auf den Weg zur Pediküre. Ich fing dann erst mal an, den Bungalow aufzuräumen, damit es auch perfekt ausschaute, wenn wir nachts wieder zurück kämen. Ich packte auch schon mal die Tasche mit den wichtigsten Gegenständen wie Trauringe, Reisepässe, Akkupacks, Handy, Kamera und Bluetooth-Lautsprecher. Dann begann ich damit, meinen Hochzeitsdress - der aus einem weißen Hemd (mit Manschettenknöpfen, damit es etwas festlicher wirkt) und einer weißen Leinenhose bestand - zu bügeln. Der Kampf dauerte knapp eine Stunde. Durch den Transport im Rucksack waren doch die eine oder andere Falte in der Kleidung. Selbst mit dem Dampf aus dem Bügeleisen waren diese kaum zu bezwingen. Als ich fertig war, kam auch schon Dani von der Pediküre zurück und wurde auch bald darauf von Tania Bishop zur weiteren Vorbereitung abgeholt. So langsam machte sich die Aufregung bemerkbar. Meine Gedanken kreisten ständig um die Frage, wie Dani wohl aussehen und wie die Trauung sein würde. Dann machte auch ich mich daran, mich etwas salonfähig zu machen. Da es bei mir nicht so lange dauerte, war danach noch genug Zeit, um nervös im Bungalow herumzusitzen und auf das Meer zu starren :-). Sollte das Hemd doch eher über der Hose hängen oder sollte ich es doch in die Hose stecken? Irgendwann habe ich mich dazu durchgerungen, das Hemd über der Hose zu tragen - lässig eben. Gegen drei Uhr wurde ich von meinem Leiden erlöst und zu unserem Treffpunkt gefahren. Das Wetter war nicht wirklich gut, war mir aber egal. Unterwegs erzählte mir Tanias Mutter Annie von der schweren Entscheidung, die Dani zu treffen hatte. Ich zuckte erst einmal zusammen. Schwere Entscheidung? Welche Entscheidung denn? Möchte sie mich nun doch nicht mehr heiraten? Aber sie erklärte direkt, dass es um die Entscheidung ging, wo und wie die Trauung stattfinden sollte. Entweder auf einem Boot in der Lagune oder am Strand von Onefoot Island. Dani entschied sich richtigerweise für die Trauung auf Onefoot Island. Das bisschen Regen machte nichts. Unser Standesbeamter nannte es "liquid sunshine". Am Treffpunkt angekommen ging ich kurz aufs Boot, um die Tasche abzulegen. Als dann beschlossen wurde, dass wir uns doch auf dem Strand begegnen sollten, ging ich wieder vom Boot zum Strand. Da fuhr auch schon das Auto vor, in dem Dani saß. Jetzt war die Spannung riesig. Als sich die Tür öffnete, stieg die schönste Frau der Welt aus dem Auto!! Wahnsinn. Sie war ein Traum in Weiß. Und sie strahlte von ganzem Herzen. Es war herrlich. Vor mir stand sie nun. In einem traumhaften Kleid. Ich lernte dann auch Potini, unseren Fotografen, kennen. Als er mich sah, fing er an zu lachen, da wir ihm schon eine Woche zuvor in Rarotonga auf einer Party begegnet waren, uns aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht kannten. Offensichtlich sind wir ihm in Erinnerung geblieben, da wir non-stop tanzten und ausgelassen feierten. Dann ging es nun endlich los. Das Boot legte ab und wir fuhren nach Onefoot Island. Die Trauung: Als wir in Onefoot Island ankamen, war der Regen nicht mehr so stark. Wir zogen unsere Flip Flops aus und liefen barfuß am Strand entlang zum Standesbeamten, der am anderen Ende des Strandes auf uns wartete. Währenddessen machte Potini, mit Regenschirm bewaffnet, Bilder von uns. Die Trauung war wunderschön! Wir kannten die kleine Rede, die der Standesbeamte hielt, bereits vorher, da Tania uns diese gemailt hatte. Aber diese schönen Worte nochmal live zu hören, war einfach sensationell. Auch der Moment, als wir uns gegenseitig unsere Ehegelübde schworen, war sehr ergreifend! Wir hatten sie zwei Tage vorher selbst geschrieben. Tränen flossen aber keine, da wir beide einfach nur happy waren und alles genossen. Wir strahlten um die Wette. Nach der Trauung unterschrieben unsere Trauzeugen und wir unsere Heiratsurkunde, bevor wir eine Flasche Champagner und eine Kokosnuss köpften und mit allen anstießen. Die Band spielte traditionelle Lieder, zu denen wir am Strand tanzten. Potini machte sehr viele Fotos von uns. Zu guter Letzt erhielten wir auch noch den Barfuß-Stempel mit der Aufschrift "married on Onefoot Island" in unseren Reisepass. Nach ca. eineinhalb Stunden und einem weiteren kleinen Fotoshooting auf der direkt vor Onefoot Island liegenden Sandbank Heaven, verließen wir die Insel wieder und wurden zum Aitutaki Lagoon Resort and Spa gefahren, wo wir in einem kleinen offenen Holzbungalow direkt am Strand, der sehr hübsch in weiß dekoriert war, ein hervorragendes Menü mit Wein und Musik hatten, da wir unsere kleine tragbare Box und unsere Handys mitgebracht hatten, so dass wir zwischen den Gängen am Strand tanzen konnten. Es war unglaublich romantisch! Es regnete zwar immer noch, aber der Regen störte uns überhaupt nicht! Wir genossen einfach nur jeden einzelnen Augenblick. Gegen halb zwölf Uhr wurden wir zu unserem Bungalow zurück gebracht, wo wir noch kurz mit unseren sehr aufgeregten und wartenden nunmehr Schwiegereltern skypten und bis in die Nacht tanzten! Wir hatten wirklich trotz Regens eine traumhafte Strandhochzeit! Es war einfach alles perfekt und für uns wirklich der schönste Tag im Leben, den wir niemals vergessen werden! Wir sind überglücklich, dass wir an diesem wunderschönen Ort unsere Hochzeit hatten! Dass die Hochzeit so schön war, haben wir natürlich auch unserer Hochzeitsplanerin Tania Bishop (www.bishopscruises.com) und ihrer Mutter Annie zu verdanken, die sich davor und danach rührend um uns gekümmert haben und uns einen perfekten Tag bereitet hatten. Schaut Euch einfach die Fotos in der Galerie an, dann wisst Ihr, was wir meinen ;-)! Liebste Grüße vom glücklichen Brautpaar Dani und Michael

Bora Bora

von Dani und Michael Unser letzter Tag in Moorea war erfreulicherweise noch sehr schön. Kurz vor unserer Abreise aus dem traumhaften Hilton Hotel sind wir noch mal von unserer Terrasse aus ins glasklare Meer gesprungen und um die Korallen herum geschnorchelt. Wir haben jede Menge tolle bunte Fische gesehen, die man sonst nur im Aquarium sieht, es war herrlich. Bilder folgen demnächst... Von dem klitzekleinen Flughafen in Moorea (Saarbrücken ist dagegen ein riesiger Flughafen) sind wir dann mit einer kleinen Maschine der Air Tahiti nach Bora Bora geflogen. Der Flug dauerte nur ca. 45 Minuten. Der Anflug auf Bora Bora war schon ein Traum, da man die ganzen Riffe und die riesige türkisblaue Lagune sah. Mit der Fähre fuhren wir dann auf die Hauptinsel in die Hauptstadt Vaitape. Dort wurden wir von unserem Vermieter Marc André der Pension Bungalove abgeholt und nach einem kurzen Halt im Supermarkt, da wir ab nun Selbstversorger sind, zu seinem Grundstück gefahren, auf denen sich das Wohnhaus von Marc André und seiner Frau Annette (www.boraborabungalove.com) und nebenan zwei Bungalows befinden, die sie vermieten. Das Grundstück ist recht groß und liegt direkt am Wasser der großen Bucht von Faanui. Der große Garten ist wie ein kleiner Dschungel, besitzt einen kleinen Teich mit Seerosen und ist liebevoll überall mit Muscheln und asiatischen Accessoires und den Bildern und Kunstwerken von Marc André dekoriert. Wir waren zunächst für zwei Tage in dem kleineren Bungalow untergebracht, zu dem nebenan eine Art Outdoor-Bad mit Dusche unter freiem Himmel und eine offene Küche gehörte. Nach zwei Tagen durften wir dann aber ohne zusätzliche Kosten in den luxuriösen großen Bungalow umziehen, da dieser frei wurde und auch keine anderen Gäste kamen. Dieser Bungalow war traumhaft. Es ist ein ehemaliger Wasserbungalow eines Luxushotels, das geschlossen wurde und den Marc gekauft und auf sein Grundstück direkt ans Wasser gesetzt hat mit einer Terrrasse, von der aus man morgens beim Frühstück Fischen beobachten kann. Der erste Tag allerdings war irgendwie ernüchternd. Wir haben mittlerweile festgestellt, dass wir immer ca. einen Tag brauchen, um uns von der alten, schönen Umgebung, in der wir vorher waren, innerlich zu verabschieden und uns mit der neuen, noch unvertrauten Umgebung anzufreunden. So war es auch hier. Auf der Fahrt zum Bungalow konnten wir uns ein erstes kleines Bild von der Insel machen, die eben sehr ursprünglich ist. Die Menschen leben hier hauptsächlich im Freien und viele legen daher keinen großen Wert auf ein schönes Haus oder ähnliches. Außerdem ist alles hier sehr teuer, weshalb viele Menschen hier sehr einfach leben. Gut, dies kannten wir schon von Moorea. Aber wir hatten uns Bora Bora mit vielen tollen weißen Stränden und glasklarem Wasser vorgestellt, wovon wir bei der Autofahrt jedoch überhaupt nichts sahen. Wir schnappten uns daher noch am gleichen Tag die von Marc und Annette kostenlos angebotenen Fahrräder und sausten Richtung einzigem Strand der Hauptinsel am Matira Point, der sehr schön sein sollte. Wir wollten endlich die typische Bora Bora Südseekulisse sehen. Mit den doch etwas alten Fahrrädern und auf den mit Schlaglöchern versehenen Straßen brauchten wir fast eine Stunde, um die 14 km bis dorthin zu bewältigen. Als wir dort ankamen, sahen wir den Strand jedoch nicht bzw. was wir sahen, war alles als Privateigentum markiert und nicht zugänglich. Komisch, das hatten wir uns anders vorgestellt. Wo sollten wir jetzt in der nächsten Woche hier schwimmen und schnorcheln? Bis auf ein paar kleine Shops und Bars gab es auch sonst nichts auf der Insel. Man konnte noch wandern, aber wir waren ohnehin schon so zerstochen von den ganzen Moskitos, das wir diese Alternative ausschlossen. Recht deprimiert kehrten wir zu unserem Bungalow zurück. Schließlich fing es auch noch an zu regnen, was uns dann den Rest gab und wir zermürbt in unserem kleinen Bungalow saßen. Das sollte Bora Bora sein? Oh Mann... Am zweiten Tag (Freitag) wurden wir morgens wieder von starkem Regen geweckt. Das waren ja tolle Aussichten. Ich skypte nach dem Frühstück erstmal noch mit unserem Kanzleiteam, das sich gerade 11 Stunden weiter abends auf unserer Weihnachtsfeier im Hofhaus befand und kräftig am Feiern war. Für ein paar Grüße und Berichte schaltete ich mich per Skype dazu, was ganz lustig war. Danach erklärte uns Marc in den kurzen Regenpausen, was man auf der Insel (bei gutem Wetter) an Wasseraktivitäten unternehmen konnte. Wir waren recht zuversichtlich und planten für den nächsten Tag eine Lagunentour ein, auf der man mit Haien und Rochen schwimmen konnte. Außerdem erzählte uns Marc noch ein wenig von Bora Bora, z. B. dass es bis vor 50 Jahren noch fast gar nichts auf der Insel gab. Erst als die Amerikaner zur Zeit der Konflikte wegen Pearl Harbour in Bora Bora einen Stützpunkt aufbauten, entwickelte sich Bora Bora dank der Amerikaner. Diese bauten praktisch alles dort auf. Sie bauten einen Flughafen, der zweite Flughafen überhaupt nach Maupiti in Französisch-Polynesien (Tahiti baute erst Ende der 1980er Jahre einen Flughafen), sie bauten die komplette und einzige Straße um die ganze Insel herum, sie errichteten eine Wasserversorgung und bauten zwei Docks für den Transport der Frachtgüter und Kanonen, die sie an vier Punkten auf der Insel installierten und die man heute noch sehen kann. Erst Jahrzehnte später entdeckten die Franzosen ihr Interesse an Bora Bora und unterstützten die Insel und die gesamte Region Französisch-Polynesiens mit finanziellen Mitteln und Gütern. Mit den Franzosen wurden aber auch viele Gesetze und Regeln in Kraft gesetzt, was den Ureinwohnern erstmal nicht gefiel und es auch deswegen immer wieder Bewegungen gibt, die sich von Frankreich politisch unabhängig machen wollen, was jedoch rein wirtschaftlich unmöglich ist. Am dritten Tag (Samstag) mussten wir unsere Pläne für die Lagunentour leider wegen andauernden Regens streichen. Wir verbrachten den Tag mit Skypen, Lesen und ein bisschen im Regen schnorcheln vor unserem Bungalow. Nachmittags wurde das Wetter dann jedoch besser bzw. es regnete nicht mehr. Diese Gelegenheit ergriffen wir und nahmen das Angebot wahr, endlich auf eine der in der Lagune gelegenen kleinen Inseln (sog. Motus) zu fahren, wo die ganzen Hotels angesiedelt sind. Vielleicht würden wir dort endlich Südseefeeling erleben. Wir fuhren daher mit dem Shuttleboot zum nahe gelegenen Pearl Beach Resort, das ähnlich wie viele andere Hotels in Bora Bora, externen Urlaubern die Möglichkeit bietet, entweder kostenlos oder gegen Zahlung einer Tagesgebühr die Hotelanlagen und den Strand zu nutzen, da es wie gesagt auf der Hauptinsel nur Matira Beach gibt und die anderen Strände alle ausnahmslos auf den Motus liegen. Und was soll ich sagen...trotz Wolken waren wir nun hier endlich im Paradies angekommen. Als wir aus dem Boot ausstiegen, lagen vor uns ein weißer, mit Palmen umsäumter Strand und das glasklare warme Wasser des Südpazifiks. Ein Traum!! Wir waren restlos begeistert! DAS also war auch Bora Bora. Und genauso hatten wir es uns vorgestellt. Wir verbrachten einen tollen Nachmittag mit kleineren Regenschauern am wunderschönen Strand mit Blick auf den Berg Bora Boras. Es war eine herrliche Kulisse, auch ohne viel Sonne. Abends gingen wir in den Maikai Yacht Club essen. Man wird hier von den Restaurants mit einem kostenlosen Shuttleservice abgeholt und wieder zurückgefahren, was sehr angenehm ist. Auf der Fahrt dorthin unterhielten wir uns ein wenig mit einem der Fahrer namens Philippe. Er fragte uns, wo wir herkämen. Wir erzählten, dass wir in einer kleinen Stadt namens Saarbrücken im Südwesten Deutschlands an der französischen Grenze leben, die er aber sicher nicht kenne. Doch er nickte mit dem Kopf und sagte, dass er Saarbrücken natürlich kenne, da er mehrere Jahre dort mit seiner Familie gelebt habe, da sein Vater beim französischen Militär und dort stationiert war. Wie klein die Welt doch ist!! Das Abendessen war hervorragend - und schweineteuer. Natürlich essen wir hier in der Südsee seit zwei Wochen nur Fisch, der hier köstlich zubereitet wird. Aber das Essen bzw. überhaupt das Leben in Französisch-Polynesien ist einfach wahnsinnig teuer, weil fast alles importiert werden muss. Unsere Reisekasse wurde hier erheblich geschröpft, weshalb wir uns dann auch entschieden, an den anderen Abenden zuhause zu kochen. Aber wir haben an diesem Abend den weltbesten Schokolavakuchen mit einem warmen flüssigen Schokoladenkern gegessen, göttlich!! Sonntags beschlossen wir, mal wieder wegen trüber Wetteraussichten, mit dem von Marc zur Verfügung gestellten Mietwagen über die Insel zu fahren. Erstaunlicherweise änderte sich das Wetter aber und es wurde ein sonniger Tag mit nur leichten Regenschauern. Nachmittags entdeckten wir auch endlich den richtigen Strand von Matira Point, wo wir in sauberem glasklaren warmen Wasser badeten und faul in der Sonne lagen. Montags wollten wir zum Hilton Hotel fahren, was wir jedoch aufgeben mussten, nachdem wir auf unseren Fahrrädern auf dem Weg zum Boot von derartigem Regen überrascht wurden, dass wir wirklich nass bis auf die Haut, als hätten wir uns unter die Dusche gestellt, in unserem Bungalow wieder ankamen. Nachmittags wurde das Wetter jedoch etwas besser, so dass wir ins Intercontinental Hotel fahren und dort die traumhafte Anlage genießen konnten. Gekrönt wurde dies mit einem tollen Erlebnis am Strand. Dort konnten wir nämlich an einer Rochenfütterung teilnehmen und hierbei die Rochen, die an unsere Beine heranschwammen und sich an uns drückten, um Futter zu bekommen, streicheln. Es war so schön! Die Rochen fühlen sich ganz weich und zart an und am liebsten hätte ich sie stundenlang gestreichelt und gefüttert. Mittlerweile sahen wir unsere Vermieter kaum noch, da beide von der Epidemie Chikungunya erwischt wurden, die in Französich-Polynesien grassierte. Dies ist eine Krankheit, die von Moskitos übertragen wird und sich wie eine sehr schwere Grippe auswirkt, aber nicht wie Malaria immer wieder ausbricht. Wir sprühten uns seitdem noch öfter mit Moskitospray ein, was aber dennoch nichts nutzte und wir täglich neue Stiche zählen konnten. Trotz Regen- und Gewitteraussichten im Internet, hatten wir dann in den letzten beiden Tagen Glück mit dem Wetter, so dass wir am Dienstag endlich unsere Lagunentour bei strahlendem Sonnenschein unternehmen konnten. Das bessere Wetter verdanken wir unserer neuen alten Taktik, die wir bereits mit unserer Reisegruppe in Patagonien erfolgreich angewendet hatten, nämlich abends mit einem Glas Wein oder Bier auf das Wetter anzustoßen. Wir haben allerdings unseren allabendlichen Trinkspruch mittlerweile erweitert. Wir stoßen nicht mehr nur noch auf das Wetter, sondern auch gegen die Moskitos und auf die Gesundheit an. Unsere Lagunentour war wunderschön. Wir verbrachten den Tag damit, in einem riesigen wunderschönen Korallengarten Hunderte von Fischen beim Schnorcheln zu beobachten, mit kleinen Schwarzspitzenriffhaien, einem Rochen und über großen Zitronenhaien im Meer zu schwimmen. Vorher hatte ich schon ein wenig Angst davor. Aber als wir im Wasser waren und die Haie auf einmal aus dem Nichts auftauchten und neben mir und den anderen schwammen, war es einfach nur faszinierend und überhaupt nicht angsteinflössend. Ein etwas gefährlicheres Ereignis gab es dann aber doch noch: Michael wurde tatsächlich von einer ca. 1 m langen Muräne angegriffen, die auf ihn zuschwamm und dann in die Kamera biss und noch mal auf ihn zuschwamm, bis er sie mit einem leichten Faustschlag wegdrücken konnte. Hinterher erfuhren wir, dass es wahrscheinlich die Kamera war, die die Muräne irritiert hatte. Diese doofen schnorchelnden Touristen aber auch ;-)! Zum Schluss hielten wir noch an einem kleinen Motu an, wo wir baden konnten. Es war einfach toll! Den Nachmittag verbrachten wir dann wieder im Pearl Beach Resort am Strand und im Wasser. Abends gönnten wir uns noch mal ein schönes Abendessen im Yacht Club in sehr entspannter edler Atmosphäre direkt am Wasser. Am letzten Tag radelten wir vormittags ganz entspannt bei traumhaftem Wetter nach Vaitape, shoppten Souvenirs und konnten erfolgreich auf der Post das erste Souvenirpäckchen absenden, damit wir diese nicht mitherumtragen mussten. Den Nachmittag verbrachten wir noch einmal im Pearl Beach Resort am Strand und im Wasser. An diesem Tag war das Wasser so warm, dass ich einfach nicht herausgehen konnte. Ich hüpfte und schwamm fast zwei Stunden ununterbrochen im Wasser, weil es einfach zu schön war! Es war ein traumhafter Abschluss einer traumhaften Woche auf Bora Bora. Wir hatten sehr liebe Vermieter, die uns trotz Krankheit sehr familiär aufgenommen haben, sehr großzügig und uns bei der Organisation unserer Aktivitäten sehr behilflich waren. Es war wirklich schön bei ihnen. Und wir haben vor allem die Insel in dieser Woche trotz anfänglicher Bedenken lieben gelernt, auch trotz des schlechten Wetters. Alles ist hier sehr einfach und entspannt und ganz ursprünglich. Und die Natur und Unterwasserwelt sind so faszinierend, dass man sich nicht daran satt sehen kann. Hier wird einem wirklich bewusst, dass man eigentlich gar nicht viel zum Leben und Glücklichsein braucht. Genauso leben die Leute hier und strahlen diese Haltung auch aus. Jeder lächelt dich freundlich an und grüßt dich mit einem herzlichen "ia orana ("jorana" gesprochen, was "hallo" bedeutet) - das ist ansteckend und sehr entspannend! Nun sind wir auch überzeugte Bora Bora-Liebhaber und würden sehr gerne wiederkommen!! Bilder folgen demnächst... Kurioses über Bora Bora und Moorea:
  • es gibt keine Friedhöfe, daher werden die Toten in den Vorgärten begraben (kein Witz)
  • man kann auf Bora Bora erstaunlicherweise das Wasser aus dem Wasserhahn trinken, wir mussten dort kein Wasser kaufen
  • zum Vespafahren (hier: "Scooter") muss man hier einen Helm tragen (wie schon in Moorea), aber die Kinder werden einfach hintendrauf gesetzt, mit einem Pareo an den Fahrer gebunden und fahren so fröhlich mit - das ist hier ganz normal
  • es gibt jeweils nur eine Straße, die um die Insel führt, und natürlich keine Ampeln
  • Essen ist sehr teuer, Päckchen versenden dagegen nicht
  • Internet funktioniert super (kein Witz)
Bilder folgen bald...v

Danke schön!!

So, wir sind mittlerweile in Bora Bora und genießen unser derzeitiges Leben als Weltreisende sehr! Es ist herrlich, für eine so lange Zeit einfach mal entspannt zu sein und das fast jeden Tag... Wir können dies jedoch u. a. nur deshalb machen, weil es sehr viele Leute zuhause gibt, die uns unterstützen und uns Arbeit abgenommen haben, damit wir unseren (wohl verdienten) Urlaub genießen können. Daher möchten wir uns an dieser Stelle einmal ganz herzlich mit einem ganz lieben Gruß aus der Südsee bei Euch tollen Helfern zuhause bedanken:
  • bei unseren Eltern Ingrid, Manfred, Isolde und unseren Geschwistern Erik und Andreas und dessen Familie dafür, dass ihr unsere Reise unterstützt habt, dass ihr euch mit uns über unsere Erlebnisse hier freut, dass ihr unsere Arbeit im Büro übernehmt (damit ist Manfred gemeint ;-)), dass ihr unsere Wohnung aufgeräumt und sämtliche Wäsche gewaschen und gebügelt habt (damit ist Ingrid gemeint ;-)), dass ihr uns Tipps für die Reise gegeben und uns überhaupt erst auf die Idee gebracht habt (damit ist Erik gemeint ;-))
  • bei unseren Arbeitskollegen und Chefs von Orbium und meinem super tollen GESAMTEN Team von WAGNER Rechtsanwälte webvocat, insbesondere bei meinen Mädels Heike, Dominique und Carolin dafür, dass ihr uns durch eure Vertretung und Unterstützung in unserer Abwesenheit uns das Entspannen auf dieser Reise tatsächlich möglich macht
  • bei unseren lieben Nachbarn und Vermietern Martine, Magali und Heiko dafür, dass ihr unsere Idee ebenfalls toll fandet und nun auf die Wohnung aufpasst und nach dem Rechten seht
  • bei unseren ganzen lieben Freunden und Freundinnen dafür, dass ihr uns ebenfalls unterstützt habt, diese Reise zu machen, dass ihr euch mit uns über unsere Erlebnisse hier freut, dass ihr uns über die Ereignisse zuhause auf dem Laufenden haltet (damit ist Beate gemeint ;-)) und, dass ihr mit uns auf unsere Hochzeit hin fiebert und mit geliehenen Sachen unterstützt (damit ist Steffi gemeint ;-)),
  • bei unseren bisherigen Reiseleitern, Tanzlehrern, Vermietern von Unterkünften und Reisefreunden dafür, dass ihr uns bisher eine tolle Reisezeit mit tollen Erlebnissen ermöglicht habt
  • und zu guter Letzt natürlich bei allen anderen Verwandten, Bekannten und sonstigen Lesern, die so interessiert unserem Blog folgen und kommentieren (wir freuen uns sehr über Kommentare) und an unserer Reise teilnehmen.
Euch allen ein herzliches DANKE SCHÖN!!!!!! Michael und Dani

Wir sind in der Südsee!! – Bienvenue a Tahiti et Moorea

von Dani
Wir sind im Paradies angekommen!! Am 1.12. ging es fuer uns weiter in die Südsee, endlich in warme Temperaturen!! Wir hatten einen Zwischenstopp in Santiago de Chile und überraschenderweise auch auf der Osterinsel, wo wir sogar ausgestiegen und uns immerhin eine Stunde aufgehalten haben, yeah! Von dort aus ging es dann endlich nach Papeete. Der Flug war dieses Mal wirklich nervig und wir waren insgesamt 26 Stunden auf den Beinen, bevor wir in unserer Pension (Ahitea Lodge: sehr nette und hilfsbereite Besitzer) nachts müde ins Bett fielen. Am nächsten Morgen spürten wir die hohe Luftfeuchtigkeit, an die man sich hier erstmal gewöhnen muss. Am Anfang ist man bei der kleinsten Bewegung schweissgebadet. Auch an die wieder neue Sprache mussten wir uns gewöhnen. Die ersten Sätze, die mir einfielen, waren alle in Spanisch. Als ob ich ein Loch in meinem französischen Sprachzentrum hätte. Michael ging es nicht anders! Aber nach und nach kam die Erinnerung wieder und ich konnte uns verständigen. Wir trafen in der Pension sogar einen Franzosen, der aus der Normandie nach Tahiti ausgewandert ist und dessen Frau aus Saarguemines stammt, das direkt neben Saarbrücken liegt. So klein ist die Welt! Nach einem herrlichen Frühstück bei ca. 25 Grad und mit frischem Obst (die Ananas hier ist zuckersüß und wahnsinnig lecker) und endlich wieder richtigen Säften und frischem Baguette spazierten wir durch Papeete und durch die Markthalle, in der man frisches Obst, Fisch und Blumen in Hülle und Fülle kaufen kann. Nachmittags mieteten wir uns dank der Hilfe eines sehr netten Mitarbeiters des Touristenbüros ein Auto und fuhren ein wenig über Tahiti. Wir sahen sehr schöne Strände und hohe, sehr grüne Berge. Abends fuhren wir dann mit der letzten Fähre nach Moorea. Wir stiegen aus und suchten in aller Ruhe unser Gepäck zusammen, während alle anderen direkt in den Bus stürmten, der vor dem Terminal stand. Komisch, wir wollten einfach auf den nächsten warten und uns keinen Stress machen. Als der Bus dann vor unserer Nase davon fuhr, kam ein Angestellter des Terminals zu uns und fragte uns, warum wir hier herum stünden und warum wir nicht den Bus genommen hätten. Wir sagten, dass wir auf den nächsten Bus warteten. Der Mann lachte herzlich, schüttelte den Kopf ueber so viel Blödheit und sagte, dass dies der letzte Bus gewesen sei und Taxis kämen auch keine mehr. Wir sollten uns an die Strasse stellen und versuchen, zu trampen. WIE BITTE? Trampen? Wo wir in Deutschland doch alle von XY Ungeloest wissen, dass Trampen Mord und Diebstahl bedeutet und in aller Regel von den Opfern nicht überlebt wird??!! Mit ziemlich grossen Augen guckten wir uns dumm an und fingen erstmal an, uns lauthals gegenseitig die Schuld daran zu geben, dass wir den blöden Bus verpasst hatten. ICH war natürlich nicht schuld gewesen ;)...! Wir sahen uns schon auf der Strasse übernachten, als ein Mann, der ebenfalls noch am Terminal stand, uns ansprach und fragte, wohin wir müssten. Wir sagten, dass wir in unsere Pension Motu Iti müssten, den Namen des Ortes wussten wir natürlich nicht und ausgedruckte Unterlagen hatten wir gerade auch keine zur Hand. Aber hier auf der Insel, die einen Umfang von ca. 60 km hat, kennt jeder jeden. Daher war der Name gleich ein Begriff für den Mann, der, wie sich herausstellte, der Geschäftsführer des Tourismuszentrums von Französisch-Polynesien war, aus Los Angeles stammte und mit einer Mooreanerin verheiratet war und daher hier lebte. Er war sehr nett und hatte Mitleid mit uns (doofen) Touristen, weshalb er uns anbot, uns mitzunehmen. Er warte nur auf seine Frau, die ihn abholen sollte. Gerne nahmen wir das Angebot an. Doch plötzlich hielt ein Auto vor unserer Nase und ein Mann, der auch den Geschäftsfuehrer kannte, fragte, wohin wir muessten. Wir nannten wieder unsere Pension und wurden dann von diesem netten Mann mitgenommen und vor unserer Pension abgesetzt. Wie sich herausstellte, handelte es sich hierbei um den Kapitän der Fähre höchstpersönlich - wow, cooler Einstieg auf Moorea! Nach einem schnellen Abendessen fielen wir tot in unser Bett. Am nächsten Morgen sahen wir dann, wo wir gelandet waren: in einem wunderschönen kleinen Bungalow direkt am glasklaren Wasser, durch das lauter bunte exotische Fische schwammen und das badewannenwasserwarm war - und das direkt vor unserer Terrasse, unglaublich!! Und es war warm und die Sonne strahlte! Wir waren im Paradies angekommen!! In den nächsten Tagen mieteten wir uns eine Vespa, mit der wir die Insel erkundeten. Leider sind wir in einem Matschloch ausgerutscht und Michael hat sich eine kleine Fleischwunde am Bein zugefuegt, die nun von Krankenschwester Dani nach Anweisung eines tahitianischen Arztes fachmaennisch versorgt und zusätzlich mit Antibiotika behandelt wird. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit heilen die Wunden sonst sehr schlecht und eine Infektion würde sich ausbreiten. Auf Moorea gibt es eigentlich nur eine Strasse, die um die gesamte Insel führt. Bus gibt es nur einen, der nur zu den Fährenzeiten 1x über die Insel fährt. Es gibt mehrere klitzekleine Orte, von denen nur Mahareepa als Ministadt bezeichnet werden kann und wo man auch ein paar Geschäfte findet. Ansonsten ist die Insel sehr grün und besitzt recht hohe Berge und viele kleine Strände, von denen der Strand von Tamae der schönste ist. Dort herrscht Südseefeeling pur mit glasklarem Wasser, exotischen Fischen, weissem Strand und Palmen - der absolute Traum! Wir verbrachten unsere Tage daher hier bisher damit, am Strand in der Sonne zu liegen, stundenlang zu schnorcheln und uns die tollen Fische anzusehen und einfach nur zu relaxen. Mal ein bisschen lesen, mal schwimmen, mal schnorcheln, mal ein kaltes Bier dazwischen - endlich stellte sich richtiges Urlaubsfeeling ein...wurde auch Zeit nach fast einem Monat :-)! Die letzten beiden Tage hier in Moorea haben wir uns nun einen Wasserbungalow im Hilton Resort gegönnt. Die Anlage ist ein Traum, mit Privatstrand und wunderschönen Bungalows, die luxuriös ausgestattet sind. Wir hatten uns seit Monaten darauf gefreut, endlich fast vom Bett aus in die glasklare Lagune zu hüpfen und mit den Fischen zu schwimmen ....aber leider regnet es nun seit gestern hier ununterbrochen und wir haben leider nicht viel von unserem tollen Bungalow! Vielleicht werden wir nachher doch einfach ins Meer springen. Ob Wasser von unten oder oben oder eben beides, ist eigentlich egal! Gestern abend haben wir zwischen den Bungalows ganz viele Haie gesehen, die teilweise bestimmt 1,50 m lang waren. Tagsüber sind sie aber glücklicherweise weiter draußen, sonst würde ich keinen Zeh ins Wasser setzen! Auch ein Rochen schwimmt taeglich am Strand vorbei und eine Muräne hat Michael auch schon beim Schnorcheln gesehen. Wirklich faszinierend hier! Wir geniessen heute noch den Luxus und das leckere Essen hier (u. a. Crepes mit Nutella zum Frühstück, super), bevor es morgen nach Bora Bora geht. Leider sind auch dort die Wetteraussichten sehr schlecht! Naja, mal sehen, was wir daraus machen können... Bilder von Moorea folgen demnächst (wir spannen euch ein wenig auf die Folter :-))!

Argentinien – Kurioses

von Dani
Was uns in Lateinamerika gefallen und nicht gefallen hat, wollen wir hier mal kurz zusammenfassen: Was wir mögen:
  • leckeres argentinisches Bier in 1-Liter-Flaschen, Wein in 1,5-Liter-Flaschen :-)!!!IMG_2014120913722
  • Flüssigen Joghurt zum Frühstück IMG_2014120912844
  • Argentinisches Steak medium rare IMG_2014120946588
  • Latin time (eine Form von Unpünktlichkeit nach deutschen Massstäben, die einen ganz schnell in Urlaubsmodus versetzt und an die man sich sehr gewöhnen kann)
  • dass man sogar in Ushuaia am Ende der Welt mit Euros zu einem Kurs von 1:15 bezahlen kann
  • Empanadas (leckere Teigtaschen gefüllt mit Gemüse, Hühnchen, Fleisch, Fisch oder Schinken und Käse)
  • argentinischen Tango und dessen Musik
  • traumhafte Landschaften und tolles Wetter in Patagonien
  • sehr freundliche Menschen
  • Es wird erst sehr spät dunkel. In Buenos Aires gegen 21:30 und in Ushuaia im Sommer erst um 23:00 Uhr!! IMG_2014120947894
Was wir nicht mögen:
  • Hundekot in Buenos Aires
  • Blaumarkt am Geldautomaten (1:10) und Schwarzmarkt (1:13,5) in den Strassen für argentinische Pesos, wenn man zu wenig Bargeld mitgenommen hat und auf den Automaten angewiesen ist
  • Dulce y leche: eine viel zu süße Karamellcreme, die man hier als Brotaufstrich zum Frühstück isst und die in jedem Gebäck zu finden ist (ist nicht im Entferntesten ein würdiger Ersatz für Nutella, das hier unauffindbar ist)
  • kohlensäurefreie Limonade als Saft zum Frühstück
  • argentinische Schokolade
  • fettiges Lamm als Gericht in jedem Restaurant
  • Toilettensituation: man wirft das Toilettenpapier nicht in die Toilette, sondern in einen daneben befindlichen, bestenfalls geschlossenen, Eimer (glücklicherweise gilt dies fast nur noch fuer oeffentliche Toiletten und nicht fuer Hotels, die fast alle unseren Standard übernommen haben)
Unser Fazit: Ein traumhaftes Land, das uns sehr beeindruckt hat, in dem es noch so viele andere Dinge zu entdecken gibt und das wir sicher wieder besuchen werden!

Patagonien – Punta Arenas und Ushuaia

von Dani Nach Puerto Natales fuhren wir wieder mit einem Fernreisebus nach Punta Arenas, der südlichsten Stadt Chiles. Punta Arenas ist im Gegensatz zu Puerto Natales eine große, hübsche Stadt, die sehr gepflegt ist. Allerdings ist die Stadt sehr ruhig und es gibt auch kaum Geschäfte. Für eine kurze Erholung war das ok. Wir besichtigten die Stadt und den bekannten Friedhof, der aus wunderschönen Gruften besteht und sehr gepflegt ist. Fast alle Gräber sind mit Fotos ausgestattet, so dass man sich vorstellen kann, wer dort jeweils begraben liegt, eine sehr nette Idee! Vladd, unser Guide, erklärte uns auch noch die Namensgebung der lateinamerikanischen Länder: Chile heißt übersetzt "das Ende der Welt", da man früher dachte, die Erde sei eine Scheibe und Chile sei das Ende. Argentinien kommt von dem Wort "Silber", was übersetzt "argentin" bzw. "argentum" heißt, da es wohl viele Silbervorkommen gab. Uruguay und Paraguay heißen "weiße Bäume" bzw. "schwarze Bäume am Fluss", Bolivien trägt den Namen seines Entdeckers Bolívar, Ecuador bedeutet "nahe am Äquator" usw. Wir erfuhren auch weitere erstaunliche Sachen, nämlich, dass es keine Briefkästen an den Häusern gibt, da die Post nicht ausgetragen wird - jedenfalls in den kleineren Orten -, sondern selbst am Postamt abgeholt werden muss. Daher lachte unser Guide auch, als er hörte, dass es bei uns den Beruf des Briefträgers gibt. Das sei doch kein Beruf, meinte er! Sehr lustig! Steuern zahlen die meisten auch nicht, da es Lohn usw. fast immer in bar gibt und man auch Strom, Wasser usw. monatlich in bar zahlt. Unser Hostel in Punta Arenas war allerdings grauenhaft, mit Schimmel an den Decken und sau kalt (liebe Tina, das sind die unschönen Dinge ;-))! Wahrscheinlich habe ich mir da schon die ersten Bakterien eingefangen... Nach einem sehr lustigen, feucht fröhlichen Abendessen mit der ganzen Gruppe, die wirklich alle sehr nett waren, ging es ins Bett. Am nächsten Tag starteten wir nach Ushuaia! Wir fuhren mit dem Bus 9,5 Stunden über die Grenze wieder Richtung Ushuaia, Argentinien. Ushuaia liegt auf Feuerland (tierra del fuego), was eigentlich eine Insel ist und so benannt wurde, da die Einheimischen ganz viele Feuer entzündeten, um sich zu wärmen. Der erste Eindruck war sehr trist und kahl. Aber irgendwann änderte sich die Landschaft und wir sahen viele grüne Wälder. Als wir in Ushuaia ankamen herrschte mal wieder herrlicher Sonnenschein. Vladd, unser Guide, war fassungslos angesichts des tollen Wetters die ganze Zeit! Er behauptete immer wieder, dass dies wirklich völlig untypisch für Patagonien sei...ja, ja, ja ;-)!! Ushuaia ist eine wirklich hübsche Stadt, die auf der einen Seite direkt am Beaglekanal, der Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik, liegt und auf der anderen Seite von schneebedeckten hohen Bergen umrandet ist, auf denen man im Winter Ski fahren kann. Leider war zu unserer Ankunft die Skisaison gerade zu Ende. Mit unserem Hotel hatten wir Glück. Wir wurden wegen Überfüllung in ein ganz tolles Hotel mit Blick über die Bucht umgebucht! Ein krönender Abschluss der Patagonienreise! Nachmittags erkundeten wir ein wenig die Stadt und trafen uns abends zu einem gemütlichen Abendessen mit der Gruppe. Am nächsten Tag ging es mir schon nicht mehr so gut und ich fühlte mich sehr, sehr schlapp. Dennoch machte ich die Fahrt über den Beaglekanal natürlicht mit, da ich auch die Pinguine sehen wollte. Es war sehr schön, aber leider haben wir nur die kleinen Humboldtpinguine, nicht aber die großen Kaiserpinguine, und auch keine Wale gesehen. Abends ging es mir dann schon so schlecht, dass wir nicht mit zum Abendessen gehen konnten.  Ich hatte Halsweh, schlimmen Husten, Schnupfen und war völlig schlapp. Anscheinend hatten die kalten Temperaturen und die Klimaanlage im Bus mir den Rest gegeben. Ich hatte unsere Reise schon mit Antibiotika begonnen und sollte sie wohl so fortsetzen, Mist! Samstags haben wir dann nur noch ein paar Souvenirs gekauft, wonach ich mich gleich wieder ins Bett legte. Abends ging dann nichts mehr und ich bekam sogar noch Fieber. Im Ausland krank zu sein, ist echt mies! Ich habe dann unsere Reiseapotheke geplündert und neben Ibuprofen, Acc akut auch wieder Antibiotika genommen, schließlich hatte ich keine Lust auf Krankenlager. Am nächsten Tag sind wir dann wieder nach Buenos Aires zurück geflogen, wo unsere Reise offiziell beendet war. Wir blieben noch eine Nacht im Ausgangshotel, bevor es am nächsten Tag für uns jedenfalls wieder weiter Richtung Südsee ging. Endlich warme Temperaturen! Nach einer weiteren schmerzhaften Nacht mit Schüttelfrost freute ich mich, endlich wieder ins Warme zu kommen, auch wenn uns der Abschied von Argentinien, das uns wirklich begeistert hat, schwer fiel! Aber wir kommen wieder!

Patagonien – Puerto Natales und Torres del Paine

von Dani Von El Calafate aus sind wir am nächsten Tag ca. 6 Stunden mit dem Bus Richtung Puerto Natales, Chile, gefahren. An der Grenze wurden unsere Rucksäcke durchleuchtet und der Bus mit einem Spürhund abgesucht, aber nicht nach Drogen, sondern nach frischem Obst, Gemüse und Pflanzensamen. In Chile fürchtet man sich vor Obst, echt komisch! An der Grenze haben wir dann noch einen Wohnwagen mit Kennzeichen Lörrach entdeckt, zu dem ich gleich hingelaufen bin und gefragt habe, wo es hingeht. Die nette Frau sagte, dass sie und ihr Partner mit einem befreundeten Paar in den nächsten 11 Monaten die ganze Panamericana von Ushuaia bis nach Alaska fahren werden, wow! Wir haben bisher nur Leute getroffen, die alle schon sehr viel gereist und wahnsinnig viele Länder gesehen haben, sehr beeindruckend! Und teilweise sind es auch ältere Paare, die die entlegendsten Gegenden erkunden...unsere Pläne für die Rente stehen also schon ;-)! Puerto Natales liegt am Pazifik, aber an der kalten Seite. Es war regnerisch und kalt, als wir ankamen. Der Ort an sich ist recht klein und hat nicht viel zu bieten. Aber er ist auch meistens nur Ausgangspunkt für die Tour in den Torres del Paine Nationalpark - wie für uns! Unser Hostel war einfach, aber schön mit Blick auf die Bucht. Nachmittags trafen wir unseren weiblichen Guide für den Park. Sie erklärte uns die Tour, die Wanderungen und gab uns die Schlafsäcke zum Zelten. Am nächsten Morgen ging es dann los - im schönsten, sonnigen Wetter! Es war herrlich! Wir fuhren durch tolle Landschaften bis in den Nationalpark, wo wir gegen 11 Uhr zur ersten Wanderung starteten. Wir wanderten 8 Stunden lang über ca. 19 km bergauf und bergab durch traumhafte Kulissen und Landschaften. Es war sehr beeindruckend! Gegen Abend fuhren wir dann zu unserem ersten Zeltplatz. Es war viel komfortabler, als wir vorher angenommen hatten. Wir hatten ein gemütliches kleines Zelt, das nachts zusammen mit den Daunenschlafsäcken doch erstaunlich warm war, obwohl es draußen etwa 3 Grad kalt war. Des Weiteren gab es einen Toiletten- und Duschwagen und ein kleines Häuschen, in dem wir ein leckeres Abendessen und Frühstück erhielten. Die erste Nacht im Zelt war allerdings etwas gewöhnungsbedürftig , aber lustig! Am nächsten Tag fuhren wir dann - wieder bei herrlichem Sonnenschein und warmen 10 Grad - zu einer Fähre, die uns über einen wunderschönen See auf die andere Seite des Nationalparks brachte, wo wir unser zweites Zelt in Empfang nahmen. Dieser Zeltplatz war vor einer traumhaften Bergkulisse aufgebaut, es war wunderschön! An den Zeltplatz angeschlossen war ein kleines Hostel, in dem wir duschen, zu Abend essen und frühstücken konnten. Kurz nach der Ankunft startete unsere zweite Wanderung. Dieses Mal waren wir nur 6 Stunden über ca. 15 km unterwegs. Hier war die Landschaft wieder  ganz anders, aber auch wieder wunderschön!! Wir schossen ständig Fotos und kamen kaum der Gruppe hinterher, aber es war einfach zu schön! Abends fiel ich allerdings wie tot in unseren Schlafsack und wurde auch durch die 90 km/h Wind, der unser Zelt nachts fast wegfegte, nicht wach, während Michael dieses Mal kaum ein Auge zumachte. Am nächsten Tag unternahmen wir nur noch eine Wanderung von 4 Stunden  zu dem französischen Gletscher. Die Gletscher hier tragen ihre Namen nach den Entdeckern bzw. ersten Forschern, hier eben ein Forscher aus Frankreich. Auch hier fegte uns der Wind fast von dem Felsen, von dem aus wir den Gletscher sehen konnten. Manche von uns konnten nur am Boden knien, so windig war es. Nachmittags fuhren wir dann mit der Fähre zurück, wo wir von unserem Minibus wieder abgeholt und nach Puerto Natales zurück gebracht wurden. Ein kleines Missverständnis verlängerte unseren Aufenthalt ein wenig, da drei von unserer Gruppe die erste Fähre verpasst hatten und erst mit der zweiten Fähre ankamen. Zurück in Puerto Natales freuten wir uns alle auf eine heiße Dusche und ein richtiges Bett. Wie sehr man doch nach kurzer Zeit die Annehmlichkeiten des Alltags zu schätzen lernt! Am nächsten Tag wartete dann Punta Arenas auf uns...

Patagonien – El Calafate

von Dani
Nach El Chaltén sind wir dann mit unserem Kleinbus wieder 3 Stunden zurück nach El Calafate gefahren, wo wir in einem sehr gemütlichen einfachen Hotel "Hosteria Posta Sur" untergebracht waren. Am nächsten Morgen ging es dann zum Nationalpark und gleichnamigen Gletscher Perito Moreno. Wir hatten - wie die ganze Zeit hier - sehr schönes, sonniges Wetter bei ca. 10 Grad. Auf dem dem Weg in den Park wurde uns einiges über Patagonien erzählt, z. B., dass das Land so benannt wurde, weil die Ureinwohner wohl sehr große Füße hatten und "pata gones" wohl übersetzt eben "große Füße" heißt, dass früher die meisten Farmer von Schafen, deren Fleisch und Wolle gelebt haben (deswegen ist eine der Spezialitäten hier in jedem Restaurant Lamm), dass in Patagonien die Selbstmordrate in Argentinien am höchsten ist, da normalerweise schlechtes Wetter herrscht und es sehr kalt ist und viele während des Winters von Patagonien in die wärmeren Regionen "fliehen" und die übrigen dann recht einsam zurückbleiben, dass die Regierung den Bewohnern mehr Geld gibt, damit sie dort leben, und dass es so gut wie keine Verbrechen gibt und man sich auch nachts alleine auf der Straße sicher fühlen kann. Im Nationalpark angekommen sind wir mit einem Boot sehr nah an den Gletscher herangefahren, der wahnsinnig beeindruckend war. Wir haben mal wieder etliche Fotos geschossen. Danach wurden wir mit dem Bus zu einer Aussichtsplattform und einem Rundweg, der ganz nah an den Gletscher führte, gebracht, wo wir die Aussicht auf den 45qkm großen Gletscher genießen konnten. Nachmittags hatten wir frei und erledigten ein paar Sachen wie Wäsche zum Waschen im Hotel abgeben, Bilder hochladen etc. Abends waren wir dann mit der ganzen Gruppe essen, bevor wir wieder alles zusammen packen mussten. Denn am nächsten Morgen ging es mit dem Fernreisebus vom örtlichen Busbahnhof Richtung Puerto Natales, Chile.