Archiv für den Monat: Februar 2015

Sydney – Wir sind in Australien!

von Dani und Michael Als wir Fidschi verlassen mussten, waren wir einerseits sehr traurig, freuten uns andererseits aber natürlich auch auf Sydney! Wir checkten früh morgens auf dem überschaubaren Flughafen in Nadi ein und warteten auf unseren Aufruf. Beim Checkin hatte uns die Angestellte gefragt, ob wir nebeneinander sitzen wollten. Ich sagte, dass wir in unserem Honeymoon seien und wir auf jeden Fall nebeneinander sitzen wollten. Sie ging zu einem anderen Schalter, kam wieder und wünschte uns einen guten Flug. Als wir dann an unserem Gate standen und unsere Bordkarte zeigten, gab es plötzlich Probleme mit unserem Ticket. Doch auf einmal stand unsere Checkin Dame wieder vor uns, nahm uns die Bordkarten aus der Hand, druckte neue Bordkarten aus und überreichte sie Michael mit einem freundlichen Lächeln. Na bitte, hatte doch geklappt! Wir spazierten zum Flieger, als Michael auf die Bordkarten schaute und sagte, dass wir Business fliegen würden. WIE BITTE??? Ich fragte, ob das ein Scherz sei und starrte ungläubig auf die Bordkarten. Dort stand "Business"!!! Oh mein Gott, wir hatten von der netten Dame ein Upgrade in die Business Class bekommen, Wahnsinn!!!!! Wir schauten uns an und hüpften vor Freude und konnten es nicht fassen! Ich war noch nie vorher Business Class geflogen und freute mich wahnsinnig. Und dann noch auf einem 4,5 Stunden Flug, so dass wir es richtig genießen konnten!! "Honeymoon" scheint wirklich immer zu funktionieren!! Als wir in den Flieger stiegen, wurden wir nicht nach rechts, sondern nach links geleitet. Wir trauten unseren Augen kaum. Jeder hatte einen breiten Sessel, den man zu einem Liegesitz ausfahren und dann sogar darauf schlafen konnte. Natürlich fehlten auch nicht eine kuschelige Decke und ein Kopfkissen. Vor jedem Sitz war ein Fernseher angebracht und wir bekamen richtig gute Kopfhörer. Sofort nach dem Einsteigen wurde uns schon der erste Cocktail angeboten, der natürlich in einem Glas serviert wurde. Es war zwar erst 9 Uhr morgens, aber ein kleiner Rumcocktail war bestimmt gut für den Kreislauf :-)! Später wurde uns dann der Tisch mit einem kleinen Tischtuch und einer Stoffserviette, richtigem Besteck und Geschirr gedeckt und wir erhielten eine Menükarte für das Frühstück, auf dem drei verschiedene Essen zur Auswahl standen - dachten wir! In Wahrheit bekamen wir alles kredenzt, was auf der Karte stand, von frischem Obst mit Müsli, über Omelett mit Würstchen und Rösti, bis hin zu Kuchen. An Getränken gab es von Kaffee, Tee, Softgetränken bis hin zum Sekt alles und so viel, wie das Herz begehrte. Natürlich gönnten wir uns ein ausgedehntes Sektfrühstück ;-), schließlich befanden wir uns gerade im Fliegerparadies und wollten das richtig genießen!! ES WAR HERRLICH!!! Leider (ich hätte nie gedacht, dass ICH das mal sagen würde) war der Flug viel zu schnell vorüber und wir mussten nach 4,5 Stunden unsere herrliche Business class verlassen - natürlich über einen separaten Ausgang! Wir fühlten uns wie Könige! Der Start nach Sydney war mehr als gelungen!! In Sydney erwarteten uns leider Regen und nur noch Temperaturen um 23 Grad, als wir ankamen. Wir entdeckten einen privaten Shuttleservice, der uns vor dem Hotel ablud und uns auch in ein paar Tagen wieder abholen würde. Unser Appartementhotel war toll! Das Meriton Serviced Appartement Hotel lag in der Campbell Street/Ecke George Street und damit direkt neben Chinatown und im Stadtzentrum. Zu allen wichtigen Punkten wie Darling Harbour, Townhall, Hyde Park und Hauptbahnhof waren es nur ein paar Minuten Fußweg. Wir bekamen ein Appartement im 23. Stock und waren begeistert, als wir die Tür öffneten. Es war ein schönes 1-Zimmer-Appartement mit moderner Küche, Esstisch, großem Bett, Fernseher, Sesseln, modernem Bad und Waschmaschine und Trockner, worüber wir uns am meisten freuten, da wir dringend waschen mussten (das hätte ich vorher auch nicht gedacht, dass wir uns mal derart über eine Waschmaschine freuen würden ;-))! Unseren Ankunftstag verbrachten wir daher erst einmal mit waschen, einkaufen, essen gehen, Broschüren über Aktivitäten in Sydney sammeln und ein Internet Café suchen, da wir Jan dringend unsere Hochzeitsfotos für die Einladungskarten mailen mussten, die wir in Originalgröße nur auf DVD hatten. Am Abend schauten wir uns bei Bier und Chips noch unsere DVDs vom Fallschirmspringen und Nevis Swing und fielen anschließend müde ins Bett. Am nächsten Tag schien die Sonne, ein guter Start! Nach dem Frühstück entschieden wir uns, eine kostenlose Stadtführung zu machen, auf der man 3,5 Stunden durch Sydney an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei spazierte und zum Schluss ein Trinkgeld geben konnte, wenn man die Tour gut fand. Auf dem Weg dorthin kauften wir auch noch eine sog. Opal card, mit der wir zu viel günstigeren Tarifen alle öffentlichen Verkehrsmitteln nutzen konnten, zu einem max. Tagespreis von 15 AUD. Diesen Tipp hatten wir von Aga bekommen, die auf unserer NZ Rundreise dabei war und die in Sydney wohnte. Auf der Stadttour erhielten wir einen ersten Eindruck vom Stadtzentrum Sydneys. Sydney war eine tolle Stadt, obwohl wir uns wieder erst an das Stadtleben mit vielen Autos und Menschen kurz gewöhnen mussten. Sydney ist ein Schmelztiegel unterschiedlicher Nationen, wie es scheint, wobei vor allem viele Asiaten in der Stadt leben. Das Stadtzentrum ist groß, aber noch überschaubar. Es gibt viele Wolkenkratzer, aber zwischendrin auch viele kleine alte Gebäude, die einen gewissen Charme haben und das Stadtbild mit gestalten. Der Hyde Park ist eine grüne Oase in der Stadt, in der man auf dem Gras die Sonne genießen und dahinter die Wolkenkratzer betrachten kann. Abends sieht man hier jede Menge Flughunde um die Bäume fliegen. Es gibt auch in Sydney einen Skytower mit einem Restaurant, das sich 360 Grad um die Stadt dreht, wo wir ein paar Tage später einen Cocktail tranken und die Aussicht genossen. Der weitere Stadtkern ist geprägt von einer schönen Einkaufsmeile in der Pitt Street, einem Bankenviertel, einem Hafenvergnügungsviertel in Darling Harbour, wo sich ein Restaurant neben dem anderen befindet, dem Fährterminal, wo man z. B. die Fähre nach Manly nehmen kann und an das sich auf der rechten Seite die berühmte Oper anschließt, sowie dem Viertel "The Rocks" direkt unterhalb der Harbour Bridge, das in den Anfängen der Stadt das Hauptgefängnis war und viele Schwerverbrecher beherbergte. Heutzutage ist alles restauriert, aber so ursprünglich wie möglich belassen, so dass man sich noch ungefähr vorstellen kann, was hier wohl alles passiert sein mag. Die Tour endete dort und wir gaben der netten Studentin natürlich ein Trinkgeld. Danach machten wir unzählige Fotos von der Auster (Oper) und spazierten über die Harbour Bridge, von wo wir einen traumhaften Blick auf die Skyline von Sydney hatten. Den Bridge Climb, auf dem man auf die Brücke klettert, machten wir nicht, da er uns mit 200 AUD pro Person zu teuer war. Gegen Abend aßen wir noch gemütlich in einem Pub in The Rocks und nahmen dann einen Bus Richtung Hotel, wo wir müde ins Bett fielen. Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Zug zu den Blue Mountains, einem Gebirge und Nationalpark ca. 150 km von Sydney entfernt, der von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Wir stiegen in Katoomba aus und kauften ein Ticket für einen Hop-on-hop-off Trolleybus, der an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten anhielt und wir aussteigen konnten. Zuerst besuchten wir Scenic World, eine Station mit Seilbahnen, die über das Jamison Tal vorbei an den Katoomba Wasserfällen führen und von dem Rundwanderweg durch den Regenwald zurück zur Station führen und einen wunderbaren Blick auf die Berge mit den berühmten "3 Schwestern" (3 Bergspitzen, die hintereinander stehen) ermöglichen, sowie dem steilsten Zug der Welt, der uns mit einem Gefälle von 52 Grad, das man durch Verstellen des Sitzes noch zu 64 Grad steigern kann ("Cliffhänger"-Position, die wir natürlich wählten :-)), zum Rundwanderweg durch den Regenwald brachte. Der Rundwanderweg war sehr schön und wir wanderten vorbei an Wasserfällen, Eukalyptusbäumen und seltenen Vögeln wie dem Paradiesvogel, der alle möglichen Vögel imitiert und dabei die lustigsten Geräusche von sich gibt. Anmerkung von Michael: Dani war bei der Wanderung doch etwas paranoid. Ich musste die ganze Wanderung ihren Kopf beobachten und die Bäume im Auge behalten, damit ich sie warnen konnte, falls sich dann doch eine Schlange oder Spinne entscheiden sollte, sich vom Baum auf ihren Kopf fallen zu lassen ;-). Unsere zweite Station war Katoomba selbst, eine kleine nette Stadt, die ein paar nette Cafés besitzt und - wir staunten nicht schlecht - ein Aldi Süd! Wir hielten uns aber nicht lange dort auf, sondern fuhren weiter zum Honeymoon Lookout, wo wir ausstiegen und über einen wunderschönen Wanderweg durch den Wald und vorbei an herrlichen Bergpanoramen zu den 3 Schwestern wanderten, wo wir die herrliche Aussicht und Ruhe genossen! Es war traumhaft! Zum Schluss machten wir noch einen Abstecher ins Culture Center, wo ich gerne noch eine Aborigines Aufführung besucht hätte, wir aber leider zu spät waren. Als Trostpflaster kaufen wir dann ein Didgeridoo, das Michael erstaunlicherweise sofort richtig gut spielen konnte, und ein Original Aborigines Gemälde, was alles gleich von dort nach Deutschland verschickt wurde. Danach fuhren wir mit dem Zug wieder zurück nach Sydney. Abends aßen wir gemütlich vor dem Fernseher und fielen mal wieder hundemüde ins Bett. Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Zug zum Featherdale Wildlife Park, einer Art Zoo, wo man Koalas und Känguruhs streicheln konnte. Ich liebe Koalas und finde sie so süß, dass ich mich darauf besonders freute. Der Zoo war toll, wir sahen so viele verschiedene Tiere, die wir bei uns teilweise noch nie gesehen hatten, wie z. B. Wombats, die auch unglaublich süß sind, der Tasmanische Teufel, der auch sehr goldig ist und wie ein Irrer nur im Kreis läuft und niemals stehen bleibt, einen Ameisenigel, der aussieht wie eine Kreuzung zwischen Ameisenbär und Igel und den Michael auch gestreichelt hat, Flughunde, Koalas, Känguruhs und die kleineren Wallabys, Dingos, Krokodile und natürlich alle in Australien lebenden giftigen Schlangen. Für mich waren aber definitiv die Koalas der Höhepunkt. Wir konnten einen Koala streicheln und ein paar Fotos machen, während er seelig schlief. Koalas schlafen ca. 18-20 Stunden pro Tag, was mir sehr sympatisch ist :-)! Das Fell fühlte sich genauso weich an, wie es aussah. Am liebsten hätte ich ihn mit genommen! Als wir zurück in Sydney waren, bin ich noch kurz alleine zu Paddy's Market (auch ein Tipp von Aga) gelaufen, was bei uns um die Ecke lag und wo man alle erdenklichen Souvenirs zu günstigeren Preisen erstehen konnte. Es war ein Souvenirparadies, in dem ich natürlich fündig wurde! Abends schauten wir uns das Hafenviertel Darling Harbour an, eine große Vergnügungsmeile am Hafen, an der ein Restaurant neben dem anderen liegt. Wir aßen die beste Pizza, die wir auf unserer Reise gegessen hatten, dort und sahen durch Zufall noch ein wunderschönes, sehr langes Feuerwerk, was wohl jeden Samstag Abend vor der Skyline Sydneys abgefeuert wird. Nach dem Essen genossen wir noch den Anblick der hell erleuchteten Skyline, bevor wir gemütlich zu einer Salsabar namens The Cuban Place spazierten, die wir zuvor im Internet ausfindig gemacht hatten, und wo wir zu Livemusik Salsa tanzten und viel Spaß hatten. Am nächsten Tag (Sonntag) schleppte ich Michael noch einmal zu Paddy's Market, da ich noch einmal schauen wollte, ob wir nicht doch noch ein paar Souvenirs gebrauchen konnten - und wir wurden natürlich wieder fündig ;-)! Danach fuhren wir mit dem Bus zum berühmten Bondi Beach, dem wohl berühmtesten Strand Australiens, wo sich die gesamte Surferszene tummelt. Leider spielte das Wetter nicht so mit und wir hatten sowohl Sonnenschein, als auch Wolken, Wind und Regen, aber wir machten wie immer das Beste daraus und genossen den Strand und schauten den Surfern zu, die teilweise sehr elegant über die Wellen surften. Es sah so einfach aus, ist aber anscheinend sehr anstrengend. Wir spazierten noch ein wenig durch Bondi Beach, das ganz nett ist, bevor wir wieder zurück ins Stadtzentrum fuhren und uns in der Skybar im Skytower einen Cocktail gönnten und in dem sich drehenden Restaurant im 52. Stock den atemberaubenden Blick auf das erleuchtete Sydney genossen. Was für ein herrlicher Abschluss dieses Tages! Montags liefen wir bei herrlichem Sonnenschein noch mal durch die Stadt und schauten uns die Einkaufsstraße etwas genauer an, kauften aber nichts, sondern wanderten weiter Richtung Fährterminal, wo wir die Fähre nach Manly Beach nahmen, dem zweitberühmtesten Strand und Vorort Sydneys. Manly ist klein und beschaulich und besticht durch den kilometerlangen Sandstrand. Die Strömungen sind aber nicht zu unterschätzen und so sah ich zufällig, wie ein kleiner Junge nur ein paar Meter vom Strand entfernt von einem Rettungsschwimmer gerade noch vor dem Ertrinken gerettet wurde. Warum die Eltern, die nur ein paar Meter entfernt lagen, den Kleinen so lange aus den Augen ließen bei so vielen Warnschildern, die auf die gefährliche Strömung hinweisen, ist mir ein Rätsel. Leider hatten wir in Manly später wieder Pech mit dem Wetter, weshalb wir nach zwei Stunden im Regen unsere Sachen packten und mit der Fähre wieder zurück nach Sydney fuhren. Den Nachmittag verbrachten wir mit Packen und Ausruhen. Abends aßen wir bei einem Thailänder direkt neben dem Hotel, bevor wir uns einen gemütlichen Fernsehabend im Appartement machten und den letzten Abend in Sydney ausklingen ließen. Sydney war ein toller Start für uns in Australien und ist definitiv eine wunderschöne Stadt, in der man sicherlich richtig gut leben und Spaß haben kann, auch wenn hier in Australien alles etwas teuer ist. Auch die giftigen Tiere halten sich jedenfalls in Sydney in Grenzen - glücklicherweise hatten wir nur davon gehört, aber keine gesehen, außer im Zoo ;-)! Am nächsten Morgen hieß es dann: Sydney im Regen verlassen und auf ins wärmere und sonnige Brisbane!

Danke für Euer Feedback!

Wir möchten uns an dieser Stelle einmal ganz herzlich für die tollen Kommentare bedanken, die wir auf unsere Blogbeiträge von Euch erhalten! Wir freuen uns wirklich sehr darüber, weil das für uns eine kleine Bestätigung dafür ist, dass unser Blog wirklich gelesen wird :-)! Weiterhin viel Spaß beim Lesen und vielen Dank!! Dani und Michael

Fidschi – Bula!

von Dani und Michael Fidschi, endlich!! Als wir in Fidschi ankamen, war ich sehr erleichtert. Erstens war es endlich wieder herrlich warm! Zweitens war der Flug grauenhaft gewesen: die erste Stunde nur Turbulenzen, dann eine Stunde Ruhe, dann die letzte Stunde wieder nur Turbulenzen! Ich mag Fliegen definitiv immer noch nicht! In Fidschi waren wir in der ersten Nacht in einem netten Hotel Tokatoka neben dem Flughafen, da es keine Fähre mehr auf die Mamanuca Inseln gab, wo sich unser eigentliches Hotel befand. Wir wurden begrüßt, indem der Portier die Tür unseres Vans aufriss, mit einer wahnsinnigen Lautstärke "Bula" brüllte und uns zwei verängstigte Touris gleich danach herzlich anstrahlte. Ich hätte vorher besser nicht gelesen, dass die früheren Generationen auf Fidschi Menschenfresser waren ... die Begrüßung war jedenfalls ein wenig beängstigend! Am nächsten Tag setzten wir mit einem kleinen Motorboot des Ratukini Resorts auf die Insel Malolo über. Die Ablegestelle befand sich hinter einem einsamen unfertigen Rohbau. Es schien sehr merkwürdig und wir hatten schon die Hand am Türgriff, da wir befürchteten, nicht wirklich zu einem Boot gefahren zu werden. Aber alles war gut! Als wir in unserem Resort Tropica Island ankamen, waren wir begeistert. Es war traumhaft: Wir waren in einem kleinen ruhigen Resort gelandet mit einem Infinitypool mit Blick auf das Meer, Palmen, weißem Strand, glasklarem Wasser und sehr nettem Personal, das uns ebenfalls herzlich und laut mit Gesang, Musik und "Bula" (was "hallo" oder "willkommen" bedeutet) begrüßte und uns auch in den darauffolgenden Tagen täglich persönlich mit unseren Vornamen begrüßte! Nachdem wir unser Hotelzimmer bezogen hatten, legten wir uns faul an den Pool und genossen die Sonne, die hier wahnsinnig brannte. Pool und Meer waren zwar nicht wirklich eine Abkühlung, da beide sehr warm (sogar für mein Empfinden) waren, aber es war trotzdem toll, darin zu baden! Die nächsten Tage verbrachten wir tatsächlich nur am Pool und im Meer und lasen uns die Augen eckig. Zwischendurch genehmigten wir uns mal einen Cocktail, um uns danach sogleich wieder dem Entspannen zu widmen. Es war einfach herrlich!! Abends genossen wir die Happy Hour und ein gemütliches Abendessen in einem offenen Pavillion direkt am Meer mit einem phänomenalen Blick auf den Sonnenuntergang. Besser ging nicht!! Am 26.01. - dem Australia Day und Nationalfeiertag in Australien und Fidschi - durften wir an einer Kava Zeremonie teilnehmen. Kava nennt man einen Aufguss aus Wasser und einer zermahlenen Wurzel der Kavapflanze, der nach Erde schmeckt und die Zunge etwas betäubt. Neben einigen Hotelangestellten und einigen Hotelgästen nahm auch der Hotelmanager an der Zeremonie teil. Die Zeremonie wird traditionell nur zu Feierlichkeiten und besonderen Anlässen durchgeführt. Der Leiter der Zeremonie bereitet den Aufguss in einer großen Schale zu, indem er das Kavapulver in einem Tuch im Wasser auswringt und das Getränk in einer Kokosnussschale an die Teilnehmer reicht. Jeder kann entscheiden, ob er eine halbe oder eine ganze Schüssel trinken möchte. Bevor die Schüssel entgegen genommen wird, muss der Empfänger als Zeichen des Respekts  einmal mit hohlen Händen klatschen und "Bula" sagen. Dann muss man die Schüssel in einem Zug leer trinken und sie an den Leiter zurückgeben, wobei man nun drei Mal in die Hände klatschen muss und "Bula Bula" sagt. Frauen klatschen übrigens mit flachen Händen. Kava ist bekannt für seine entspannende, angstlösende und beruhigende Wirkung und daher bei den Fijianern sehr beliebt. Michael trank insgesamt zwei Schalen, ich nur eine halbe. Es schmeckte jedoch halb so schlimm, wie wir befürchtet hatten, nur etwas erdig. Mein Mund war tatsächlich etwas betäubt, mehr passierte jedoch nicht. Nur Michael machte später einen sehr entspannten Eindruck ;-)! Nach zwei Runden war die Zeremonie beendet. Danach wurde in gemütlicher Atmosphäre gesungen und getanzt. Zwei Ausflüge unternahmen wir dann doch noch. Auf dem ersten Ausflug wurden wir zu einer kleinen Insel namens Honeymoon Island gefahren (genau richtig für uns ;-)), wo wir an einer geführten Schnorcheltour rund um die Insel teilnahmen. Es war schön, aber wir hatten schon viel schönere Schnorchelplätze auf unserer Reise gesehen. Der zweite Ausflug führte uns zu Mondriki Island, der Insel, auf der der Film "Verschollen" mit Tom Hanks gedreht worden war.  Dieser Ausflug war wunderschön! Die Insel war ein Traum mit weißem Strand und glasklarem Wasser. Wir unternahmen auch hier eine geführte Schnorcheltour, die jedoch weitaus besser als die Tour um Honeymoon Island war, da es hier viel mehr Fische und viel buntere Korallen gab. Später wurden wir auf der Insel auch noch zu verschiedenen Kulissen des Films geführt. Mittags wurden wir mit je einer Flasche kühlem Sekt pro Paar und Sandwiches, Salaten und Kuchen verwöhnt. Wir genossen unseren Lunch sehr und stießen auf unseren 1monatigen Hochzeitstag an, der genau auf diesen Tag fiel (27.1.2015)! Es war wundervoll und wir waren sehr glücklich! Leider vergingen die fünf Tage auf Malolo Island viel zu schnell, aber wir hatten definitiv eine traumhafte Zeit dort und haben jede Sekunde genossen! Nun waren wir wieder fit für die nächste Herausforderung: auf nach Sydney!!

Neuseeland – Rundreise Südinsel

von Dani 5.1.15: Wie wir bereits berichtet hatten, mussten wir uns am Ankunftstag erst mal mit der neuen Situation unserer Backpackerreise abfinden. 6.1.15: Am Dienstag Morgen erwartete uns der nächste kleine Kulturschock. Wir gingen in die große Gemeinschaftsküche, wo es Frühstück geben sollte. Was wir fanden, war eine große Plastikbox, die auf dem Boden stand und in der die Jungs und Mädels aus unserer Gruppe emsig ihr Frühstück zusammensuchten. Es war ein riesiges Gewusel, da ca. 20 Leute gleichzeitig ihr Frühstück zubereiteten. Wir waren völlig überfordert und suchten uns etwas hilflos unser Frühstück, Toast und Müsli, aus der Frühstücksbox zusammen, das wir schnell herunterschlangen, da wir auch gleich schon wieder los mussten. Oh Mann, das erwartete uns nun also die nächsten zwei Wochen. Wir starteten um 6.30 Uhr mit unserem Minibus Richtung Fähre. Die Überfahrt mit der Fähre dauerte ca. 3 Stunden, bis wir in Picton auf der Südinsel ankamen. Auf der Fähre buchten wir bereits die ersten Aktivitäten, die wir auf der Reise machen wollten, da Rebecca, unsere Reiseführerin, meinte, dass die Ausflüge ziemlich ausgebucht seien und wir uns daher so früh wie möglich entscheiden mussten. Wir reservierten für uns beide u. a. einen Platz für den Fallschirmsprung am nächsten Tag. Oh mein Gott! Ich sollte also am nächsten Tag, an meinem Geburtstag, aus einem Flugzeug springen ... ich, die bis vor kurzem panische Flugangst hatte (und Fliegen immer noch nicht mag)?! Aber gut, ich hatte schließlich die Idee gehabt, das zu machen und Michael dafür begeistert ...also Augen zu und durch! In Picton aßen wir schnell ein paar Sandwiches als Mittagessen, bevor wir mit unserem Minibus weiter zum Abel Tasman National Park fuhren. Rebecca war übrigens nicht nur unsere Reiseführerin, sondern auch unsere Fahrerin. Als wir nach einigen Stunden in Marahau ankamen, schnappten wir uns unseren bereits gepackten kleinen Tagesrucksack, in den wir die nötigsten Sachen für eine Übernachtung gepackt hatten, und stiegen in unser Wassertaxi (ein mittelgroßes Motorboot) - an Land - ein. Das Boot befand sich nämlich noch nicht im Wasser, sondern auf einem Anhänger, der von einem Traktor zum Strand und in die Brandung gezogen wurde. So hatte ich das auch noch nicht erlebt! Wir wurden in eine kleine wunderschöne Bucht im Nationalpark gefahren, wo wir in unsere erste Unterkunft übersetzten - ein Hausboot! Ich bin Seglerin, mag Boote sehr gerne und bin wirklich nicht empfindlich, aber dieses war schon etwas schmuddelig. Wir waren gemeinsam mit fünf anderen Mädels aus unserer Gruppe in einer winzigen, dunklen, miefigen Koje untergebracht, in die man über eine Hühnerleiter hinabsteigen musste. Wir hatten ein Doppelbett direkt unter der Kojendecke, in das man sich jedoch nur seitwärts hineinrollen konnte, da man sich ansonsten den Kopf stieß. Ok, Backpackertour eben ...ebenfalls Augen zu und durch! Wir luden alles ab und kurz darauf sprangen Michael und die anderen vom obersten Deck des Hausboots vergnügt ins eiskalte Meer. Ich musste mich erst mal mit der Situation zurecht finden und blieb an Deck. Irgendwie war ich heute nicht gut drauf. Abends wurde an Deck gegrillt, was sehr lustig und lecker war. Die Nacht allerdings war für mich die Hölle, ich machte in der winzigen Koje und wegen Aufregung vor dem Fallschirmsprung kaum ein Auge zu. 7.1.15: Am nächsten Morgen, meinem Geburtstag, war ich dann völlig gerädert und nicht gerade bestens gelaunt. Na toll, für meinen Geburtstag hatte ich mir einen anderen Start in den Tag gewünscht. Michael hellte meine Stimmung ein wenig auf, indem er mir eine Kerze überreichte, die wie ein kleiner Kuchen aussah und die erste Zeile von Happy Birthday sang und mir kurz gratulierte, bevor wir schnell zum Frühstück mussten. Naja, auch das hatte ich mir anders vorgestellt. Nach dem Frühstück wurden wir an den Strand gefahren, von wo aus wir vier Stunden lang durch den wunderschönen Nationalpark Abel Tasman zurück nach Marahau wanderten und zwischendurch an einem Strand ein Sandwich aßen und ins Meer hüpften. Mein Bein schmerzte noch etwas beim Wandern, aber wir mussten um 14 Uhr bei unserer nächsten Unterkunft auf Old McDonald's Farm ankommen, da wir dort gemeinsam mit sieben anderen Jungs und Mädels aus unserer Gruppe für den Fallschirmsprung abgeholt wurden. Auf der Fahrt zum Flughafen sprach niemand ein Wort, jeder hing seinen Gedanken nach und versuchte, seine Aufregung in den Griff zu bekommen. Wir waren beide wahnsinnig nervös und hatten schon ein wenig Angst. Ich hatte die größte Angst vor dem freien Fall, da ich eigentlich das Gefühl des Fallens, dieses komische Gefühl, das man im Magen spürt, hasse. Ich springe noch nicht einmal vom 3-Meter-Brett im Schwimmbad. Als unser Fahrer dann aber sagte, dass der Sprung sich überhaupt nicht wie ein freier Fall, sondern eher wie ein Fliegen mit sehr schneller Geschwindigkeit anfühle, war ich auf einmal beruhigt und freute mich nur noch darauf. Juhhuu, ich würde dieses blöde Fallengefühl gar nicht haben, sondern nur sehr schnell fliegen! Das hörte sich doch toll an! Als wir in der Fallschirmschule ankamen, erwarteten wir eigentlich eine ausführliche Erläuterung, wie wir uns korrekt verhalten müssten, was die Sicherheitsvorkehrungen waren und wie wir richtig landen sollten. Aber Irrtum! Es ging alles sehr schnell. Wir wurden kurz freundlich begrüßt, mussten uns schnell für die Fallhöhe (9000, 13000 oder 16500 feet) und die Art des Foto- und Videopakets entscheiden und wurden ein paar Minuten später schon in den Sprungoverall gesteckt und mit Gurten am Körper versehen. Nadine, Michael und ich waren die erste Gruppe, die springen sollte. Den Namen meines Tandempartners (Scruffy - wie sich später herausstellte) verstand ich vor lauter Hektik gar nicht. Es folgte noch ein ganz kurzes Interview mit meinem Kameramann (jedes Tandempaar hatte einen eigenen Kameramann) und schon wurden wir Drei Richtung Flugzeug geschoben. Oh mein Gott, das ging alles aber wirklich sehr schnell! Ich hatte gar keine Zeit, mich noch mal mit dem Gedanken auseinanderzusetzen, dass ich tatsächlich gleich aus einem Flugzeug springen würde. Das Flugzeug war sehr klein und wir saßen alle aneinander gequetscht, mit dem Rücken zur Startrichtung, jeweils auf dem Schoß unseres Tandempartners. Nachdem wir gestartet waren, war ich auf einmal sehr ruhig und freute mich wahnsinnig auf den Sprung, obwohl ich es immer noch nicht wirklich glauben konnte. Dann ging alles recht schnell. Als wir auf unserer Absprunghöhe waren, wurde die Tür geöffnet und Nadine sprang mit ihrem Partner als Erste. Binnen Sekunden war sie nicht mehr zu sehen. Dann war ich dran. Ich robbte mit meinem Partner zum Ausstieg, wo mir der Wind entgegenschlug. Oh mein Gott, es ging los, es ging wirklich los!! Ich konnte nicht hinab schauen, da ich den Kopf zurücklehnen musste. Dann hieß es: Hände an den Gurt, Beine nach hinten abgewinkelt, ein kurzes Lächeln und ein "juhuu" in die Kamera ...und dann stieß sich mein Partner mit uns beiden am Flugzeug ab und wir fielen in die Tiefe... oh mein Gott, da war ja doch dieses Gefühl des Fallens und mir ging es durch Mark und Bein, aber es war auch total aufregend und toll! Für ein paar Sekunden fielen wir kopfüber und überschlugen uns (was wohl normal ist), bis mein Partner einen Minischirm zum Stabilisieren öffnete ....und wir dann tatsächlich in mehreren tausend Metern Höhe über dem Boden schwebten bzw. flogen - tatsächlich mit einer irren Geschwindigkeit (ca. 200 km/h, wie man uns vorher sagte)!! ES WAR DER HAMMER!!!! Ich fühlte mich einfach nur frei und war völlig berauscht von dem Anblick des Himmels und der faszinierenden Landschaft unter mir. Mein Kameramann flog vor meinem Gesicht und machte Fotos und ein Video von mir, während ich in der Luft flog und vor Begeisterung schrie und nicht mehr mit Jubeln aufhören konnte. Statt in die Kamera zu schauen, schaute ich völlig fasziniert auf die wunderschöne Landschaft, die unter mir lag und der wir uns mit rasender Geschwindigkeit näherten. Ich genoss den Wind, der an meinem Gesicht vorbeirauschte, die Sonne, den blauen Himmel, dem ich ziemlich nah war, das Meer, den Strand und die Berge in der Ferne! Wir hatten einen so atemberaubenden Blick auf alles, das ich es kaum glauben konnte! ICH FLOG VÖLLIG FREI (na gut, an einen Tandempartner gegurtet) ÜBER DER ERDE, IRRE, PHÄNOMENAL, ATEMBERAUBEND!!! Leider war dieser freie Fall nach 45 Sekunden vorbei und mein Partner zog an einer Leine, die uns in Sekundenschnelle gefühlte 20 Meter in die Höhe katapultierte. Vom Gefühl her war es ähnlich aufregend wie das Fallengefühl, nur eben nach oben und nicht nach unten. Am Fallschirm schwebten wir nun etwas langsamer nach unten, wobei mein Partner lauter enge Kurven drehte, in denen man sehr schnell einige Meter nach unten trudelt, wobei einem richtig schlecht werden kann (das fühlt sich wiederum an, als ob man seekrank wird). Aber es machte so viel Spaß, dass ich ihm zurief, dass er weiter machen sollte. Ein paar Minuten später war auch dieser wunderschöne Schwebeflug leider zu Ende und ich hob meine Beine zur Landung an. Leider zu lange, so dass wir auf den Knien landeten und mein Partner auf mir drauf. Mein Kameramann war schon da und hielt mir die Kamera ins Gesicht, in die ich glückselig und völlig begeistert hinein strahlte. Dann landete Michael und ich hüpfte ihm in die Arme. Wir waren beide restlos begeistert! Das war bisher das Beste und Aufregendste, was wir in unserem Leben erlebt haben! Michael erlebte den Sprung so: Für mich ging es fast schon zu schnell. Kaum hatten wir uns umgezogen und die Taschen verstaut, wurden wir von einem Menschen mit Kamera zum nächsten weitergereicht. Ich sollte noch einen Kommentar in die Kamera abgeben, aber gedanklich war ich bereits schon über den Wolken und fragte mich, wie der Fall sich wohl anfühlen würde. Ich war etwas nervös, aber es hielt sich noch in Grenzen. Die Freude und Spannung überwogen. Einen Augenblick später saßen wir schon dicht gedrängt im Flugzeug. Hätte nicht gedacht, dass neun Personen in einem so kleinen Flieger Platz finden :-). Bis wir auf der Sprunghöhe von 4000 Metern waren dauerte es etwas. Ich drehte mich ein paar Mal zu Dani um, um zu sehen wie es ihr geht. Erstaunlicherweise saß sie mit einem breiten Grinsen hinter mir. Die Aussicht und das Wetter waren super. Ich konnte es kaum abwarten, endlich zu springen. Während des Flugs erklärte mir der Springer, an den ich gekettet wurde, ein paar Details zur Umgebung. Dann war es endlich soweit. Nadine sprang als Erste, dann war Dani an der Reihe. Ich hoffte, dass ihr Springer mir sie wieder heil nach unten bringt. Kaum waren sie abgesprungen, waren sie auch schon nicht mehr zu sehen. Wahnsinn, mit welcher Geschwindigkeit man hier runter fiel. Dann war ich an der Reihe. Leider hatte ich vergessen, vorm Absprung noch cool in die Kamera zu schauen und schon gings los. Erst haben wir uns leicht gedreht und mir kam es so vor, als würden wir uns überschlagen. Das Fallen war nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich fand es Spaß pur. Als dann der Hilfsfallschirm aufging (was man gar nicht merkt), fielen wir stabil mit dem Bauch nach unten. Von da an fühlte es sich nur noch schnell an, ein bisschen wie fliegen. Der Kameramann kam zu uns und packte mich an einer Hand, drehte uns und ließ dann los. Wie ein Kreisel flogen wir dann durch die Luft. Die Aussicht war einfach großartig. Dann machte der Kameramann eine Grimasse mit der Hand an der Nase. Als ich diese erwidern wollte, ging der Fallschirm auf und zog uns mehrere Meter nach oben. Das war für mich das krasseste Gefühl beim ganzen Sprung! Es stieg mir unheimlich in den Kopf und mir wurde leicht schwindelig. Als die Verzögerung überstanden war, glitten wir nur noch friedlich durch die Luft und ich konnte die Landschaft genießen. Herrlich! Unten sah ich, wie Dani ihre Kreise drehte und langsam zur Landung ansetzte. Bei mir dauerte es zum Glück noch etwas. Die Landung war butterweich. Kaum war ich wieder auf dem Boden, kam Dani auf mich zugerannt und fiel mir um den Hals. Was für eine Begrüßung! Schön, dass es diese Szene auch auf mein Video geschafft hat :-). Nach uns sprangen auch die anderen und waren ebenso begeistert. Wir schauten uns noch alle gemeinsam unsere Videos an, bevor wir zu unserer Farm zurückkehrten. Abends waren wir dann mit der gesamten Gruppe Burger essen. Zum Schluss bekam ich tatsächlich als Überraschung einen Schokobrowniekuchen mit einer Kerze und alle sangen Happy Birthday. Ich freute mich sehr darüber. Aber das beste war sowieso der Sprung gewesen, der durch nichts zu toppen war! 8.1.15: Am nächsten Morgen fuhren wir zu den Pancake Rocks nach Punakaiki. Diese beeindruckenden Felsformationen heißen so, weil sie aussehen wie riesige Berge übereinander geschichteter Pfannkuchen. Wir waren in einem Bushcamp namens Te Nikau Retreat in einem Bungalow mit einigen anderen aus der Gruppe untergebracht, in dem wir jedoch ein eigenes Zimmer hatten. Abends kochten wir gemeinsam mit der ganzen Gruppe in einem der anderen Bungalows, spielten Spiele wie Yenga, schauten gemeinsam den wunderschönen Sonnenuntergang am Strand und leerten einige Flaschen Wein. Nachts bekam ich dann leider mal wieder fürchterliches Halsweh und konnte kaum schlafen. 9.1.15: Am nächsten Morgen war ich mal wieder krank, super, war ich ja schon mindestens eine Woche nicht mehr! Verdammter Mist! Leider musste ich daher die geplante Kayaktour ausfallen lassen. Michael fuhr daher mit Saku und Krista alleine und erzählte später, dass es wunderschön gewesen war. Ich vertrieb mir den Vormittag mit Tee und Reisetagebuchschreiben in einem Café und spazierte nochmal zu den Pancake Rocks. Nachmittags fuhren wir zum Franz Josef Gletscher und in den gleichnamigen Ort, wo wir im Glow Worm Motel untergebracht waren und haben für eine Zusatzgebühr ein eigenes Zimmer mit Bad erhielten. Das Motel besaß einen kleinen Whirlpool und Waschmaschinen, so dass wir endlich mal wieder waschen konnten. Nach einem kurzen Abendessen nahm ich die Advil Tabletten, die wir noch von Nasser von der Patagonienrundreise hatten, und ging früh ins Bett. Allerdings ließ mich meine Erkältung auch diese Nacht kaum schlafen. 10.1.15: Am nächsten Morgen konnten wir ein wenig länger schlafen, was sehr gut tat, bevor wir in einem Café frühstückten und danach zum Check-In für die Tour "Ice Explorer" gingen, auf der wir den Gletscher erkunden würden. Wir zogen uns um, wurden kurz in den Gebrauch der Steigeisen (crampons) eingewiesen und flogen im Helikopter auf den Gletscher. Der Pilot war sehr lustig und überraschte uns mit einer kleinen Flugeinlage, indem er den Helikopter nach einem Berg abrupt in den Abgrund steuerte, was sich wie auf einer Achterbahn anfühlte und wir alle kurz aufschrien. Da ich gerade am Filmen war, habe ich mein entsetztes Gesicht nun auch auf Video ;-)! Auf dem Gletscher wanderten wir mit einem sehr entspannten einheimischen Guide, der uns, die wir mit Mütze, Handschuhen, langen Hosen, dicken Jacken und Schals ausgerüstet waren, in kurzen Hosen begrüßte, ca. 3 Stunden lang über den Gletscher. Unsere Tour führte uns durch enge Gletscherspalten und Eislöcher und machte viel Spaß. Allerdings hätte für uns Adrenalinhungrige noch ein wenig mehr Adventure dabei sein können. Nach der Tour wärmten wir uns in den Hot Water Pools, drei großen, unter freiem Himmel angelegten Pools mit 36, 38 und 40 Grad warmem Wasser, ein wenig auf, bevor es später mit der Gruppe zum gemeinsamen Abendessen ins Rainforest Hostel ging. 11.1.15: Am nächsten Morgen starteten wir recht früh Richtung Queenstown, bzw. hatten dies vor. Da der Minibus jedoch bereits seit ein paar Tagen technische Probleme bereitete, verzögerte sich unser Start etwas. Dennoch kamen wir recht pünktlich nachmittags in Queenstown an. Wir waren hier im Nomads Backpacker Hostel untergebracht, dieses Mal in einem Viererzimmer mit Saku und Krista, was richtig lustig war. In Queenstown regnete es leider, aber wir waren zuversichtlich, dass es sich bessern würde. Abends aßen wir mit der ganzen Gruppe bei einem Thailänder, bevor wir recht müde ins Bett fielen. 12.1.15: Am nächsten Tag standen wir etwas später auf und wurden von herrlichem Sonnenschein begrüßt. Na bitte, geht doch :-)! Wir spazierten durch Queenstown, das uns richtig gut gefiel. Es gab mehrere Fußgängerzonen mit hübschen Geschäften und sehr gemütlichen, einladenden Bars und Cafés. Da Queenstown direkt an dem Lake Wakatipu liegt, gibt es dort auch eine tolle Seepromenade, wieder mit schönen Restaurants und Cafés, einer Liegewiese und einem Kiesstrand, von dem aus man auf die umliegenden Berge schauen kann. In einem Anflug von Abenteuerlust und nachdem wir Nadine und Laura getroffen hatten, die gerade von ihrem Canyon Swing zurück kamen, buchten wir kurzentschlossen den Nevis Canyon Swing, bei dem man an einem Gurt befestigt erst 70 m in die Tiefe fällt und dann 300 m weit in ca. 40 m Höhe über einen Canyon schwingt. Klang aufregend, also her damit! Oh mein Gott, direkt nach der Buchung überkam uns dann doch der Schock. Daraufhin mussten wir uns erstmal mit einem der berühmten Fergburger in Queenstown, die wirklich sehr lecker waren, stärken. Abends gingen wir mit Krista und Saku in eine Bar, in der Cocktails in Teekannen serviert wurden, was zwar lustig aussah, aber nicht wirklich schmeckte. Dennoch hatten wir einen sehr lustigen Abend und wurden von den beiden beim Billard gnadenlos abgestraft. 13.1.15: Die Nacht war für mich wieder mal recht kurz, da ich vor Aufregung mal wieder kaum geschlafen hatte. Vor diesem blöden Canyon Swing war ich hundertmal aufgeregter, als vor dem Fallschirmsprung. Wahrscheinlich war es der freie Fall, auf den ich gar keine Lust hatte. Auf das Schwingen freute ich mich sehr, aber das Fallen vorher hätte ich gerne ausgelassen. Michael war zwar auch nervös und hatte Angst, aber er war entschieden, zu springen. Ich war mir da nicht so sicher und sagte die ganze Zeit, dass ich mir die Entscheidung bis zum Schluss vorbehielt. Wir checkten wenig später ein und fuhren mit dem Bus zum Canyon. Die Fahrt war wunderschön und das letzte steile Stück am Berg sicher gefährlicher, als der Swing. Oben angekommen wurde unser Gewicht auf die Hand gemalt und dann sollten wir zur Absprungbrücke gehen. Als wir vor der Brücke standen, die einfach nur in 160 m Höhe über dem Canyon ins Nichts ragte, staunten wir nicht schlecht. Oh mein Gott! Auf einmal hörten wir einen Schrei und sahen, wie ein Paar an einem Seil in den Abgrund fiel. Ach du Sch...! Dennoch liefen wir hinüber zur Absprungplattform, um uns alles anzusehen, wobei es Michael sehr viel Überzeugungsarbeit kostete, mich ihm anzuschließen. Als wir drüben ankamen, kam das Paar gerade wieder oben an und war total begeistert und euphorisch. Naja, anscheinend war es doch schön! Dann sprang ein Mann alleine und mit dem Kopf nach unten. Das war die schlimmste Art, zu springen. Ich konnte mich aber immer noch nicht durchringen, zu springen. Himmel, was war denn los mit mir? Auch das war doch usprünglich meine Idee gewesen und es hatte mich viel Überzeugungsarbeit gekostet, Michael dazu zu überreden, und jetzt wollte er springen und ICH nicht mehr! Wir ließen noch zwei andere Paare und zwei Männer vor, bis wir die Letzten waren, die noch nicht gesprungen waren. Ok, jetzt oder nie! Wir wählten die Honeymoon-Position, in der wir uns beide in unseren Gurt setzten, ich auf Michaels Schoß saß, wir uns beide anschauten und ich meine Beine um seinen Rücken schlang. Ich fragte nochmal nach, ob ich mich noch entscheiden könne, ob ich springen wolle oder nicht. Ja klar, versicherte mir der Typ am Absprungschalter. Ich schaute Michael nochmal fragend an, der mich anlächelte und sagte, dass wir jetzt springen würden. Na gut. Wir nickten dem Angestellten zu und wurden kurz darauf über den Abgrund gezogen. Wir winkten noch einmal in drei verschiedene Kameras, hielten uns an dem Gurt des anderen fest und entschieden uns für den Countdown, statt für die Überraschung. Wir konnten die Anspannung in dem Gesicht des anderen ablesen! Wir hörten nur noch "eins" und fielen laut schreiend in den Abgrund. Oh Gott, war das schrecklich ... und schön!! Ich schloss automatisch die Augen und schrie wie am Spieß, bis Michael endlich sagte, dass ich aufhören könne, weil wir schon schwingen würden. Michael hatte aber mindestens genauso lang und laut geschrien wie ich. Ich öffnete die Augen und hurra, wir schwangen in ca. 40 m Höhe über dem Canyon. Es war traumhaft und Entspannung pur!! Herrlich, wie auf einer riesigen Schaukel!! Ich hätte stundenlang so schwingen und die Natur genießen können! Nach einigen Malen Hin- und Herschwingen wurden wir jedoch wieder hochgezogen. Schade, schon vorbei! Oben angekommen war ich so euphorisch, dass ich am liebsten nochmal gesprungen wäre. Das Fallen war zwar schrecklich gewesen, aber auch der aufregendste Teil des Swings. Aber Michael hatte genug. Also fuhren wir, mit einem Video und Fotos bestückt, wieder zurück nach Queenstown. Nachmittags erholten wir uns von diesem aufregenden Erlebnis am Strand in der Sonne. Nach einem gemeinsamen Abendessen mit der Gruppe packten wir unsere Tagesrucksäcke für den nächsten Tag und die Übernachtung in Doubtful Sound. Nachts wurde ich von einem kleinen Erdbeben wach. Das ganze Gebäude und die Betten wackelten, aber außer mir wurde keiner wach. Es war beängstigend, aber nach ein paar Minuten war es auch schon wieder vorbei. Adventure, adventure! 14.1.15: Am nächsten Tag fühlte ich mich schon wieder krank! Wir fuhren nach Doubtful Sound, einer Fjordlandschaft in einem Nationalpark, wo wir auf einer Insel übernachteten. Unterwegs sahen wir noch den berühmten Lake Matheson und setzten dann später mit der Fähre auf die Insel über. Wir übernachteten dort in einem Hostel in einem Zweierzimmer mit Etagenbetten. Kurz nach unserer Ankunft machten die anderen eine Wanderung zu den Helena Wasserfällen, die ich ausfallen ließ, weil ich wieder starke Halsschmerzen hatte. 15.1.15: Wir standen um 6.15 Uhr auf und zogen uns für die Kajaktour um, die ich jedoch leider auch ausfallen lassen musste. Michael erzählte später von Delfinen, die sie gesehen hatten, aber auch von den vielen Sandfliegen, die fast noch unangenehmer als Moskitos waren. Nachmittags fuhren wir wieder zum Ausgangspunkt zurück und mit dem Bus Richtung Wedderburn, einem winzigen Ort in the middle of nowhere. Mittlerweile hatten wir keine Lust mehr auf Busfahren, sandflies und bekamen ein wenig Lagerkoller. Wir freuten uns auf das Ende der Tour und darauf, bald wieder alleine zu sein. Als wir in Wedderburn ankamen, sah die Welt wieder ganz anders aus. Wir waren in einem kleinen Ort mit ca. 20 Einwohnern gelandet, in dem es außer ein paar Häusern, vielen Schafen, einem Golfplatz (eine Schafweide, die mit Fahnen versehen war), auch noch ein Pub und unser Hostel, das aus kleinen Cottages bestand, gab. Die Gegend war wunderschön, endlose Felder- und Graslandschaften mit Blick auf die Berge, und mal wieder traumhaftes Wetter. Wir waren im Cottage untergebracht, wo wir ein eigenes Zimmer hatten. Das Cottage war ein süßes kleines Landhaus, das liebevoll eingerichtet war. Hier fühlten wir uns zum ersten Mal wieder richtig wohl. Vor allem die Ruhe war herrlich. Man hörte nichts außer ein paar blöckenden Schafen. Landidylle pur! 16.1.15: Am nächsten Morgen wurden wir 35 km entfernt an einer Fahrradstrecke abgesetzt, wo wir Fahrräder erhielten und eine Fahrradtour auf dem Otago Rail Trail zurück zu unserer Unterkunft unternahmen. Wir bekamen alle ordentliche Mountainbikes und schon ging es in brütender Hitze und recht starkem Seitenwind los. Wir hatten fünf Stunden Zeit, bis wir an unserem Cottage sein mussten. Daher fuhren wir ganz gemütlich auf dieser wundervollen Strecke, die auf einem Schotterweg entlang von Felsen, Feldern, Grassteppen und Bergen verlief. Nach zwei Dritteln der Strecke machten wir eine Pause, bevor wir das letzte Drittel bergauf in Angriff nahmen. Glücklicherweise führten die letzten Kilometer bergab, was herrlich war! Trotz meiner Erkältung hatte es gut getan, mich nach den langen Busfahrten mal wieder zu bewegen. Auch Michael war froh darüber. Das hat uns beiden gefehlt. Den Nachmittag verbrachten wir damit, in der Sonne zu sitzen, zu lesen und Bilder zu sichern. Wir genossen die Ruhe und die schöne Umgebung und relaxten einfach ein bisschen, was auch mal wieder schön war. Abends aßen wir alle gemeinsam im Pub und spielten hinterher noch mit Krista, Saku, Chris, Marc und Ranj eine Runde auf dem mit Schafmist übersäten Golfplatz, der eher eine Weide mit ein paar Fahnen darin war. Machte aber nichts, da dies auch ungefähr unseren Golfkünsten entsprach! Aber immerhin traf jeder von uns die Bälle und wir hatten viel Spaß, so dass wir bis fast 22 Uhr spielten, bis dann endlich auch hier die Sonne unterging. 17.1.15: Am nächsten Tag fuhren wir um 7.30 Uhr los, da wir eine lange Busfahrt nach Christchurch vor uns hatten. Unterwegs hielten wir ein paar Mal an, um Kaffee zu trinken oder etwas im Supermarkt für unseren Lunch zu kaufen, den wir gegen Nachmittag in einem kleinen Park hatten, wo wir allerdings meine Brille samt Etui und Kontaktlinsenbehälter vergaßen, wie wir aber erst später merkten. Gegen 15 Uhr kamen wir dann endlich in Christchurch an. Als wir an unserem Hostel ankamen, traf mich der Schlag. Wir waren in einem ehemaligen Gefängnis untergebracht, dessen Zellen zu Hostelzimmern umfunktioniert worden waren. Die Atmosphäre war grauenhaft und es stank fürchterlich. Als ich unsere Zelle sah, bekam ich Beklemmungen. Als ich dann aber aus dem Gemeinschaftsbad zurückkam, stand für mich fest, dass ich hier heute Nacht nicht bleiben würde. Es war einfach alles ekelhaft! Ich stand mit meiner Meinung nicht ganz alleine da, weil einige andere auch geschockt waren. Anderen aus der Gruppe jedoch gefiel es ganz gut. Die Geschmäcker sind eben sehr unterschiedlich. Meine Stimmung war aber erstmal im Keller! Für dieses Problem musste eine Lösung her! Nachdem wir in der Stadt abgesetzt wurden, beschlossen wir nach kurzer Diskussion, ein anderes Hotel zu finden. Gesagt, getan. Binnen zehn Minuten haben wir mit Hilfe des Touristenbüros ein schönes Hotel gefunden, das wir sofort buchten. Hervorragend! Wir fuhren mit einem Taxi sofort zum Gefängnis zurück, packten unsere Sachen, hinterließen eine Nachricht für Rebecca - und waren weg! Das neue Hotel Chateau on the park war genau das Gegenteil. Es besaß einen tollen Garten, einen Pool, ein Restaurant und eine Bar und lag direkt neben dem Stadtpark. Als wir sagten, dass wir in den Flitterwochen seien, bekamen wir sogar ein Upgrade für eine Suite mit Balkon und Blick über den Garten. Was für ein Glück! Sehr entspannt und happy machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Wir hatten von Rebecca gehört, dass viele Häuser von dem schweren Erdbeben noch zerstört waren und viele Menschen die Stadt verlassen hatten. Als wir aber selbst vor Ort waren, waren wir sehr geschockt. Fast jedes zweite Haus war beschädigt und verlassen, da es nicht erdbebensicher war, was die Prüfplaketten an den verlassenen Häusern dokumentierten. Nach dem Beben wurden alle Gebäude der Stadt überprüft und jedes Haus und Büro gesperrt, das dieser Überprüfung nicht standhielt. In der Zwischenzeit wurden wohl schon viele Häuser abgerissen und neu errichtet, aber es fanden sich immer noch überall Baustellen und unzählige baufällige und einsturzgefährdete Gebäude, in denen teilweise noch Akten wild zerstreut auf dem Boden lagen, so als sei alles erst vor ein paar Tagen passiert. Die Innenstadt war wie ausgestorben und gleichte einer Geisterstadt. Es war auch kaum ein Café oder Restaurant zu finden, sämtliche Geschäfte waren verbarrikadiert und abgesperrt. Wir fanden lediglich eine kleine Straße, in der man notdürftig, aber dennoch ganz schick, Geschäfte und Imbissstände in bunten Containern untergebracht hatte. Dort fanden wir auch etwas zu essen. Diesen deprimierenden Anblick mussten wir erst einmal verdauen und konnten nun sehr gut verstehen, dass viele Einwohner diese Stadt verlassen hatten. Auf der anderen Seite bewunderten wir die Menschen, die geblieben waren und sich dem Aufbau der Stadt widmeten. Auf jeden Fall wird uns Christchurch in Erinnerung bleiben. 18.1.15: Am nächsten Morgen fuhren wir Richtung Kaikoura, unserer letzten Station auf der Südinsel. Auf dem Weg dorthin hielten wir an den berühmten Moeraki Boulders am Koekohe Beach. Diese Boulders sind große runde schwarze Steine, die am Strand liegen und vor 60 Millionen Jahren entstanden sind. Sie waren sehr beeindruckend. Die weitere Fahrt nach Kaikoura führte entlang einer wunderschönen Küstenstraße, von der aus wir sogar Delfine in Strandnähe sehen konnten. Kaikoura ist bekannt für seine Unterwassertierwelt, da man hier nicht nur Delfine, sondern auch Pottwale, Orcas und andere Meeresbewohner sehen kann. Zudem ist Kaikoura ein süßer kleiner Ort mit einem kilometerlangen schwarzen Kieselstrand. Wir waren in einem hübschen Hostel in einem eigenen Zimmer untergebracht. Gleich nach unserer Ankunft fuhren wir in die Stadt und erkundeten Kaikoura. Wir aßen gemeinsam mit Krista und Saku frischen leckeren Fisch zum Lunch, u. a. Elefantenfisch, und spazierten durch die kleine Stadt. Nachmittags fuhren wir dann zum Whalewatching. Wir waren ganz aufgeregt und freuten uns auf die Wale, die man angeblich immer sehen konnte. Und tatsächlich sahen wir später auf dem Ausflug den Rücken und die Schwanzflosse eines Pottwales und ein paar Delfine - mehr aber leider auch nicht. Als wir dann wieder zurück an Land fuhren, war ich ganz froh darüber, da ich zum ersten Mal in meinem Leben auf diesem blöden Motorboot in meterhohen Wellen seekrank geworden bin. Nun kann ich verstehen, dass das wirklich KEIN Spaß ist und ich werde mich nie wieder über jemanden lustig machen, der seekrank ist! Versprochen! 19.1.15: Am nächsten Morgen fuhren wir Richtung Fähre nach Picton. Unsere Rundreise über die Südinsel war zu Ende und wir traten die Heimreise nach Wellington an, wo die Tour am nächsten Morgen offiziell beendet war. Im Bus erzählten uns Krista und Saku, die morgens noch am Delfinschwimmen teilgenommen hatten, dass sie nicht nur hunderte Delfine, sondern auch drei Orcas gesehen und neben ihnen geschwommen waren. Wow, das war wirklich beeindruckend! Auf dem Weg nach Picton sahen wir dann zum Abschied von Kaikoura auch noch Orcas in der Nähe des Strandes. Goodbye! Kaikoura ist definitiv einen zweiten Besuch wert! Als wir in Wellington ankamen, zogen wir gleich in unser neues Hotel um, da wir versehentlich schon eine Nacht früher in dem Ibis Hotel gebucht hatten. Aber insgeheim waren wir froh, dass wir nicht nochmal im Backpacker übernachten mussten. Abends trafen wir uns zum letzten gemeinsamen Essen mit der ganzen Gruppe und verbrachten einen letzten lustigen Abend mit allen. Dennoch waren wir sehr froh, von nun an wieder unsere eigene Reise machen und nur zu Zweit unterwegs sein zu können. Das war doch um einiges entspannter! Alles in allem war es aber eine tolle Rundreise mit wahnsinnig aufregenden und schönen Erlebnissen gewesen, auf der wir viele nette Leute und ein wunderschönes Neuseeland kennengelernt haben. 20.1.15: Am nächsten Tag startete wieder offiziell unsere eigene Tour. Wir verbrachten noch einen traumhaften Tag in Wellington, besuchten den Botanischen Garten, erkundeten die Innenstadt und spazierten in der Hafengegend Richtung Strand. Wellington ist wirklich sehenswert und eine gemütliche Stadt, in der es sich sicherlich gut leben lässt. Nun freuten wir uns aber sehr auf unser nächstes Reiseziel: Fidschi!!!