Planung & Vorbereitung

von Dani

1. Ziele festlegen

Wir haben uns schon in der Ideenphase überlegt, dass es toll wäre, wenn jeder die Orte aufschreibt, die er gerne sehen möchte und wir das Ganze dann zu einer Reise zusammenwürfeln. Und so machten wir es auch!

Zunächst legten wir fest, wie lange wir unterwegs sein wollten. Für jeden von uns und mit unserer Arbeit vereinbar waren zwischen 3 und 4 Monaten.

Michael wollte unbedingt Patagonien sehen, ich wollte in die Südsee. Also standen die ersten zwei Ziele fest! Die weiteren Ziele waren Länder, die uns beide interessierten, nämlich Neuseeland, Australien und Singapur. Dann legten wir in den jeweiligen Ländern noch die Städte fest, die wir sehen wollten, und schon war die Reise grob geplant.

2. Flüge buchen

Ich wusste von meinen Bruder Erik, dass wir ein Around-the-world-Ticket brauchten. Er nannte uns zwei Agenturen, STA Travel (www.statravel.de) und REISS AUS! in Hamburg (http://www.aroundtheworldticket.de), die die Around-the-world-Tickets organisieren. Wir entschieden uns für REISS AUS!, mit denen wir sehr zufrieden sind.

Hierbei buchten wir nicht nur unsere Flugtickets über die Agentur, sondern auch noch zwei Rundreisen von Gadventures (www.gadventures.com), eine in Patagonien und eine auf der Südinsel von Neuseeland, für jeweils zwei Wochen, da wir uns überlegt hatten, dass wir binnen so kurzer Zeit niemals auf eigene Faust die schönsten Ziele entdecken würden und uns die Planung und Durchführung letztlich mehr Geld kosten würde, als wenn wir pauschal buchten. Dennoch sind beide Touren so gewählt, dass wir nicht wie übliche Touris durch die Gegend tuckern, sondern von local guides die (hoffentlich!) schönsten Ecken dieser beiden faszinierenden Länder gezeigt bekommen und viel Natur erleben werden.

Wir nannten der Agentur sodann unsere Ziele, die uns daraufhin ein Angebot erstellten, das wir zufällig am Valentinstag, 14.2.2014, binnen drei Tagen nach dem ersten Angebot buchten. Step 2 war erledigt!

3. Budget & Unterkünfte

Zum Glück hatten wir beide gerade etwas angespart, das wir für die Reise nutzen wollten. Seit unserer Buchung haben wir uns einen weiteren Sparplan auferlegt, da wir unsere Wohnung nicht kündigen und auch die Autos nicht abmelden werden und daher die allgemeinen Kosten natürlich auch in unserer Reisezeit zuhause anfallen. Wir hatten uns anfänglich für die Reise mit Flügen und Unterkünften ein gewisses Budget gesetzt, das wir aber bereits jetzt schon überschritten haben ... mal sehen, wie es weiter geht.

Kurz nach der Buchung der Flugtickets, und natürlich auch nach Buchung einer Reiserücktrittsversicherung, erstellten wir (Juristin und IT-ler) erst mal eine Excel-Liste 😉 - geordnete Planung muss sein! Und dann fingen wir sofort an, über verschiedene Webseiten wie Tripadvisor.de, airbnb.com oder Booking.com Unterkünfte zu finden, wobei wir uns neben günstigen Selbstversorger-Appartements als Zwischenstation manchmal auch ein Hotel gegönnt haben. Auf Gemeinschaftsschlafsäle und sehr billige Backpackers haben wir verzichtet, da wir weder auf fremde Bettnachbarn, noch Bettwanzen Lust haben. Wir haben bereits im Februar mit der Suche begonnen und sind ganz froh darüber, da viele Unterkünfte aufgrund der Hochsaison in dieser Zeit mittlerweile ausgebucht sind.

Da ich - juhhuuu - zwischenzeitlich noch einen Heiratsantrag bekommen habe, haben wir uns entschieden, unterwegs in der Südsee zu heiraten - barfuß am Strand und unter Palmen, ein Traum wird wahr ... unglaublich! Daher habe ich schnell noch einige Angebote von Veranstaltern eingeholt, von denen wir uns nun für ein sehr schönes Angebot von Bishop's Cruises (www.bishopscruises.com) entschieden haben.

Wo wir sein werden, erfahrt Ihr in unseren Berichten on tour...

4. Vorbereitung & Reisefieber

So, nun sind es nur noch etwas weniger als zwei Monate, bis wir im Flieger zum ersten Ziel nach Buenos Aires sitzen. Es ist kaum zu glauben, wie schnell die Zeit seit Februar vergangen ist, als es uns noch so lange vorkam.

Im Büro sind bereits seit ein paar Monaten alle informiert und Michael und ich arbeiten fleißig unsere Vertreter ein und versuchen vorab noch die Arbeiten zu erledigen oder in die Wege zu leiten, die nicht so leicht delegiert werden können. Auch meine Mandanten habe ich bis auf wenige Ausnahmen bereits informiert.

Auch Freunde und Verwandte sind natürlich bereits seit Monaten informiert und fiebern schon mit.

Nun gilt es, Dokumente wie internationaler Führerschein, Reisepässe, Impfpässe, Visa, Geburtsurkunden, Heiratslizenzen, beglaubigte Übersetzungen etc. zu beantragen und zu sammeln. Den Schutzumfang unserer Versicherungen müssen wir noch klären bzw. entsprechende Versicherungen abschließen. Meine Versicherungen (Kranken-, Haftpflicht-, Hausrat-, Unfallversicherungen) gelten glücklicherweise zeitlich unbegrenzt und weltweit. Allerdings muss ich noch die englischen Übersetzungen anfertigen lassen, falls ich den Versicherungsschutz unterwegs nachweisen muss.

Daneben müssen wir uns nun um die richtige Bekleidung und Ausrüstung Gedanken machen, da wir viele, sehr unterschiedliche Klimaverhältnisse und Ereignisse vor uns haben, z. B. mehrere Tageswanderungen im kühleren Patagonien und Süd-Neuseeland, Sachen für Zelten, Südsee, Heiraten, Besuch bei Korrespondenzkollegen etc. Ein rucksackfähiges Brautkleid habe ich vor drei Wochen mit meinen Eltern gekauft und Trauringe sind auch bestellt.

Wir müssen natürlich auch noch unsere Eltern über alle Reiseorte, wichtigen Adressen und Vollmachten informieren und sie bitten, sich um Post, Zeitung, Wohnung, Rechnungen zu kümmern. Nachsendeaufträge für Post und Zeitungen müssen noch gestellt werden.

Wir brauchen natürlich auch noch eine Reiseapotheke und die wichtigsten Impfungen. Ich habe vor zwei Wochen mit den Impfungen angefangen und bin jetzt jede Woche 1x beim Arzt, um mich noch gegen Tollwut, Zecken, Grippe, Diphtherie, Tetanus etc. impfen zu lassen. Auf die Gelbfieberimpfung, die man beim Gesundheitsamt bekommen kann, werden wir wohl verzichten, da wir eigentlich nicht in diesen Gebieten unterwegs sind. Für Malaria bekommen wir ein Standby-Medikament.

Auch um die Technik bzw. Unterhaltung müssen wir uns noch kümmern, also Musik und ebooks, Powerpacks (Akkus für Kamera und Handy in der Natur, wo es natürlich keine Steckdose gibt), SD-Karten, Esatz-Akkus, Reiseadapter und Mehrfachstecker, angenehme Kopfhörer und ein Outdoorhandy (eines extra, das gestohlen werden kann) kaufen.

Ansonsten wird unsere To-Do-Liste täglich länger und es sind immer noch viel zu wenige Dinge abgehakt.

Und zu guter Letzt werden wir uns in den nächsten Wochen mal mit den Reiseführern befassen, damit wir informiert sind und die Vorfreude weiter angeheizt wird ;-)!

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