Sydney – Wir sind in Australien!

von Dani und Michael Als wir Fidschi verlassen mussten, waren wir einerseits sehr traurig, freuten uns andererseits aber natürlich auch auf Sydney! Wir checkten früh morgens auf dem überschaubaren Flughafen in Nadi ein und warteten auf unseren Aufruf. Beim Checkin hatte uns die Angestellte gefragt, ob wir nebeneinander sitzen wollten. Ich sagte, dass wir in unserem Honeymoon seien und wir auf jeden Fall nebeneinander sitzen wollten. Sie ging zu einem anderen Schalter, kam wieder und wünschte uns einen guten Flug. Als wir dann an unserem Gate standen und unsere Bordkarte zeigten, gab es plötzlich Probleme mit unserem Ticket. Doch auf einmal stand unsere Checkin Dame wieder vor uns, nahm uns die Bordkarten aus der Hand, druckte neue Bordkarten aus und überreichte sie Michael mit einem freundlichen Lächeln. Na bitte, hatte doch geklappt! Wir spazierten zum Flieger, als Michael auf die Bordkarten schaute und sagte, dass wir Business fliegen würden. WIE BITTE??? Ich fragte, ob das ein Scherz sei und starrte ungläubig auf die Bordkarten. Dort stand "Business"!!! Oh mein Gott, wir hatten von der netten Dame ein Upgrade in die Business Class bekommen, Wahnsinn!!!!! Wir schauten uns an und hüpften vor Freude und konnten es nicht fassen! Ich war noch nie vorher Business Class geflogen und freute mich wahnsinnig. Und dann noch auf einem 4,5 Stunden Flug, so dass wir es richtig genießen konnten!! "Honeymoon" scheint wirklich immer zu funktionieren!! Als wir in den Flieger stiegen, wurden wir nicht nach rechts, sondern nach links geleitet. Wir trauten unseren Augen kaum. Jeder hatte einen breiten Sessel, den man zu einem Liegesitz ausfahren und dann sogar darauf schlafen konnte. Natürlich fehlten auch nicht eine kuschelige Decke und ein Kopfkissen. Vor jedem Sitz war ein Fernseher angebracht und wir bekamen richtig gute Kopfhörer. Sofort nach dem Einsteigen wurde uns schon der erste Cocktail angeboten, der natürlich in einem Glas serviert wurde. Es war zwar erst 9 Uhr morgens, aber ein kleiner Rumcocktail war bestimmt gut für den Kreislauf :-)! Später wurde uns dann der Tisch mit einem kleinen Tischtuch und einer Stoffserviette, richtigem Besteck und Geschirr gedeckt und wir erhielten eine Menükarte für das Frühstück, auf dem drei verschiedene Essen zur Auswahl standen - dachten wir! In Wahrheit bekamen wir alles kredenzt, was auf der Karte stand, von frischem Obst mit Müsli, über Omelett mit Würstchen und Rösti, bis hin zu Kuchen. An Getränken gab es von Kaffee, Tee, Softgetränken bis hin zum Sekt alles und so viel, wie das Herz begehrte. Natürlich gönnten wir uns ein ausgedehntes Sektfrühstück ;-), schließlich befanden wir uns gerade im Fliegerparadies und wollten das richtig genießen!! ES WAR HERRLICH!!! Leider (ich hätte nie gedacht, dass ICH das mal sagen würde) war der Flug viel zu schnell vorüber und wir mussten nach 4,5 Stunden unsere herrliche Business class verlassen - natürlich über einen separaten Ausgang! Wir fühlten uns wie Könige! Der Start nach Sydney war mehr als gelungen!! In Sydney erwarteten uns leider Regen und nur noch Temperaturen um 23 Grad, als wir ankamen. Wir entdeckten einen privaten Shuttleservice, der uns vor dem Hotel ablud und uns auch in ein paar Tagen wieder abholen würde. Unser Appartementhotel war toll! Das Meriton Serviced Appartement Hotel lag in der Campbell Street/Ecke George Street und damit direkt neben Chinatown und im Stadtzentrum. Zu allen wichtigen Punkten wie Darling Harbour, Townhall, Hyde Park und Hauptbahnhof waren es nur ein paar Minuten Fußweg. Wir bekamen ein Appartement im 23. Stock und waren begeistert, als wir die Tür öffneten. Es war ein schönes 1-Zimmer-Appartement mit moderner Küche, Esstisch, großem Bett, Fernseher, Sesseln, modernem Bad und Waschmaschine und Trockner, worüber wir uns am meisten freuten, da wir dringend waschen mussten (das hätte ich vorher auch nicht gedacht, dass wir uns mal derart über eine Waschmaschine freuen würden ;-))! Unseren Ankunftstag verbrachten wir daher erst einmal mit waschen, einkaufen, essen gehen, Broschüren über Aktivitäten in Sydney sammeln und ein Internet Café suchen, da wir Jan dringend unsere Hochzeitsfotos für die Einladungskarten mailen mussten, die wir in Originalgröße nur auf DVD hatten. Am Abend schauten wir uns bei Bier und Chips noch unsere DVDs vom Fallschirmspringen und Nevis Swing und fielen anschließend müde ins Bett. Am nächsten Tag schien die Sonne, ein guter Start! Nach dem Frühstück entschieden wir uns, eine kostenlose Stadtführung zu machen, auf der man 3,5 Stunden durch Sydney an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei spazierte und zum Schluss ein Trinkgeld geben konnte, wenn man die Tour gut fand. Auf dem Weg dorthin kauften wir auch noch eine sog. Opal card, mit der wir zu viel günstigeren Tarifen alle öffentlichen Verkehrsmitteln nutzen konnten, zu einem max. Tagespreis von 15 AUD. Diesen Tipp hatten wir von Aga bekommen, die auf unserer NZ Rundreise dabei war und die in Sydney wohnte. Auf der Stadttour erhielten wir einen ersten Eindruck vom Stadtzentrum Sydneys. Sydney war eine tolle Stadt, obwohl wir uns wieder erst an das Stadtleben mit vielen Autos und Menschen kurz gewöhnen mussten. Sydney ist ein Schmelztiegel unterschiedlicher Nationen, wie es scheint, wobei vor allem viele Asiaten in der Stadt leben. Das Stadtzentrum ist groß, aber noch überschaubar. Es gibt viele Wolkenkratzer, aber zwischendrin auch viele kleine alte Gebäude, die einen gewissen Charme haben und das Stadtbild mit gestalten. Der Hyde Park ist eine grüne Oase in der Stadt, in der man auf dem Gras die Sonne genießen und dahinter die Wolkenkratzer betrachten kann. Abends sieht man hier jede Menge Flughunde um die Bäume fliegen. Es gibt auch in Sydney einen Skytower mit einem Restaurant, das sich 360 Grad um die Stadt dreht, wo wir ein paar Tage später einen Cocktail tranken und die Aussicht genossen. Der weitere Stadtkern ist geprägt von einer schönen Einkaufsmeile in der Pitt Street, einem Bankenviertel, einem Hafenvergnügungsviertel in Darling Harbour, wo sich ein Restaurant neben dem anderen befindet, dem Fährterminal, wo man z. B. die Fähre nach Manly nehmen kann und an das sich auf der rechten Seite die berühmte Oper anschließt, sowie dem Viertel "The Rocks" direkt unterhalb der Harbour Bridge, das in den Anfängen der Stadt das Hauptgefängnis war und viele Schwerverbrecher beherbergte. Heutzutage ist alles restauriert, aber so ursprünglich wie möglich belassen, so dass man sich noch ungefähr vorstellen kann, was hier wohl alles passiert sein mag. Die Tour endete dort und wir gaben der netten Studentin natürlich ein Trinkgeld. Danach machten wir unzählige Fotos von der Auster (Oper) und spazierten über die Harbour Bridge, von wo wir einen traumhaften Blick auf die Skyline von Sydney hatten. Den Bridge Climb, auf dem man auf die Brücke klettert, machten wir nicht, da er uns mit 200 AUD pro Person zu teuer war. Gegen Abend aßen wir noch gemütlich in einem Pub in The Rocks und nahmen dann einen Bus Richtung Hotel, wo wir müde ins Bett fielen. Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Zug zu den Blue Mountains, einem Gebirge und Nationalpark ca. 150 km von Sydney entfernt, der von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Wir stiegen in Katoomba aus und kauften ein Ticket für einen Hop-on-hop-off Trolleybus, der an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten anhielt und wir aussteigen konnten. Zuerst besuchten wir Scenic World, eine Station mit Seilbahnen, die über das Jamison Tal vorbei an den Katoomba Wasserfällen führen und von dem Rundwanderweg durch den Regenwald zurück zur Station führen und einen wunderbaren Blick auf die Berge mit den berühmten "3 Schwestern" (3 Bergspitzen, die hintereinander stehen) ermöglichen, sowie dem steilsten Zug der Welt, der uns mit einem Gefälle von 52 Grad, das man durch Verstellen des Sitzes noch zu 64 Grad steigern kann ("Cliffhänger"-Position, die wir natürlich wählten :-)), zum Rundwanderweg durch den Regenwald brachte. Der Rundwanderweg war sehr schön und wir wanderten vorbei an Wasserfällen, Eukalyptusbäumen und seltenen Vögeln wie dem Paradiesvogel, der alle möglichen Vögel imitiert und dabei die lustigsten Geräusche von sich gibt. Anmerkung von Michael: Dani war bei der Wanderung doch etwas paranoid. Ich musste die ganze Wanderung ihren Kopf beobachten und die Bäume im Auge behalten, damit ich sie warnen konnte, falls sich dann doch eine Schlange oder Spinne entscheiden sollte, sich vom Baum auf ihren Kopf fallen zu lassen ;-). Unsere zweite Station war Katoomba selbst, eine kleine nette Stadt, die ein paar nette Cafés besitzt und - wir staunten nicht schlecht - ein Aldi Süd! Wir hielten uns aber nicht lange dort auf, sondern fuhren weiter zum Honeymoon Lookout, wo wir ausstiegen und über einen wunderschönen Wanderweg durch den Wald und vorbei an herrlichen Bergpanoramen zu den 3 Schwestern wanderten, wo wir die herrliche Aussicht und Ruhe genossen! Es war traumhaft! Zum Schluss machten wir noch einen Abstecher ins Culture Center, wo ich gerne noch eine Aborigines Aufführung besucht hätte, wir aber leider zu spät waren. Als Trostpflaster kaufen wir dann ein Didgeridoo, das Michael erstaunlicherweise sofort richtig gut spielen konnte, und ein Original Aborigines Gemälde, was alles gleich von dort nach Deutschland verschickt wurde. Danach fuhren wir mit dem Zug wieder zurück nach Sydney. Abends aßen wir gemütlich vor dem Fernseher und fielen mal wieder hundemüde ins Bett. Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Zug zum Featherdale Wildlife Park, einer Art Zoo, wo man Koalas und Känguruhs streicheln konnte. Ich liebe Koalas und finde sie so süß, dass ich mich darauf besonders freute. Der Zoo war toll, wir sahen so viele verschiedene Tiere, die wir bei uns teilweise noch nie gesehen hatten, wie z. B. Wombats, die auch unglaublich süß sind, der Tasmanische Teufel, der auch sehr goldig ist und wie ein Irrer nur im Kreis läuft und niemals stehen bleibt, einen Ameisenigel, der aussieht wie eine Kreuzung zwischen Ameisenbär und Igel und den Michael auch gestreichelt hat, Flughunde, Koalas, Känguruhs und die kleineren Wallabys, Dingos, Krokodile und natürlich alle in Australien lebenden giftigen Schlangen. Für mich waren aber definitiv die Koalas der Höhepunkt. Wir konnten einen Koala streicheln und ein paar Fotos machen, während er seelig schlief. Koalas schlafen ca. 18-20 Stunden pro Tag, was mir sehr sympatisch ist :-)! Das Fell fühlte sich genauso weich an, wie es aussah. Am liebsten hätte ich ihn mit genommen! Als wir zurück in Sydney waren, bin ich noch kurz alleine zu Paddy's Market (auch ein Tipp von Aga) gelaufen, was bei uns um die Ecke lag und wo man alle erdenklichen Souvenirs zu günstigeren Preisen erstehen konnte. Es war ein Souvenirparadies, in dem ich natürlich fündig wurde! Abends schauten wir uns das Hafenviertel Darling Harbour an, eine große Vergnügungsmeile am Hafen, an der ein Restaurant neben dem anderen liegt. Wir aßen die beste Pizza, die wir auf unserer Reise gegessen hatten, dort und sahen durch Zufall noch ein wunderschönes, sehr langes Feuerwerk, was wohl jeden Samstag Abend vor der Skyline Sydneys abgefeuert wird. Nach dem Essen genossen wir noch den Anblick der hell erleuchteten Skyline, bevor wir gemütlich zu einer Salsabar namens The Cuban Place spazierten, die wir zuvor im Internet ausfindig gemacht hatten, und wo wir zu Livemusik Salsa tanzten und viel Spaß hatten. Am nächsten Tag (Sonntag) schleppte ich Michael noch einmal zu Paddy's Market, da ich noch einmal schauen wollte, ob wir nicht doch noch ein paar Souvenirs gebrauchen konnten - und wir wurden natürlich wieder fündig ;-)! Danach fuhren wir mit dem Bus zum berühmten Bondi Beach, dem wohl berühmtesten Strand Australiens, wo sich die gesamte Surferszene tummelt. Leider spielte das Wetter nicht so mit und wir hatten sowohl Sonnenschein, als auch Wolken, Wind und Regen, aber wir machten wie immer das Beste daraus und genossen den Strand und schauten den Surfern zu, die teilweise sehr elegant über die Wellen surften. Es sah so einfach aus, ist aber anscheinend sehr anstrengend. Wir spazierten noch ein wenig durch Bondi Beach, das ganz nett ist, bevor wir wieder zurück ins Stadtzentrum fuhren und uns in der Skybar im Skytower einen Cocktail gönnten und in dem sich drehenden Restaurant im 52. Stock den atemberaubenden Blick auf das erleuchtete Sydney genossen. Was für ein herrlicher Abschluss dieses Tages! Montags liefen wir bei herrlichem Sonnenschein noch mal durch die Stadt und schauten uns die Einkaufsstraße etwas genauer an, kauften aber nichts, sondern wanderten weiter Richtung Fährterminal, wo wir die Fähre nach Manly Beach nahmen, dem zweitberühmtesten Strand und Vorort Sydneys. Manly ist klein und beschaulich und besticht durch den kilometerlangen Sandstrand. Die Strömungen sind aber nicht zu unterschätzen und so sah ich zufällig, wie ein kleiner Junge nur ein paar Meter vom Strand entfernt von einem Rettungsschwimmer gerade noch vor dem Ertrinken gerettet wurde. Warum die Eltern, die nur ein paar Meter entfernt lagen, den Kleinen so lange aus den Augen ließen bei so vielen Warnschildern, die auf die gefährliche Strömung hinweisen, ist mir ein Rätsel. Leider hatten wir in Manly später wieder Pech mit dem Wetter, weshalb wir nach zwei Stunden im Regen unsere Sachen packten und mit der Fähre wieder zurück nach Sydney fuhren. Den Nachmittag verbrachten wir mit Packen und Ausruhen. Abends aßen wir bei einem Thailänder direkt neben dem Hotel, bevor wir uns einen gemütlichen Fernsehabend im Appartement machten und den letzten Abend in Sydney ausklingen ließen. Sydney war ein toller Start für uns in Australien und ist definitiv eine wunderschöne Stadt, in der man sicherlich richtig gut leben und Spaß haben kann, auch wenn hier in Australien alles etwas teuer ist. Auch die giftigen Tiere halten sich jedenfalls in Sydney in Grenzen - glücklicherweise hatten wir nur davon gehört, aber keine gesehen, außer im Zoo ;-)! Am nächsten Morgen hieß es dann: Sydney im Regen verlassen und auf ins wärmere und sonnige Brisbane!

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