Sydney – Wir sind in Australien!

von Dani und Michael Als wir Fidschi verlassen mussten, waren wir einerseits sehr traurig, freuten uns andererseits aber natürlich auch auf Sydney! Wir checkten früh morgens auf dem überschaubaren Flughafen in Nadi ein und warteten auf unseren Aufruf. Beim Checkin hatte uns die Angestellte gefragt, ob wir nebeneinander sitzen wollten. Ich sagte, dass wir in unserem Honeymoon seien und wir auf jeden Fall nebeneinander sitzen wollten. Sie ging zu einem anderen Schalter, kam wieder und wünschte uns einen guten Flug. Als wir dann an unserem Gate standen und unsere Bordkarte zeigten, gab es plötzlich Probleme mit unserem Ticket. Doch auf einmal stand unsere Checkin Dame wieder vor uns, nahm uns die Bordkarten aus der Hand, druckte neue Bordkarten aus und überreichte sie Michael mit einem freundlichen Lächeln. Na bitte, hatte doch geklappt! Wir spazierten zum Flieger, als Michael auf die Bordkarten schaute und sagte, dass wir Business fliegen würden. WIE BITTE??? Ich fragte, ob das ein Scherz sei und starrte ungläubig auf die Bordkarten. Dort stand "Business"!!! Oh mein Gott, wir hatten von der netten Dame ein Upgrade in die Business Class bekommen, Wahnsinn!!!!! Wir schauten uns an und hüpften vor Freude und konnten es nicht fassen! Ich war noch nie vorher Business Class geflogen und freute mich wahnsinnig. Und dann noch auf einem 4,5 Stunden Flug, so dass wir es richtig genießen konnten!! "Honeymoon" scheint wirklich immer zu funktionieren!! Als wir in den Flieger stiegen, wurden wir nicht nach rechts, sondern nach links geleitet. Wir trauten unseren Augen kaum. Jeder hatte einen breiten Sessel, den man zu einem Liegesitz ausfahren und dann sogar darauf schlafen konnte. Natürlich fehlten auch nicht eine kuschelige Decke und ein Kopfkissen. Vor jedem Sitz war ein Fernseher angebracht und wir bekamen richtig gute Kopfhörer. Sofort nach dem Einsteigen wurde uns schon der erste Cocktail angeboten, der natürlich in einem Glas serviert wurde. Es war zwar erst 9 Uhr morgens, aber ein kleiner Rumcocktail war bestimmt gut für den Kreislauf :-)! Später wurde uns dann der Tisch mit einem kleinen Tischtuch und einer Stoffserviette, richtigem Besteck und Geschirr gedeckt und wir erhielten eine Menükarte für das Frühstück, auf dem drei verschiedene Essen zur Auswahl standen - dachten wir! In Wahrheit bekamen wir alles kredenzt, was auf der Karte stand, von frischem Obst mit Müsli, über Omelett mit Würstchen und Rösti, bis hin zu Kuchen. An Getränken gab es von Kaffee, Tee, Softgetränken bis hin zum Sekt alles und so viel, wie das Herz begehrte. Natürlich gönnten wir uns ein ausgedehntes Sektfrühstück ;-), schließlich befanden wir uns gerade im Fliegerparadies und wollten das richtig genießen!! ES WAR HERRLICH!!! Leider (ich hätte nie gedacht, dass ICH das mal sagen würde) war der Flug viel zu schnell vorüber und wir mussten nach 4,5 Stunden unsere herrliche Business class verlassen - natürlich über einen separaten Ausgang! Wir fühlten uns wie Könige! Der Start nach Sydney war mehr als gelungen!! In Sydney erwarteten uns leider Regen und nur noch Temperaturen um 23 Grad, als wir ankamen. Wir entdeckten einen privaten Shuttleservice, der uns vor dem Hotel ablud und uns auch in ein paar Tagen wieder abholen würde. Unser Appartementhotel war toll! Das Meriton Serviced Appartement Hotel lag in der Campbell Street/Ecke George Street und damit direkt neben Chinatown und im Stadtzentrum. Zu allen wichtigen Punkten wie Darling Harbour, Townhall, Hyde Park und Hauptbahnhof waren es nur ein paar Minuten Fußweg. Wir bekamen ein Appartement im 23. Stock und waren begeistert, als wir die Tür öffneten. Es war ein schönes 1-Zimmer-Appartement mit moderner Küche, Esstisch, großem Bett, Fernseher, Sesseln, modernem Bad und Waschmaschine und Trockner, worüber wir uns am meisten freuten, da wir dringend waschen mussten (das hätte ich vorher auch nicht gedacht, dass wir uns mal derart über eine Waschmaschine freuen würden ;-))! Unseren Ankunftstag verbrachten wir daher erst einmal mit waschen, einkaufen, essen gehen, Broschüren über Aktivitäten in Sydney sammeln und ein Internet Café suchen, da wir Jan dringend unsere Hochzeitsfotos für die Einladungskarten mailen mussten, die wir in Originalgröße nur auf DVD hatten. Am Abend schauten wir uns bei Bier und Chips noch unsere DVDs vom Fallschirmspringen und Nevis Swing und fielen anschließend müde ins Bett. Am nächsten Tag schien die Sonne, ein guter Start! Nach dem Frühstück entschieden wir uns, eine kostenlose Stadtführung zu machen, auf der man 3,5 Stunden durch Sydney an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei spazierte und zum Schluss ein Trinkgeld geben konnte, wenn man die Tour gut fand. Auf dem Weg dorthin kauften wir auch noch eine sog. Opal card, mit der wir zu viel günstigeren Tarifen alle öffentlichen Verkehrsmitteln nutzen konnten, zu einem max. Tagespreis von 15 AUD. Diesen Tipp hatten wir von Aga bekommen, die auf unserer NZ Rundreise dabei war und die in Sydney wohnte. Auf der Stadttour erhielten wir einen ersten Eindruck vom Stadtzentrum Sydneys. Sydney war eine tolle Stadt, obwohl wir uns wieder erst an das Stadtleben mit vielen Autos und Menschen kurz gewöhnen mussten. Sydney ist ein Schmelztiegel unterschiedlicher Nationen, wie es scheint, wobei vor allem viele Asiaten in der Stadt leben. Das Stadtzentrum ist groß, aber noch überschaubar. Es gibt viele Wolkenkratzer, aber zwischendrin auch viele kleine alte Gebäude, die einen gewissen Charme haben und das Stadtbild mit gestalten. Der Hyde Park ist eine grüne Oase in der Stadt, in der man auf dem Gras die Sonne genießen und dahinter die Wolkenkratzer betrachten kann. Abends sieht man hier jede Menge Flughunde um die Bäume fliegen. Es gibt auch in Sydney einen Skytower mit einem Restaurant, das sich 360 Grad um die Stadt dreht, wo wir ein paar Tage später einen Cocktail tranken und die Aussicht genossen. Der weitere Stadtkern ist geprägt von einer schönen Einkaufsmeile in der Pitt Street, einem Bankenviertel, einem Hafenvergnügungsviertel in Darling Harbour, wo sich ein Restaurant neben dem anderen befindet, dem Fährterminal, wo man z. B. die Fähre nach Manly nehmen kann und an das sich auf der rechten Seite die berühmte Oper anschließt, sowie dem Viertel "The Rocks" direkt unterhalb der Harbour Bridge, das in den Anfängen der Stadt das Hauptgefängnis war und viele Schwerverbrecher beherbergte. Heutzutage ist alles restauriert, aber so ursprünglich wie möglich belassen, so dass man sich noch ungefähr vorstellen kann, was hier wohl alles passiert sein mag. Die Tour endete dort und wir gaben der netten Studentin natürlich ein Trinkgeld. Danach machten wir unzählige Fotos von der Auster (Oper) und spazierten über die Harbour Bridge, von wo wir einen traumhaften Blick auf die Skyline von Sydney hatten. Den Bridge Climb, auf dem man auf die Brücke klettert, machten wir nicht, da er uns mit 200 AUD pro Person zu teuer war. Gegen Abend aßen wir noch gemütlich in einem Pub in The Rocks und nahmen dann einen Bus Richtung Hotel, wo wir müde ins Bett fielen. Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Zug zu den Blue Mountains, einem Gebirge und Nationalpark ca. 150 km von Sydney entfernt, der von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Wir stiegen in Katoomba aus und kauften ein Ticket für einen Hop-on-hop-off Trolleybus, der an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten anhielt und wir aussteigen konnten. Zuerst besuchten wir Scenic World, eine Station mit Seilbahnen, die über das Jamison Tal vorbei an den Katoomba Wasserfällen führen und von dem Rundwanderweg durch den Regenwald zurück zur Station führen und einen wunderbaren Blick auf die Berge mit den berühmten "3 Schwestern" (3 Bergspitzen, die hintereinander stehen) ermöglichen, sowie dem steilsten Zug der Welt, der uns mit einem Gefälle von 52 Grad, das man durch Verstellen des Sitzes noch zu 64 Grad steigern kann ("Cliffhänger"-Position, die wir natürlich wählten :-)), zum Rundwanderweg durch den Regenwald brachte. Der Rundwanderweg war sehr schön und wir wanderten vorbei an Wasserfällen, Eukalyptusbäumen und seltenen Vögeln wie dem Paradiesvogel, der alle möglichen Vögel imitiert und dabei die lustigsten Geräusche von sich gibt. Anmerkung von Michael: Dani war bei der Wanderung doch etwas paranoid. Ich musste die ganze Wanderung ihren Kopf beobachten und die Bäume im Auge behalten, damit ich sie warnen konnte, falls sich dann doch eine Schlange oder Spinne entscheiden sollte, sich vom Baum auf ihren Kopf fallen zu lassen ;-). Unsere zweite Station war Katoomba selbst, eine kleine nette Stadt, die ein paar nette Cafés besitzt und - wir staunten nicht schlecht - ein Aldi Süd! Wir hielten uns aber nicht lange dort auf, sondern fuhren weiter zum Honeymoon Lookout, wo wir ausstiegen und über einen wunderschönen Wanderweg durch den Wald und vorbei an herrlichen Bergpanoramen zu den 3 Schwestern wanderten, wo wir die herrliche Aussicht und Ruhe genossen! Es war traumhaft! Zum Schluss machten wir noch einen Abstecher ins Culture Center, wo ich gerne noch eine Aborigines Aufführung besucht hätte, wir aber leider zu spät waren. Als Trostpflaster kaufen wir dann ein Didgeridoo, das Michael erstaunlicherweise sofort richtig gut spielen konnte, und ein Original Aborigines Gemälde, was alles gleich von dort nach Deutschland verschickt wurde. Danach fuhren wir mit dem Zug wieder zurück nach Sydney. Abends aßen wir gemütlich vor dem Fernseher und fielen mal wieder hundemüde ins Bett. Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Zug zum Featherdale Wildlife Park, einer Art Zoo, wo man Koalas und Känguruhs streicheln konnte. Ich liebe Koalas und finde sie so süß, dass ich mich darauf besonders freute. Der Zoo war toll, wir sahen so viele verschiedene Tiere, die wir bei uns teilweise noch nie gesehen hatten, wie z. B. Wombats, die auch unglaublich süß sind, der Tasmanische Teufel, der auch sehr goldig ist und wie ein Irrer nur im Kreis läuft und niemals stehen bleibt, einen Ameisenigel, der aussieht wie eine Kreuzung zwischen Ameisenbär und Igel und den Michael auch gestreichelt hat, Flughunde, Koalas, Känguruhs und die kleineren Wallabys, Dingos, Krokodile und natürlich alle in Australien lebenden giftigen Schlangen. Für mich waren aber definitiv die Koalas der Höhepunkt. Wir konnten einen Koala streicheln und ein paar Fotos machen, während er seelig schlief. Koalas schlafen ca. 18-20 Stunden pro Tag, was mir sehr sympatisch ist :-)! Das Fell fühlte sich genauso weich an, wie es aussah. Am liebsten hätte ich ihn mit genommen! Als wir zurück in Sydney waren, bin ich noch kurz alleine zu Paddy's Market (auch ein Tipp von Aga) gelaufen, was bei uns um die Ecke lag und wo man alle erdenklichen Souvenirs zu günstigeren Preisen erstehen konnte. Es war ein Souvenirparadies, in dem ich natürlich fündig wurde! Abends schauten wir uns das Hafenviertel Darling Harbour an, eine große Vergnügungsmeile am Hafen, an der ein Restaurant neben dem anderen liegt. Wir aßen die beste Pizza, die wir auf unserer Reise gegessen hatten, dort und sahen durch Zufall noch ein wunderschönes, sehr langes Feuerwerk, was wohl jeden Samstag Abend vor der Skyline Sydneys abgefeuert wird. Nach dem Essen genossen wir noch den Anblick der hell erleuchteten Skyline, bevor wir gemütlich zu einer Salsabar namens The Cuban Place spazierten, die wir zuvor im Internet ausfindig gemacht hatten, und wo wir zu Livemusik Salsa tanzten und viel Spaß hatten. Am nächsten Tag (Sonntag) schleppte ich Michael noch einmal zu Paddy's Market, da ich noch einmal schauen wollte, ob wir nicht doch noch ein paar Souvenirs gebrauchen konnten - und wir wurden natürlich wieder fündig ;-)! Danach fuhren wir mit dem Bus zum berühmten Bondi Beach, dem wohl berühmtesten Strand Australiens, wo sich die gesamte Surferszene tummelt. Leider spielte das Wetter nicht so mit und wir hatten sowohl Sonnenschein, als auch Wolken, Wind und Regen, aber wir machten wie immer das Beste daraus und genossen den Strand und schauten den Surfern zu, die teilweise sehr elegant über die Wellen surften. Es sah so einfach aus, ist aber anscheinend sehr anstrengend. Wir spazierten noch ein wenig durch Bondi Beach, das ganz nett ist, bevor wir wieder zurück ins Stadtzentrum fuhren und uns in der Skybar im Skytower einen Cocktail gönnten und in dem sich drehenden Restaurant im 52. Stock den atemberaubenden Blick auf das erleuchtete Sydney genossen. Was für ein herrlicher Abschluss dieses Tages! Montags liefen wir bei herrlichem Sonnenschein noch mal durch die Stadt und schauten uns die Einkaufsstraße etwas genauer an, kauften aber nichts, sondern wanderten weiter Richtung Fährterminal, wo wir die Fähre nach Manly Beach nahmen, dem zweitberühmtesten Strand und Vorort Sydneys. Manly ist klein und beschaulich und besticht durch den kilometerlangen Sandstrand. Die Strömungen sind aber nicht zu unterschätzen und so sah ich zufällig, wie ein kleiner Junge nur ein paar Meter vom Strand entfernt von einem Rettungsschwimmer gerade noch vor dem Ertrinken gerettet wurde. Warum die Eltern, die nur ein paar Meter entfernt lagen, den Kleinen so lange aus den Augen ließen bei so vielen Warnschildern, die auf die gefährliche Strömung hinweisen, ist mir ein Rätsel. Leider hatten wir in Manly später wieder Pech mit dem Wetter, weshalb wir nach zwei Stunden im Regen unsere Sachen packten und mit der Fähre wieder zurück nach Sydney fuhren. Den Nachmittag verbrachten wir mit Packen und Ausruhen. Abends aßen wir bei einem Thailänder direkt neben dem Hotel, bevor wir uns einen gemütlichen Fernsehabend im Appartement machten und den letzten Abend in Sydney ausklingen ließen. Sydney war ein toller Start für uns in Australien und ist definitiv eine wunderschöne Stadt, in der man sicherlich richtig gut leben und Spaß haben kann, auch wenn hier in Australien alles etwas teuer ist. Auch die giftigen Tiere halten sich jedenfalls in Sydney in Grenzen - glücklicherweise hatten wir nur davon gehört, aber keine gesehen, außer im Zoo ;-)! Am nächsten Morgen hieß es dann: Sydney im Regen verlassen und auf ins wärmere und sonnige Brisbane!

Danke für Euer Feedback!

Wir möchten uns an dieser Stelle einmal ganz herzlich für die tollen Kommentare bedanken, die wir auf unsere Blogbeiträge von Euch erhalten! Wir freuen uns wirklich sehr darüber, weil das für uns eine kleine Bestätigung dafür ist, dass unser Blog wirklich gelesen wird :-)! Weiterhin viel Spaß beim Lesen und vielen Dank!! Dani und Michael

Fidschi – Bula!

von Dani und Michael Fidschi, endlich!! Als wir in Fidschi ankamen, war ich sehr erleichtert. Erstens war es endlich wieder herrlich warm! Zweitens war der Flug grauenhaft gewesen: die erste Stunde nur Turbulenzen, dann eine Stunde Ruhe, dann die letzte Stunde wieder nur Turbulenzen! Ich mag Fliegen definitiv immer noch nicht! In Fidschi waren wir in der ersten Nacht in einem netten Hotel Tokatoka neben dem Flughafen, da es keine Fähre mehr auf die Mamanuca Inseln gab, wo sich unser eigentliches Hotel befand. Wir wurden begrüßt, indem der Portier die Tür unseres Vans aufriss, mit einer wahnsinnigen Lautstärke "Bula" brüllte und uns zwei verängstigte Touris gleich danach herzlich anstrahlte. Ich hätte vorher besser nicht gelesen, dass die früheren Generationen auf Fidschi Menschenfresser waren ... die Begrüßung war jedenfalls ein wenig beängstigend! Am nächsten Tag setzten wir mit einem kleinen Motorboot des Ratukini Resorts auf die Insel Malolo über. Die Ablegestelle befand sich hinter einem einsamen unfertigen Rohbau. Es schien sehr merkwürdig und wir hatten schon die Hand am Türgriff, da wir befürchteten, nicht wirklich zu einem Boot gefahren zu werden. Aber alles war gut! Als wir in unserem Resort Tropica Island ankamen, waren wir begeistert. Es war traumhaft: Wir waren in einem kleinen ruhigen Resort gelandet mit einem Infinitypool mit Blick auf das Meer, Palmen, weißem Strand, glasklarem Wasser und sehr nettem Personal, das uns ebenfalls herzlich und laut mit Gesang, Musik und "Bula" (was "hallo" oder "willkommen" bedeutet) begrüßte und uns auch in den darauffolgenden Tagen täglich persönlich mit unseren Vornamen begrüßte! Nachdem wir unser Hotelzimmer bezogen hatten, legten wir uns faul an den Pool und genossen die Sonne, die hier wahnsinnig brannte. Pool und Meer waren zwar nicht wirklich eine Abkühlung, da beide sehr warm (sogar für mein Empfinden) waren, aber es war trotzdem toll, darin zu baden! Die nächsten Tage verbrachten wir tatsächlich nur am Pool und im Meer und lasen uns die Augen eckig. Zwischendurch genehmigten wir uns mal einen Cocktail, um uns danach sogleich wieder dem Entspannen zu widmen. Es war einfach herrlich!! Abends genossen wir die Happy Hour und ein gemütliches Abendessen in einem offenen Pavillion direkt am Meer mit einem phänomenalen Blick auf den Sonnenuntergang. Besser ging nicht!! Am 26.01. - dem Australia Day und Nationalfeiertag in Australien und Fidschi - durften wir an einer Kava Zeremonie teilnehmen. Kava nennt man einen Aufguss aus Wasser und einer zermahlenen Wurzel der Kavapflanze, der nach Erde schmeckt und die Zunge etwas betäubt. Neben einigen Hotelangestellten und einigen Hotelgästen nahm auch der Hotelmanager an der Zeremonie teil. Die Zeremonie wird traditionell nur zu Feierlichkeiten und besonderen Anlässen durchgeführt. Der Leiter der Zeremonie bereitet den Aufguss in einer großen Schale zu, indem er das Kavapulver in einem Tuch im Wasser auswringt und das Getränk in einer Kokosnussschale an die Teilnehmer reicht. Jeder kann entscheiden, ob er eine halbe oder eine ganze Schüssel trinken möchte. Bevor die Schüssel entgegen genommen wird, muss der Empfänger als Zeichen des Respekts  einmal mit hohlen Händen klatschen und "Bula" sagen. Dann muss man die Schüssel in einem Zug leer trinken und sie an den Leiter zurückgeben, wobei man nun drei Mal in die Hände klatschen muss und "Bula Bula" sagt. Frauen klatschen übrigens mit flachen Händen. Kava ist bekannt für seine entspannende, angstlösende und beruhigende Wirkung und daher bei den Fijianern sehr beliebt. Michael trank insgesamt zwei Schalen, ich nur eine halbe. Es schmeckte jedoch halb so schlimm, wie wir befürchtet hatten, nur etwas erdig. Mein Mund war tatsächlich etwas betäubt, mehr passierte jedoch nicht. Nur Michael machte später einen sehr entspannten Eindruck ;-)! Nach zwei Runden war die Zeremonie beendet. Danach wurde in gemütlicher Atmosphäre gesungen und getanzt. Zwei Ausflüge unternahmen wir dann doch noch. Auf dem ersten Ausflug wurden wir zu einer kleinen Insel namens Honeymoon Island gefahren (genau richtig für uns ;-)), wo wir an einer geführten Schnorcheltour rund um die Insel teilnahmen. Es war schön, aber wir hatten schon viel schönere Schnorchelplätze auf unserer Reise gesehen. Der zweite Ausflug führte uns zu Mondriki Island, der Insel, auf der der Film "Verschollen" mit Tom Hanks gedreht worden war.  Dieser Ausflug war wunderschön! Die Insel war ein Traum mit weißem Strand und glasklarem Wasser. Wir unternahmen auch hier eine geführte Schnorcheltour, die jedoch weitaus besser als die Tour um Honeymoon Island war, da es hier viel mehr Fische und viel buntere Korallen gab. Später wurden wir auf der Insel auch noch zu verschiedenen Kulissen des Films geführt. Mittags wurden wir mit je einer Flasche kühlem Sekt pro Paar und Sandwiches, Salaten und Kuchen verwöhnt. Wir genossen unseren Lunch sehr und stießen auf unseren 1monatigen Hochzeitstag an, der genau auf diesen Tag fiel (27.1.2015)! Es war wundervoll und wir waren sehr glücklich! Leider vergingen die fünf Tage auf Malolo Island viel zu schnell, aber wir hatten definitiv eine traumhafte Zeit dort und haben jede Sekunde genossen! Nun waren wir wieder fit für die nächste Herausforderung: auf nach Sydney!!

Neuseeland – Rundreise Südinsel

von Dani 5.1.15: Wie wir bereits berichtet hatten, mussten wir uns am Ankunftstag erst mal mit der neuen Situation unserer Backpackerreise abfinden. 6.1.15: Am Dienstag Morgen erwartete uns der nächste kleine Kulturschock. Wir gingen in die große Gemeinschaftsküche, wo es Frühstück geben sollte. Was wir fanden, war eine große Plastikbox, die auf dem Boden stand und in der die Jungs und Mädels aus unserer Gruppe emsig ihr Frühstück zusammensuchten. Es war ein riesiges Gewusel, da ca. 20 Leute gleichzeitig ihr Frühstück zubereiteten. Wir waren völlig überfordert und suchten uns etwas hilflos unser Frühstück, Toast und Müsli, aus der Frühstücksbox zusammen, das wir schnell herunterschlangen, da wir auch gleich schon wieder los mussten. Oh Mann, das erwartete uns nun also die nächsten zwei Wochen. Wir starteten um 6.30 Uhr mit unserem Minibus Richtung Fähre. Die Überfahrt mit der Fähre dauerte ca. 3 Stunden, bis wir in Picton auf der Südinsel ankamen. Auf der Fähre buchten wir bereits die ersten Aktivitäten, die wir auf der Reise machen wollten, da Rebecca, unsere Reiseführerin, meinte, dass die Ausflüge ziemlich ausgebucht seien und wir uns daher so früh wie möglich entscheiden mussten. Wir reservierten für uns beide u. a. einen Platz für den Fallschirmsprung am nächsten Tag. Oh mein Gott! Ich sollte also am nächsten Tag, an meinem Geburtstag, aus einem Flugzeug springen ... ich, die bis vor kurzem panische Flugangst hatte (und Fliegen immer noch nicht mag)?! Aber gut, ich hatte schließlich die Idee gehabt, das zu machen und Michael dafür begeistert ...also Augen zu und durch! In Picton aßen wir schnell ein paar Sandwiches als Mittagessen, bevor wir mit unserem Minibus weiter zum Abel Tasman National Park fuhren. Rebecca war übrigens nicht nur unsere Reiseführerin, sondern auch unsere Fahrerin. Als wir nach einigen Stunden in Marahau ankamen, schnappten wir uns unseren bereits gepackten kleinen Tagesrucksack, in den wir die nötigsten Sachen für eine Übernachtung gepackt hatten, und stiegen in unser Wassertaxi (ein mittelgroßes Motorboot) - an Land - ein. Das Boot befand sich nämlich noch nicht im Wasser, sondern auf einem Anhänger, der von einem Traktor zum Strand und in die Brandung gezogen wurde. So hatte ich das auch noch nicht erlebt! Wir wurden in eine kleine wunderschöne Bucht im Nationalpark gefahren, wo wir in unsere erste Unterkunft übersetzten - ein Hausboot! Ich bin Seglerin, mag Boote sehr gerne und bin wirklich nicht empfindlich, aber dieses war schon etwas schmuddelig. Wir waren gemeinsam mit fünf anderen Mädels aus unserer Gruppe in einer winzigen, dunklen, miefigen Koje untergebracht, in die man über eine Hühnerleiter hinabsteigen musste. Wir hatten ein Doppelbett direkt unter der Kojendecke, in das man sich jedoch nur seitwärts hineinrollen konnte, da man sich ansonsten den Kopf stieß. Ok, Backpackertour eben ...ebenfalls Augen zu und durch! Wir luden alles ab und kurz darauf sprangen Michael und die anderen vom obersten Deck des Hausboots vergnügt ins eiskalte Meer. Ich musste mich erst mal mit der Situation zurecht finden und blieb an Deck. Irgendwie war ich heute nicht gut drauf. Abends wurde an Deck gegrillt, was sehr lustig und lecker war. Die Nacht allerdings war für mich die Hölle, ich machte in der winzigen Koje und wegen Aufregung vor dem Fallschirmsprung kaum ein Auge zu. 7.1.15: Am nächsten Morgen, meinem Geburtstag, war ich dann völlig gerädert und nicht gerade bestens gelaunt. Na toll, für meinen Geburtstag hatte ich mir einen anderen Start in den Tag gewünscht. Michael hellte meine Stimmung ein wenig auf, indem er mir eine Kerze überreichte, die wie ein kleiner Kuchen aussah und die erste Zeile von Happy Birthday sang und mir kurz gratulierte, bevor wir schnell zum Frühstück mussten. Naja, auch das hatte ich mir anders vorgestellt. Nach dem Frühstück wurden wir an den Strand gefahren, von wo aus wir vier Stunden lang durch den wunderschönen Nationalpark Abel Tasman zurück nach Marahau wanderten und zwischendurch an einem Strand ein Sandwich aßen und ins Meer hüpften. Mein Bein schmerzte noch etwas beim Wandern, aber wir mussten um 14 Uhr bei unserer nächsten Unterkunft auf Old McDonald's Farm ankommen, da wir dort gemeinsam mit sieben anderen Jungs und Mädels aus unserer Gruppe für den Fallschirmsprung abgeholt wurden. Auf der Fahrt zum Flughafen sprach niemand ein Wort, jeder hing seinen Gedanken nach und versuchte, seine Aufregung in den Griff zu bekommen. Wir waren beide wahnsinnig nervös und hatten schon ein wenig Angst. Ich hatte die größte Angst vor dem freien Fall, da ich eigentlich das Gefühl des Fallens, dieses komische Gefühl, das man im Magen spürt, hasse. Ich springe noch nicht einmal vom 3-Meter-Brett im Schwimmbad. Als unser Fahrer dann aber sagte, dass der Sprung sich überhaupt nicht wie ein freier Fall, sondern eher wie ein Fliegen mit sehr schneller Geschwindigkeit anfühle, war ich auf einmal beruhigt und freute mich nur noch darauf. Juhhuu, ich würde dieses blöde Fallengefühl gar nicht haben, sondern nur sehr schnell fliegen! Das hörte sich doch toll an! Als wir in der Fallschirmschule ankamen, erwarteten wir eigentlich eine ausführliche Erläuterung, wie wir uns korrekt verhalten müssten, was die Sicherheitsvorkehrungen waren und wie wir richtig landen sollten. Aber Irrtum! Es ging alles sehr schnell. Wir wurden kurz freundlich begrüßt, mussten uns schnell für die Fallhöhe (9000, 13000 oder 16500 feet) und die Art des Foto- und Videopakets entscheiden und wurden ein paar Minuten später schon in den Sprungoverall gesteckt und mit Gurten am Körper versehen. Nadine, Michael und ich waren die erste Gruppe, die springen sollte. Den Namen meines Tandempartners (Scruffy - wie sich später herausstellte) verstand ich vor lauter Hektik gar nicht. Es folgte noch ein ganz kurzes Interview mit meinem Kameramann (jedes Tandempaar hatte einen eigenen Kameramann) und schon wurden wir Drei Richtung Flugzeug geschoben. Oh mein Gott, das ging alles aber wirklich sehr schnell! Ich hatte gar keine Zeit, mich noch mal mit dem Gedanken auseinanderzusetzen, dass ich tatsächlich gleich aus einem Flugzeug springen würde. Das Flugzeug war sehr klein und wir saßen alle aneinander gequetscht, mit dem Rücken zur Startrichtung, jeweils auf dem Schoß unseres Tandempartners. Nachdem wir gestartet waren, war ich auf einmal sehr ruhig und freute mich wahnsinnig auf den Sprung, obwohl ich es immer noch nicht wirklich glauben konnte. Dann ging alles recht schnell. Als wir auf unserer Absprunghöhe waren, wurde die Tür geöffnet und Nadine sprang mit ihrem Partner als Erste. Binnen Sekunden war sie nicht mehr zu sehen. Dann war ich dran. Ich robbte mit meinem Partner zum Ausstieg, wo mir der Wind entgegenschlug. Oh mein Gott, es ging los, es ging wirklich los!! Ich konnte nicht hinab schauen, da ich den Kopf zurücklehnen musste. Dann hieß es: Hände an den Gurt, Beine nach hinten abgewinkelt, ein kurzes Lächeln und ein "juhuu" in die Kamera ...und dann stieß sich mein Partner mit uns beiden am Flugzeug ab und wir fielen in die Tiefe... oh mein Gott, da war ja doch dieses Gefühl des Fallens und mir ging es durch Mark und Bein, aber es war auch total aufregend und toll! Für ein paar Sekunden fielen wir kopfüber und überschlugen uns (was wohl normal ist), bis mein Partner einen Minischirm zum Stabilisieren öffnete ....und wir dann tatsächlich in mehreren tausend Metern Höhe über dem Boden schwebten bzw. flogen - tatsächlich mit einer irren Geschwindigkeit (ca. 200 km/h, wie man uns vorher sagte)!! ES WAR DER HAMMER!!!! Ich fühlte mich einfach nur frei und war völlig berauscht von dem Anblick des Himmels und der faszinierenden Landschaft unter mir. Mein Kameramann flog vor meinem Gesicht und machte Fotos und ein Video von mir, während ich in der Luft flog und vor Begeisterung schrie und nicht mehr mit Jubeln aufhören konnte. Statt in die Kamera zu schauen, schaute ich völlig fasziniert auf die wunderschöne Landschaft, die unter mir lag und der wir uns mit rasender Geschwindigkeit näherten. Ich genoss den Wind, der an meinem Gesicht vorbeirauschte, die Sonne, den blauen Himmel, dem ich ziemlich nah war, das Meer, den Strand und die Berge in der Ferne! Wir hatten einen so atemberaubenden Blick auf alles, das ich es kaum glauben konnte! ICH FLOG VÖLLIG FREI (na gut, an einen Tandempartner gegurtet) ÜBER DER ERDE, IRRE, PHÄNOMENAL, ATEMBERAUBEND!!! Leider war dieser freie Fall nach 45 Sekunden vorbei und mein Partner zog an einer Leine, die uns in Sekundenschnelle gefühlte 20 Meter in die Höhe katapultierte. Vom Gefühl her war es ähnlich aufregend wie das Fallengefühl, nur eben nach oben und nicht nach unten. Am Fallschirm schwebten wir nun etwas langsamer nach unten, wobei mein Partner lauter enge Kurven drehte, in denen man sehr schnell einige Meter nach unten trudelt, wobei einem richtig schlecht werden kann (das fühlt sich wiederum an, als ob man seekrank wird). Aber es machte so viel Spaß, dass ich ihm zurief, dass er weiter machen sollte. Ein paar Minuten später war auch dieser wunderschöne Schwebeflug leider zu Ende und ich hob meine Beine zur Landung an. Leider zu lange, so dass wir auf den Knien landeten und mein Partner auf mir drauf. Mein Kameramann war schon da und hielt mir die Kamera ins Gesicht, in die ich glückselig und völlig begeistert hinein strahlte. Dann landete Michael und ich hüpfte ihm in die Arme. Wir waren beide restlos begeistert! Das war bisher das Beste und Aufregendste, was wir in unserem Leben erlebt haben! Michael erlebte den Sprung so: Für mich ging es fast schon zu schnell. Kaum hatten wir uns umgezogen und die Taschen verstaut, wurden wir von einem Menschen mit Kamera zum nächsten weitergereicht. Ich sollte noch einen Kommentar in die Kamera abgeben, aber gedanklich war ich bereits schon über den Wolken und fragte mich, wie der Fall sich wohl anfühlen würde. Ich war etwas nervös, aber es hielt sich noch in Grenzen. Die Freude und Spannung überwogen. Einen Augenblick später saßen wir schon dicht gedrängt im Flugzeug. Hätte nicht gedacht, dass neun Personen in einem so kleinen Flieger Platz finden :-). Bis wir auf der Sprunghöhe von 4000 Metern waren dauerte es etwas. Ich drehte mich ein paar Mal zu Dani um, um zu sehen wie es ihr geht. Erstaunlicherweise saß sie mit einem breiten Grinsen hinter mir. Die Aussicht und das Wetter waren super. Ich konnte es kaum abwarten, endlich zu springen. Während des Flugs erklärte mir der Springer, an den ich gekettet wurde, ein paar Details zur Umgebung. Dann war es endlich soweit. Nadine sprang als Erste, dann war Dani an der Reihe. Ich hoffte, dass ihr Springer mir sie wieder heil nach unten bringt. Kaum waren sie abgesprungen, waren sie auch schon nicht mehr zu sehen. Wahnsinn, mit welcher Geschwindigkeit man hier runter fiel. Dann war ich an der Reihe. Leider hatte ich vergessen, vorm Absprung noch cool in die Kamera zu schauen und schon gings los. Erst haben wir uns leicht gedreht und mir kam es so vor, als würden wir uns überschlagen. Das Fallen war nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich fand es Spaß pur. Als dann der Hilfsfallschirm aufging (was man gar nicht merkt), fielen wir stabil mit dem Bauch nach unten. Von da an fühlte es sich nur noch schnell an, ein bisschen wie fliegen. Der Kameramann kam zu uns und packte mich an einer Hand, drehte uns und ließ dann los. Wie ein Kreisel flogen wir dann durch die Luft. Die Aussicht war einfach großartig. Dann machte der Kameramann eine Grimasse mit der Hand an der Nase. Als ich diese erwidern wollte, ging der Fallschirm auf und zog uns mehrere Meter nach oben. Das war für mich das krasseste Gefühl beim ganzen Sprung! Es stieg mir unheimlich in den Kopf und mir wurde leicht schwindelig. Als die Verzögerung überstanden war, glitten wir nur noch friedlich durch die Luft und ich konnte die Landschaft genießen. Herrlich! Unten sah ich, wie Dani ihre Kreise drehte und langsam zur Landung ansetzte. Bei mir dauerte es zum Glück noch etwas. Die Landung war butterweich. Kaum war ich wieder auf dem Boden, kam Dani auf mich zugerannt und fiel mir um den Hals. Was für eine Begrüßung! Schön, dass es diese Szene auch auf mein Video geschafft hat :-). Nach uns sprangen auch die anderen und waren ebenso begeistert. Wir schauten uns noch alle gemeinsam unsere Videos an, bevor wir zu unserer Farm zurückkehrten. Abends waren wir dann mit der gesamten Gruppe Burger essen. Zum Schluss bekam ich tatsächlich als Überraschung einen Schokobrowniekuchen mit einer Kerze und alle sangen Happy Birthday. Ich freute mich sehr darüber. Aber das beste war sowieso der Sprung gewesen, der durch nichts zu toppen war! 8.1.15: Am nächsten Morgen fuhren wir zu den Pancake Rocks nach Punakaiki. Diese beeindruckenden Felsformationen heißen so, weil sie aussehen wie riesige Berge übereinander geschichteter Pfannkuchen. Wir waren in einem Bushcamp namens Te Nikau Retreat in einem Bungalow mit einigen anderen aus der Gruppe untergebracht, in dem wir jedoch ein eigenes Zimmer hatten. Abends kochten wir gemeinsam mit der ganzen Gruppe in einem der anderen Bungalows, spielten Spiele wie Yenga, schauten gemeinsam den wunderschönen Sonnenuntergang am Strand und leerten einige Flaschen Wein. Nachts bekam ich dann leider mal wieder fürchterliches Halsweh und konnte kaum schlafen. 9.1.15: Am nächsten Morgen war ich mal wieder krank, super, war ich ja schon mindestens eine Woche nicht mehr! Verdammter Mist! Leider musste ich daher die geplante Kayaktour ausfallen lassen. Michael fuhr daher mit Saku und Krista alleine und erzählte später, dass es wunderschön gewesen war. Ich vertrieb mir den Vormittag mit Tee und Reisetagebuchschreiben in einem Café und spazierte nochmal zu den Pancake Rocks. Nachmittags fuhren wir zum Franz Josef Gletscher und in den gleichnamigen Ort, wo wir im Glow Worm Motel untergebracht waren und haben für eine Zusatzgebühr ein eigenes Zimmer mit Bad erhielten. Das Motel besaß einen kleinen Whirlpool und Waschmaschinen, so dass wir endlich mal wieder waschen konnten. Nach einem kurzen Abendessen nahm ich die Advil Tabletten, die wir noch von Nasser von der Patagonienrundreise hatten, und ging früh ins Bett. Allerdings ließ mich meine Erkältung auch diese Nacht kaum schlafen. 10.1.15: Am nächsten Morgen konnten wir ein wenig länger schlafen, was sehr gut tat, bevor wir in einem Café frühstückten und danach zum Check-In für die Tour "Ice Explorer" gingen, auf der wir den Gletscher erkunden würden. Wir zogen uns um, wurden kurz in den Gebrauch der Steigeisen (crampons) eingewiesen und flogen im Helikopter auf den Gletscher. Der Pilot war sehr lustig und überraschte uns mit einer kleinen Flugeinlage, indem er den Helikopter nach einem Berg abrupt in den Abgrund steuerte, was sich wie auf einer Achterbahn anfühlte und wir alle kurz aufschrien. Da ich gerade am Filmen war, habe ich mein entsetztes Gesicht nun auch auf Video ;-)! Auf dem Gletscher wanderten wir mit einem sehr entspannten einheimischen Guide, der uns, die wir mit Mütze, Handschuhen, langen Hosen, dicken Jacken und Schals ausgerüstet waren, in kurzen Hosen begrüßte, ca. 3 Stunden lang über den Gletscher. Unsere Tour führte uns durch enge Gletscherspalten und Eislöcher und machte viel Spaß. Allerdings hätte für uns Adrenalinhungrige noch ein wenig mehr Adventure dabei sein können. Nach der Tour wärmten wir uns in den Hot Water Pools, drei großen, unter freiem Himmel angelegten Pools mit 36, 38 und 40 Grad warmem Wasser, ein wenig auf, bevor es später mit der Gruppe zum gemeinsamen Abendessen ins Rainforest Hostel ging. 11.1.15: Am nächsten Morgen starteten wir recht früh Richtung Queenstown, bzw. hatten dies vor. Da der Minibus jedoch bereits seit ein paar Tagen technische Probleme bereitete, verzögerte sich unser Start etwas. Dennoch kamen wir recht pünktlich nachmittags in Queenstown an. Wir waren hier im Nomads Backpacker Hostel untergebracht, dieses Mal in einem Viererzimmer mit Saku und Krista, was richtig lustig war. In Queenstown regnete es leider, aber wir waren zuversichtlich, dass es sich bessern würde. Abends aßen wir mit der ganzen Gruppe bei einem Thailänder, bevor wir recht müde ins Bett fielen. 12.1.15: Am nächsten Tag standen wir etwas später auf und wurden von herrlichem Sonnenschein begrüßt. Na bitte, geht doch :-)! Wir spazierten durch Queenstown, das uns richtig gut gefiel. Es gab mehrere Fußgängerzonen mit hübschen Geschäften und sehr gemütlichen, einladenden Bars und Cafés. Da Queenstown direkt an dem Lake Wakatipu liegt, gibt es dort auch eine tolle Seepromenade, wieder mit schönen Restaurants und Cafés, einer Liegewiese und einem Kiesstrand, von dem aus man auf die umliegenden Berge schauen kann. In einem Anflug von Abenteuerlust und nachdem wir Nadine und Laura getroffen hatten, die gerade von ihrem Canyon Swing zurück kamen, buchten wir kurzentschlossen den Nevis Canyon Swing, bei dem man an einem Gurt befestigt erst 70 m in die Tiefe fällt und dann 300 m weit in ca. 40 m Höhe über einen Canyon schwingt. Klang aufregend, also her damit! Oh mein Gott, direkt nach der Buchung überkam uns dann doch der Schock. Daraufhin mussten wir uns erstmal mit einem der berühmten Fergburger in Queenstown, die wirklich sehr lecker waren, stärken. Abends gingen wir mit Krista und Saku in eine Bar, in der Cocktails in Teekannen serviert wurden, was zwar lustig aussah, aber nicht wirklich schmeckte. Dennoch hatten wir einen sehr lustigen Abend und wurden von den beiden beim Billard gnadenlos abgestraft. 13.1.15: Die Nacht war für mich wieder mal recht kurz, da ich vor Aufregung mal wieder kaum geschlafen hatte. Vor diesem blöden Canyon Swing war ich hundertmal aufgeregter, als vor dem Fallschirmsprung. Wahrscheinlich war es der freie Fall, auf den ich gar keine Lust hatte. Auf das Schwingen freute ich mich sehr, aber das Fallen vorher hätte ich gerne ausgelassen. Michael war zwar auch nervös und hatte Angst, aber er war entschieden, zu springen. Ich war mir da nicht so sicher und sagte die ganze Zeit, dass ich mir die Entscheidung bis zum Schluss vorbehielt. Wir checkten wenig später ein und fuhren mit dem Bus zum Canyon. Die Fahrt war wunderschön und das letzte steile Stück am Berg sicher gefährlicher, als der Swing. Oben angekommen wurde unser Gewicht auf die Hand gemalt und dann sollten wir zur Absprungbrücke gehen. Als wir vor der Brücke standen, die einfach nur in 160 m Höhe über dem Canyon ins Nichts ragte, staunten wir nicht schlecht. Oh mein Gott! Auf einmal hörten wir einen Schrei und sahen, wie ein Paar an einem Seil in den Abgrund fiel. Ach du Sch...! Dennoch liefen wir hinüber zur Absprungplattform, um uns alles anzusehen, wobei es Michael sehr viel Überzeugungsarbeit kostete, mich ihm anzuschließen. Als wir drüben ankamen, kam das Paar gerade wieder oben an und war total begeistert und euphorisch. Naja, anscheinend war es doch schön! Dann sprang ein Mann alleine und mit dem Kopf nach unten. Das war die schlimmste Art, zu springen. Ich konnte mich aber immer noch nicht durchringen, zu springen. Himmel, was war denn los mit mir? Auch das war doch usprünglich meine Idee gewesen und es hatte mich viel Überzeugungsarbeit gekostet, Michael dazu zu überreden, und jetzt wollte er springen und ICH nicht mehr! Wir ließen noch zwei andere Paare und zwei Männer vor, bis wir die Letzten waren, die noch nicht gesprungen waren. Ok, jetzt oder nie! Wir wählten die Honeymoon-Position, in der wir uns beide in unseren Gurt setzten, ich auf Michaels Schoß saß, wir uns beide anschauten und ich meine Beine um seinen Rücken schlang. Ich fragte nochmal nach, ob ich mich noch entscheiden könne, ob ich springen wolle oder nicht. Ja klar, versicherte mir der Typ am Absprungschalter. Ich schaute Michael nochmal fragend an, der mich anlächelte und sagte, dass wir jetzt springen würden. Na gut. Wir nickten dem Angestellten zu und wurden kurz darauf über den Abgrund gezogen. Wir winkten noch einmal in drei verschiedene Kameras, hielten uns an dem Gurt des anderen fest und entschieden uns für den Countdown, statt für die Überraschung. Wir konnten die Anspannung in dem Gesicht des anderen ablesen! Wir hörten nur noch "eins" und fielen laut schreiend in den Abgrund. Oh Gott, war das schrecklich ... und schön!! Ich schloss automatisch die Augen und schrie wie am Spieß, bis Michael endlich sagte, dass ich aufhören könne, weil wir schon schwingen würden. Michael hatte aber mindestens genauso lang und laut geschrien wie ich. Ich öffnete die Augen und hurra, wir schwangen in ca. 40 m Höhe über dem Canyon. Es war traumhaft und Entspannung pur!! Herrlich, wie auf einer riesigen Schaukel!! Ich hätte stundenlang so schwingen und die Natur genießen können! Nach einigen Malen Hin- und Herschwingen wurden wir jedoch wieder hochgezogen. Schade, schon vorbei! Oben angekommen war ich so euphorisch, dass ich am liebsten nochmal gesprungen wäre. Das Fallen war zwar schrecklich gewesen, aber auch der aufregendste Teil des Swings. Aber Michael hatte genug. Also fuhren wir, mit einem Video und Fotos bestückt, wieder zurück nach Queenstown. Nachmittags erholten wir uns von diesem aufregenden Erlebnis am Strand in der Sonne. Nach einem gemeinsamen Abendessen mit der Gruppe packten wir unsere Tagesrucksäcke für den nächsten Tag und die Übernachtung in Doubtful Sound. Nachts wurde ich von einem kleinen Erdbeben wach. Das ganze Gebäude und die Betten wackelten, aber außer mir wurde keiner wach. Es war beängstigend, aber nach ein paar Minuten war es auch schon wieder vorbei. Adventure, adventure! 14.1.15: Am nächsten Tag fühlte ich mich schon wieder krank! Wir fuhren nach Doubtful Sound, einer Fjordlandschaft in einem Nationalpark, wo wir auf einer Insel übernachteten. Unterwegs sahen wir noch den berühmten Lake Matheson und setzten dann später mit der Fähre auf die Insel über. Wir übernachteten dort in einem Hostel in einem Zweierzimmer mit Etagenbetten. Kurz nach unserer Ankunft machten die anderen eine Wanderung zu den Helena Wasserfällen, die ich ausfallen ließ, weil ich wieder starke Halsschmerzen hatte. 15.1.15: Wir standen um 6.15 Uhr auf und zogen uns für die Kajaktour um, die ich jedoch leider auch ausfallen lassen musste. Michael erzählte später von Delfinen, die sie gesehen hatten, aber auch von den vielen Sandfliegen, die fast noch unangenehmer als Moskitos waren. Nachmittags fuhren wir wieder zum Ausgangspunkt zurück und mit dem Bus Richtung Wedderburn, einem winzigen Ort in the middle of nowhere. Mittlerweile hatten wir keine Lust mehr auf Busfahren, sandflies und bekamen ein wenig Lagerkoller. Wir freuten uns auf das Ende der Tour und darauf, bald wieder alleine zu sein. Als wir in Wedderburn ankamen, sah die Welt wieder ganz anders aus. Wir waren in einem kleinen Ort mit ca. 20 Einwohnern gelandet, in dem es außer ein paar Häusern, vielen Schafen, einem Golfplatz (eine Schafweide, die mit Fahnen versehen war), auch noch ein Pub und unser Hostel, das aus kleinen Cottages bestand, gab. Die Gegend war wunderschön, endlose Felder- und Graslandschaften mit Blick auf die Berge, und mal wieder traumhaftes Wetter. Wir waren im Cottage untergebracht, wo wir ein eigenes Zimmer hatten. Das Cottage war ein süßes kleines Landhaus, das liebevoll eingerichtet war. Hier fühlten wir uns zum ersten Mal wieder richtig wohl. Vor allem die Ruhe war herrlich. Man hörte nichts außer ein paar blöckenden Schafen. Landidylle pur! 16.1.15: Am nächsten Morgen wurden wir 35 km entfernt an einer Fahrradstrecke abgesetzt, wo wir Fahrräder erhielten und eine Fahrradtour auf dem Otago Rail Trail zurück zu unserer Unterkunft unternahmen. Wir bekamen alle ordentliche Mountainbikes und schon ging es in brütender Hitze und recht starkem Seitenwind los. Wir hatten fünf Stunden Zeit, bis wir an unserem Cottage sein mussten. Daher fuhren wir ganz gemütlich auf dieser wundervollen Strecke, die auf einem Schotterweg entlang von Felsen, Feldern, Grassteppen und Bergen verlief. Nach zwei Dritteln der Strecke machten wir eine Pause, bevor wir das letzte Drittel bergauf in Angriff nahmen. Glücklicherweise führten die letzten Kilometer bergab, was herrlich war! Trotz meiner Erkältung hatte es gut getan, mich nach den langen Busfahrten mal wieder zu bewegen. Auch Michael war froh darüber. Das hat uns beiden gefehlt. Den Nachmittag verbrachten wir damit, in der Sonne zu sitzen, zu lesen und Bilder zu sichern. Wir genossen die Ruhe und die schöne Umgebung und relaxten einfach ein bisschen, was auch mal wieder schön war. Abends aßen wir alle gemeinsam im Pub und spielten hinterher noch mit Krista, Saku, Chris, Marc und Ranj eine Runde auf dem mit Schafmist übersäten Golfplatz, der eher eine Weide mit ein paar Fahnen darin war. Machte aber nichts, da dies auch ungefähr unseren Golfkünsten entsprach! Aber immerhin traf jeder von uns die Bälle und wir hatten viel Spaß, so dass wir bis fast 22 Uhr spielten, bis dann endlich auch hier die Sonne unterging. 17.1.15: Am nächsten Tag fuhren wir um 7.30 Uhr los, da wir eine lange Busfahrt nach Christchurch vor uns hatten. Unterwegs hielten wir ein paar Mal an, um Kaffee zu trinken oder etwas im Supermarkt für unseren Lunch zu kaufen, den wir gegen Nachmittag in einem kleinen Park hatten, wo wir allerdings meine Brille samt Etui und Kontaktlinsenbehälter vergaßen, wie wir aber erst später merkten. Gegen 15 Uhr kamen wir dann endlich in Christchurch an. Als wir an unserem Hostel ankamen, traf mich der Schlag. Wir waren in einem ehemaligen Gefängnis untergebracht, dessen Zellen zu Hostelzimmern umfunktioniert worden waren. Die Atmosphäre war grauenhaft und es stank fürchterlich. Als ich unsere Zelle sah, bekam ich Beklemmungen. Als ich dann aber aus dem Gemeinschaftsbad zurückkam, stand für mich fest, dass ich hier heute Nacht nicht bleiben würde. Es war einfach alles ekelhaft! Ich stand mit meiner Meinung nicht ganz alleine da, weil einige andere auch geschockt waren. Anderen aus der Gruppe jedoch gefiel es ganz gut. Die Geschmäcker sind eben sehr unterschiedlich. Meine Stimmung war aber erstmal im Keller! Für dieses Problem musste eine Lösung her! Nachdem wir in der Stadt abgesetzt wurden, beschlossen wir nach kurzer Diskussion, ein anderes Hotel zu finden. Gesagt, getan. Binnen zehn Minuten haben wir mit Hilfe des Touristenbüros ein schönes Hotel gefunden, das wir sofort buchten. Hervorragend! Wir fuhren mit einem Taxi sofort zum Gefängnis zurück, packten unsere Sachen, hinterließen eine Nachricht für Rebecca - und waren weg! Das neue Hotel Chateau on the park war genau das Gegenteil. Es besaß einen tollen Garten, einen Pool, ein Restaurant und eine Bar und lag direkt neben dem Stadtpark. Als wir sagten, dass wir in den Flitterwochen seien, bekamen wir sogar ein Upgrade für eine Suite mit Balkon und Blick über den Garten. Was für ein Glück! Sehr entspannt und happy machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Wir hatten von Rebecca gehört, dass viele Häuser von dem schweren Erdbeben noch zerstört waren und viele Menschen die Stadt verlassen hatten. Als wir aber selbst vor Ort waren, waren wir sehr geschockt. Fast jedes zweite Haus war beschädigt und verlassen, da es nicht erdbebensicher war, was die Prüfplaketten an den verlassenen Häusern dokumentierten. Nach dem Beben wurden alle Gebäude der Stadt überprüft und jedes Haus und Büro gesperrt, das dieser Überprüfung nicht standhielt. In der Zwischenzeit wurden wohl schon viele Häuser abgerissen und neu errichtet, aber es fanden sich immer noch überall Baustellen und unzählige baufällige und einsturzgefährdete Gebäude, in denen teilweise noch Akten wild zerstreut auf dem Boden lagen, so als sei alles erst vor ein paar Tagen passiert. Die Innenstadt war wie ausgestorben und gleichte einer Geisterstadt. Es war auch kaum ein Café oder Restaurant zu finden, sämtliche Geschäfte waren verbarrikadiert und abgesperrt. Wir fanden lediglich eine kleine Straße, in der man notdürftig, aber dennoch ganz schick, Geschäfte und Imbissstände in bunten Containern untergebracht hatte. Dort fanden wir auch etwas zu essen. Diesen deprimierenden Anblick mussten wir erst einmal verdauen und konnten nun sehr gut verstehen, dass viele Einwohner diese Stadt verlassen hatten. Auf der anderen Seite bewunderten wir die Menschen, die geblieben waren und sich dem Aufbau der Stadt widmeten. Auf jeden Fall wird uns Christchurch in Erinnerung bleiben. 18.1.15: Am nächsten Morgen fuhren wir Richtung Kaikoura, unserer letzten Station auf der Südinsel. Auf dem Weg dorthin hielten wir an den berühmten Moeraki Boulders am Koekohe Beach. Diese Boulders sind große runde schwarze Steine, die am Strand liegen und vor 60 Millionen Jahren entstanden sind. Sie waren sehr beeindruckend. Die weitere Fahrt nach Kaikoura führte entlang einer wunderschönen Küstenstraße, von der aus wir sogar Delfine in Strandnähe sehen konnten. Kaikoura ist bekannt für seine Unterwassertierwelt, da man hier nicht nur Delfine, sondern auch Pottwale, Orcas und andere Meeresbewohner sehen kann. Zudem ist Kaikoura ein süßer kleiner Ort mit einem kilometerlangen schwarzen Kieselstrand. Wir waren in einem hübschen Hostel in einem eigenen Zimmer untergebracht. Gleich nach unserer Ankunft fuhren wir in die Stadt und erkundeten Kaikoura. Wir aßen gemeinsam mit Krista und Saku frischen leckeren Fisch zum Lunch, u. a. Elefantenfisch, und spazierten durch die kleine Stadt. Nachmittags fuhren wir dann zum Whalewatching. Wir waren ganz aufgeregt und freuten uns auf die Wale, die man angeblich immer sehen konnte. Und tatsächlich sahen wir später auf dem Ausflug den Rücken und die Schwanzflosse eines Pottwales und ein paar Delfine - mehr aber leider auch nicht. Als wir dann wieder zurück an Land fuhren, war ich ganz froh darüber, da ich zum ersten Mal in meinem Leben auf diesem blöden Motorboot in meterhohen Wellen seekrank geworden bin. Nun kann ich verstehen, dass das wirklich KEIN Spaß ist und ich werde mich nie wieder über jemanden lustig machen, der seekrank ist! Versprochen! 19.1.15: Am nächsten Morgen fuhren wir Richtung Fähre nach Picton. Unsere Rundreise über die Südinsel war zu Ende und wir traten die Heimreise nach Wellington an, wo die Tour am nächsten Morgen offiziell beendet war. Im Bus erzählten uns Krista und Saku, die morgens noch am Delfinschwimmen teilgenommen hatten, dass sie nicht nur hunderte Delfine, sondern auch drei Orcas gesehen und neben ihnen geschwommen waren. Wow, das war wirklich beeindruckend! Auf dem Weg nach Picton sahen wir dann zum Abschied von Kaikoura auch noch Orcas in der Nähe des Strandes. Goodbye! Kaikoura ist definitiv einen zweiten Besuch wert! Als wir in Wellington ankamen, zogen wir gleich in unser neues Hotel um, da wir versehentlich schon eine Nacht früher in dem Ibis Hotel gebucht hatten. Aber insgeheim waren wir froh, dass wir nicht nochmal im Backpacker übernachten mussten. Abends trafen wir uns zum letzten gemeinsamen Essen mit der ganzen Gruppe und verbrachten einen letzten lustigen Abend mit allen. Dennoch waren wir sehr froh, von nun an wieder unsere eigene Reise machen und nur zu Zweit unterwegs sein zu können. Das war doch um einiges entspannter! Alles in allem war es aber eine tolle Rundreise mit wahnsinnig aufregenden und schönen Erlebnissen gewesen, auf der wir viele nette Leute und ein wunderschönes Neuseeland kennengelernt haben. 20.1.15: Am nächsten Tag startete wieder offiziell unsere eigene Tour. Wir verbrachten noch einen traumhaften Tag in Wellington, besuchten den Botanischen Garten, erkundeten die Innenstadt und spazierten in der Hafengegend Richtung Strand. Wellington ist wirklich sehenswert und eine gemütliche Stadt, in der es sich sicherlich gut leben lässt. Nun freuten wir uns aber sehr auf unser nächstes Reiseziel: Fidschi!!!

Neuseeland – Auckland und Nordinsel

von Dani Auf unserem Flug nach Auckland haben wir einen ganzen Tag, nämlich den 30.12.2014, verloren, da wir über die Datumsgrenze geflogen sind. Wir sind am 29.12.14 in Rarotonga gestartet und am 31.12.14 um ca. 2 Uhr morgens in Auckland gelandet. Wir haben beide noch nie einen Tag nicht erlebt. Sehr komisch! So, nun würden unsere richtigen Flitterwochen starten... Wir hatten anfangs ein paar Probleme, da wir unseren ursprünglich reservierten Mietwagen erst nach einem Anruf des Managers unseres Appartementhotels bekamen. Da wir die Zeitverschiebung nicht berücksichtigten hatten wir den Wagen zu früh bestellt und konnten ihn nicht rechtzeitig abholen. Aber ansonsten hatten wir in Auckland eine tolle Zeit! Auckland ist eine schöne Stadt mit hübschen Wohnvierteln und einer schönen Innenstadt, in der man neben sehr alten Gebäuden auch viele Wolkenkratzer findet. Es gibt eine kleine Fußgängerzone um den Skytower herum, der die Hauptattraktion der Stadt ist. Der Skytower ist 198 m hoch und besitzt neben mehreren Aussichtsplattformen ein Restaurant, das verglast ist und sich langsam um 360 Grad dreht. Man kann vom Skytower eine Art Bungeesprung machen, der aber etwas abgefedert wird und daher kein richtiger freier Fall ist. Außerdem kann man den "Skywalk" machen, bei dem man auf einem Gitterrost, der um den Turm herum führt, aber kein Geländer besitzt, nur an einem Seil gesichert zusammen mit einem Guide in 192 m Höhe einmal um den Turm herumspaziert und hierbei ein paar nervenaufreibende (wenn man nicht ganz schwindelfrei ist) Aufgaben bewältigen muss - was wir natürlich gemacht haben :-), aber dazu später noch ... ! Am Hafen sind viele Restaurants und Bars, in denen man mit Blick auf die gegenüberliegenden Halbinseln einen leckeren Cocktail genießen kann. Abends gibt es auch in der Stadt einige Bars, wohin man ausgehen kann. Den Silvesterabend haben wir dann am Hafen in einer Bar draußen verbracht mit Blick auf den Skytower, der bunt erleuchtet war und von dem später das Feuerwerk abgefeuert wurde. Hunderte von Menschen standen in der lauwarmen Nacht auf der Straße und haben auf den Jahreswechsel gewartet. Auch wir standen gespannt mit unserer Flasche Prosecco in der Menge und blickten auf den Skytower, wo die Minuten angezeigt wurden. Die letzten 10 Sekunden wurden von allen Menschen laut mitgezählt, es war eine atemberaubende Atmosphäre ... und dann war es 2015, juhuuu! Wir freuten uns sehr! Das war unser erstes Silvester als Ehepaar, und dann noch auf unserer Weltreise und in einer aufregenden Stadt! Später landeten wir in einer Salsabar und tanzten endlich mal wieder Salsa und Bachata, bevor wir irgendwann ins Hotel zurück liefen und todmüde ins Bett fielen. Am nächsten Tag liefen wir durch die Stadt und machten den Skywalk. Es war schon ein wenig aufregend, in 192 m Höhe nur an einem Seil gesichert, im Freien zu stehen und auf die Stadt unter einem zu blicken. Die Aufgaben, die wir zu bewältigen hatten, begannen damit, dass wir erst die Zehen über den Rand des Rostes schieben und hinunter schauen sollten, bis dahin, dass wir uns mit unserem vollen Gewicht in das Seil und über den Rand stemmten und somit praktisch frei über der Stadt hingen, was ein beängstigendes Gefühl war. Aber wir haben alles mitgemacht und hatten viel Spaß und Aufregung! Nachmittags sind wir mit unserem Mietwagen auf die gegenüberliegende Halbinsel nach Devonport gefahren, das ein hübscher kleiner Ort ist, von wo wir einen fabelhaften Blick auf den Sonnenuntergang und die Skyline von Auckland hatten. Am nächsten Tag sind wir zu unserem kleinen, 3-tägigen Roadtrip gestartet. Er sollte uns über die Coromandel Halbinsel, vorbei an Bay of Plenty, Richtung Lake Taupo bis nach Wellington führen, wo wir am Montag ankommen sollten. Wir hatten keine Unterkunft gebucht, da wir noch nicht wussten, wo wir übernachten wollten und auch dachten, dass wir sicher unterwegs ein B&B o. ä. fänden. Also fuhren wir gut gelaunt los und sahen viele schöne Orte und Strände an unserem ersten Tag. Die Landschaft und die Strände waren ganz anders, als die traumhaften Strände der Südsee. Die Strände hier erinnerten eher an Strände in Südengland oder Frankreich. Auch das Meer war viel kälter, ebenso wie das gesamte Klima. Aber es war trotzdem sehr schön, wir mussten uns nur wieder etwas daran gewöhnen. Gegen Abend landeten wir dann an der Ostküste in einem kleinen Ort namens Hahei. Da wir langsam auch Hunger bekamen und müde waren, wollten wir uns hier nach einer Unterkunft umsehen. Das einzige, was wir jedoch sahen, waren Schilder, auf denen "belegt" (no vacancy) standen. Mmhh, so hatten wir uns das nicht vorgestellt. Wir fuhren Straße um Straße ab, von B&B zu B&B, aber fanden nichts. Irgendwann stiegen wir aus und fragten trotzdem bei einem B&B nach einem Zimmer. Die ältere Dame lachte uns aus und sagte, dass sie wir in der Hauptferienzeit hier wären und sie bereits Buchungen für das nächste Jahr 2016 habe! Waaas?? Ok, wir versuchten, uns nicht entmutigen zu lassen und telefonierten alle möglichen Hostels und B&Bs in unserem Reiseführer durch, die in 100 km Entfernung waren, aber wir hörten immer nur "sorry, ausgebucht". Auch online war keine Unterkunft weit und breit zu finden. Nun waren wir doch entmutigt und die Stimmung war am Tiefpunkt. Es blieb wohl nur die Möglichkeit, im Auto zu schlafen, da wir zu müde waren, um noch auf gut Glück weiterzufahren. Wir beschlossen, erstmal etwas zu essen und uns dann irgendwo einen Platz zu suchen, wo wir mit dem Auto über Nacht bleiben konnten. Nach dem Essen standen wir etwas unschlüssig vor unserem kleinen Auto und ich sah mich ein wenig auf dem schwarzen Brett um, das hinter uns stand. Plötzlich sah ich eine Anzeige, in der ein Haus zu vermieten war. Ich bat Michael, mal dort anzurufen, ob sie uns vielleicht auch nur ein Zimmer vermieteten - und siehe da, wir hatten GLÜCK!!! Im Haus gab es eine Einliegerwohnung, die wir haben konnten. Uns fiel ein riesiger Stein vom Herzen! Wir fuhren sofort dorthin und fanden ein sehr schönes Haus, in dem wir gerne bleiben wollten. Wir waren so glücklich und dankbar. Lorne und Carroll, die Eigentümer des Hauses, hatten die Wohnung noch nie vorher einzeln vermietet, machten für uns aber eine Ausnahme, da sie selbst einmal als junges Ehepaar in einer ähnlichen Situation gewesen waren. Sie luden uns sogar noch auf ein Glas Wein ein und wir verbrachten einen schönen Abend mit ihnen. Lorne arrangierte auch noch am selben Abend eine Bootstour für uns für den nächsten Morgen. Wir waren unendlich glücklich und erleichtert!! Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Hahei Explorer, einem kleinen Schlauchboot an der Küste entlang und sahen uns die Höhlen an, die man dort zahlreich findet. Danach fuhren wir zum Hot Water Beach, einem großen Strand, der unterirdisch von heißen Quellen durchzogen ist, und man dort an bestimmten Stellen in kochend heißem Wasser sitzen kann, wenn man ein Loch gräbt. Daher sind dort alle Menschen am Strand mit Schaufeln und Spaten bewaffnet und es gibt einen kleinen Kampf um die heißen Stellen, da man sich einen kleinen Pool im Sand bauen kann, wenn man das heiße Wasser findet und es mit dem kalten Meerwasser mischt. Wir fanden leider keinen freien Platz mehr und legten uns einfach an den Strand. Später fuhren wir dann noch zu einer weiteren Sehenswürdigkeit, der Cathedral Cove, einem riesigen Felsen, der eine durchgängige Höhle enthält, die zwei kleine schöne Strände miteinander verbindet. Bis dahin muss man 45 Minuten gehen, aber die Landschaft ist wunderschön, weshalb sich der Weg lohnt. Das Wasser war eisig kalt, aber ich wagte mich auch endlich mal hinein und überlebte es 🙂 ! Wir blieben noch eine Nacht in Hahei und verbrachten einen lustigen Abend mit Lorne, Carol und ihren Nachbarn in dem gemütlichen Open-Air Restaurant und "Live" Musik was sich später als einfacher DJ entpuppte. Am nächsten Morgen fuhren wir weiter Richtung Bay of Plenty, einem Küstenabschnitt weiter südlich mit kilometerlangen Stränden. Es war wunderschön dort, der Strand schien nicht zu enden. Vor lauter Freude hüpfte ich am Strand entlang. Plötzlich fühlte ich aber einen stechenden Schmerz in der linken Wade und konnte nicht mehr auftreten. Mist, Bein gezerrt!! Und das einen Tag vor unserer Rundreise, auf der wir u. a. wandern würden. Ich hielt mein Bein eine halbe Stunde ins eiskalte Meer, was ein wenig half. Aber die restliche Fahrt war schmerzhaft und ich konnte Michael mit dem Fahren erstmal nicht ablösen. Wir fuhren weiter Richtung Rotorua, wo wir uns das Thermal Wonderland, ein Naturpark, in dem man Geysiere, brodelnde Krater und kochende Schlammpools sehen konnte. Dies ist einzigartig in Neuseeland und es war ein tolles Erlebnis. Es stank fürchterlich nach Schwefel und faulen Eiern, aber es war atemberaubend. Die Krater enthielten rote, gelbe, giftgrüne und blaue Flüssigkeiten und Ablagerungen (Schwefel, Mangan, Eisen, Arsen u. ä.) und überall brodelte kochend heißes Wasser. Danach fuhren wir weiter Richtung Lake Taupo, dem größten See in Neuseeland. Taupo ist eine niedliche kleine Stadt mit vielen Cafés und Bars direkt am See. Wir aßen dort zu Abend und sahen auf der Weiterfahrt den schönsten Sonnenuntergang, den wir bisher auf unserer Reise gesehen hatten. Langsam wurde es dunkel und wir mussten noch ca. 300 km bis Palmerston North fahren, wo wir in einem Motel übernachten wollten. Neuseeland ist das Land der Kurven und es gibt eigentlich nur Landstraßen, so dass die Fahrt sehr unangenehm war und uns beiden irgendwann schlecht war. Stundenlang begegnete uns kein Auto und die Fahrt wollte einfach nicht enden. Wir hatten trotzdem viel Spaß, sangen laut und redeten viel Quatsch 😉 ! Gegen 23.30 Uhr kamen wir endlich in Palmerston North und in unserem Motel an. Eigentlich war es schade, dass wir hier nur übernachten konnten. Die Stadt war jedenfalls im Dunkeln schon sehr schön. Nach langem Suchen fanden wir endlich den Schlüssel zu unserem Zimmer und fielen todmüde ins Bett. Am nächsten Morgen fuhren wir dann noch ca. zwei Stunden bis nach Wellington. Wir hatten auch noch Zeit, unser Gepäck im Nomads Backpacker Hostel abzuladen, wo unsere Rundreise beginnen sollte, bevor wir unseren Mietwagen abgaben. Wir zeigten noch pflichtbewusst die von mir beschädigte Radkappe (mir war so ein blöder Bordsteinrand in den Weg gesprungen, ich konnte gar nichts dafür), aber wir mussten nichts bezahlen, es sei schon ok, sagte man uns. Einfach sehr entspannt, die Kiwis (so nennen sich die Neuseeländer selbst), toll! Wir fuhren mit dem Bus zurück in die Stadt und checkten im Hostel ein. Wir waren in einem "super awesome good times hostel" mit "super friendly people" und "super cool kids at the reception" gelandet, wie überall auf den Willkommensblättern geschrieben stand. Überall wimmelte es von jungen Reisenden, es gab eine große Gemeinschaftsküche, einen Gemeinschaftsfernsehraum und Gemeinschaftsschlafräume und -badezimmer. Nun waren wir also auf dem Backpacker-Level angekommen! Wieder eine neue Erfahrung... Allerdings waren wir dann doch unangenehm überrascht, als wir hörten, dass wir in verschiedenen Zimmern untergebracht waren, Michael im Männerschlafraum, ich im Frauenschlafraum. Das war wohl ein Scherz?! NEIN, war es nicht, versicherte man uns, dies sei auf der gesamten Rundreise so geplant. Wie bitte?? Dafür musste definitiv eine Lösung gefunden werden. Für diese Nacht zahlten wir unseren ersten Aufpreis und "gönnten" uns ein Doppelzimmer. Das fing ja gut an! Ich marschierte nachmittags in die Stadt und schlenderte in Ruhe durch die Geschäfte, während Michael sich ausruhte. Abends gingen wir zu unserem ersten Treffen mit der Reisegruppe in der Bar nebenan. Wir waren sehr gespannt, was und wer uns erwarten würde. Wir fanden eine bunt gemischte, recht große Gruppe von 20 Männern und Frauen im Alter von durchschnittlich 25 Jahren vor, manche auch viel jünger und nur ein paar noch in unserem Alter. Die Musik war sehr laut, so dass wir kaum etwas verstanden, die Stimmung später war sehr ausgelassen, es wurden viel getrunken und wir kamen uns irgendwie auf einmal sehr alt vor. Auf eine Partyrundreise hatten wir irgendwie keine Lust. Naja, wir mussten einfach abwarten, was uns erwarten würde. Wir klärten mit Rebecca, unserer Reiseführerin, noch, dass wir, wenn möglich gerne in Doppelzimmern untergebracht werden wollten oder eventuell noch mit dem anderen Paar, Krista und Saku aus Finnland, ein Zimmer teilen wollten. Rebecca versprach, sich darum zu kümmern, auch wenn dies tatsächlich für diese Reise nicht vorgesehen war. Sie sagte, dass uns eigentlich unsere Reiseagentur darüber hätte aufklären müssen, was sie jedoch nicht getan hatte. Wir lernten Krista und Saku, das einzige weitere Paar in der Gruppe, etwas näher kennen, aßen noch etwas und gingen schließlich ins Bett. Wir waren sehr gespannt auf die Reise und hofften, dass uns unser erster Eindruck von einer Partyreise täuschen würde! Bilder folgen bald...

Cookinseln – Aitutaki

von Dani Aitutaki begann mit einem sehr holprigen Flug in einem dieser kleinen Propellerfliegern. Ich mag das Fliegen zwar immer noch nicht, aber ich bin nicht mehr so nervös, wie noch vor einigen Monaten. Als wir uns dann im Landeanflug befanden, bot sich uns ein wunderschönes Bild einer traumhaften Lagune mit türkisfarbenem Wasser und vielen kleinen Inseln! Wow! Am winzig kleinen Flughafen wurden wir von Miles, unserem Vermieter, abgeholt und traditionell mit wunderschönen Blumenkränzen begrüßt. Diese werden aus den Blumen Frangipani (Tipani) angefertigt, die es in den Farben Weiß, Gelb, Pink und Gelb/Pink gemischt gibt, die wundervoll duften und sehr lange frisch bleiben. Miles fuhr uns erstmal zu einem Scooterverleih, wo wir sofort wieder einen Scooter mieteten und ich den beiden im Auto hinterher fuhr - auch hier natürlich wieder ohne Helm. Als wir dann in unserem Bungalow ankamen, haute uns der Anblick und vor allem der Ausblick von unserer Terrasse um: Unser Bungalow stand am Ende einer Reihe von insgesamt nur drei Bungalows und direkt am Strand, so dass alles sehr ruhig, entspannend und privat war. Zum Wasser waren es 20 Meter. Der Bungalow war wunderschön eingerichtet und wir blickten sowohl vom Bett aus, als auch von der Terrasse auf den weißen Strand, der von Palmen umsäumt war, und auf eine glasklare türkisfarbene Lagune. Vor unserem Bungalow standen am Strand zwei Liegen für uns bereit, die zum Relaxen einluden. DAS war nun das Paradies!!! Hier war einfach alles perfekt: der Bungalow, die Ruhe, der Strand, das Meer, das Wetter - alles!! Wir waren sehr glücklich! Nach einer kurzen Einweisung von Miles in alle Einrichtungen - wir hatten hier endlich eine Waschmaschine, was für uns wie ein Geschenk war, nachdem wir nun wochenlang meistens mit der Hand unsere Wäsche gewaschen hatten -, fuhren wir zum Christmas Market in die Stadt (von der Größe eher mit einem Dorf vergleichbar), beobachteten das Treiben dort, aßen gemütlich auf dem Rasen ein leckeres Gericht mit Scampi in Kokosnussmilch. Wir hielten zwar nach unserer Weddingplannerin Tania Ausschau, da sie hier Santa Claus' helper war, aber da wir sie nicht kannten, fanden wir sie natürlich nicht. Später stellte sich heraus, dass sie direkt hinter uns gestanden hatte, da ich sie durch Zufall fotografierte, als ich einfach ein paar Bilder von der Menge schoss. Wir trafen dafür aber wieder ein Paar, das wir bereits am Flughafen in Tahiti auf unserem Flug nach Rarotonga getroffen hatten und denen wir dort ein paar Münzen geschenkt hatten (sorry, wenn Ihr das jetzt lest, dann seid bitte nicht böse, aber wir haben Eure Namen wieder vergessen...zu viele Leute in zu kurzer Zeit, sorry). Sie berichteten von ihren ersten Erlebnissen auf der Insel und so unterhielten wir uns eine Zeit lang, bevor wir noch in den kleinen Supermarkt fuhren, um die wichtigsten Lebensmittel einzukaufen bzw. das zu kaufen, was es überhaupt gab. Auf Aitutaki gibt es keinen richtigen Supermarkt, sondern vielmehr einige kleine Shops, die Lebensmittel und Haushaltssachen verkaufen. Jeder Laden bietet jedoch andere Sachen an, so dass man zu mehreren Läden fahren muss, um letztendlich alles zu bekommen, was man einkaufen wollte. Alles ist hier sehr teuer, da alles importiert werden muss. Daher zahlt man hier schon mal z. B. für eine Wassermelone 15 NZD (ca. 10 Euro). Am Dienstag morgen frühstückten wir erstmal bei herrlichem Sonnenschein auf unserer Terrasse mit Blick auf das Meer. Wir hatten mit Tania per Email Kontakt aufgenommen und vereinbart, dass wir heute die Bootstour durch die Lagune, die 70 qkm groß ist, machen wollten, da wir ansonsten wegen der Weihnachtsfeiertage keine Gelegenheit mehr dazu haben würden. Gegen 9 Uhr stand Tania dann plötzlich vor uns und begrüßte uns herzlich mit einer Umarmung und Küsschen, als ob wir alte Freunde wären. Sie sagte uns, dass wir gegen 10.30 Uhr abgeholt würden und vereinbarte mit uns ein Treffen für 18 Uhr, um die Hochzeitsvorbereitungen zu besprechen. Tania ist noch sehr jung, ca. 21 Jahre alt, und eine sehr lustige, hilfsbereite und sehr herzliche Person. Wir mochten sie sofort. Die Lagunentour war wahnsinnig schön. Wir wurden von der Eigentümerin des ehemaligen Samade on the beach abgeholt und zum Strand gefahren, wo wir aus dem Staunen nicht mehr herauskamen. Wir standen vor einer atemberaubend schönen, riesigen Lagune, die glasklares türkisschimmerndes Wasser bot und zum Schwimmen einlud. Mit einem großen Boot und einigen anderen Touristen fuhren wir dann ca. eine Stunde bis zur ersten kleinen Insel, auf der wir für eine kurze Zeit abgesetzt wurden, um Fotos zu machen. Die Inseln sind vorwiegend in Privateigentum, sind aber für Touristen - nur per Boot - zugänglich. Auf dieser Insel befanden sich ein paar kleine Bungalows, die an Touristen vermietet wurden, darunter auch ein Bungalow der Königin der Cookinseln, den sie ebenfalls zur Vermietung anbot. Man hat daher die Möglichkeit, hier eine Nacht auf einer einsamen Insel zu verbringen, toll! Wir machten unzählige Fotos von dem glasklaren Wasser, dem weißen Strand und den Palmen und kamen aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Es war einfach zu schön!! Genauso hatten wir uns die Südsee immer vorgestellt und wir waren einfach nur glücklich, nach Bora Bora nun das zweite Mal richtiges Südseefeeling zu erleben! Es war herrlich!! Danach fuhren wir zu einem Spot in der Lagune, wo wir ca. eine Stunde mit teilweise sehr großen Fischen schwammen und schnorchelten. Allerdings war das Schnorcheln auf der Lagunentour in Bora Bora um Welten besser, da wir dort viel mehr Fische gesehen hatten. Was allerdings nicht zu toppen war, dass wir kurz danach auf einer Sandbank namens "Heaven", die sich direkt vor der Insel "Onefoot Island", auf der wir später auch geheiratet haben (wovon wir bereits berichteten), befindet, ausgesetzt wurden und von dort aus durch das hüfthohe glasklare Wasser auf dem weichen sandigen Meeresboden zu Onefoot Island hinüber spazierten. Der Ausblick auf Heaven war atemberaubend. Um uns herum waren nur weißer feiner Sand, das türkisblaue Wasser und kleine Inseln zu sehen. Es war ein Traum und mit Abstand der schönste Ort, an dem wir bisher waren! Auf Onefoot Island angekommen, waren wir schon wieder überwältigt. Auch diese kleine Insel war wunderschön und entsprach genau dem, was man sich unter einem Südseetraum vorstellt. Wir freuten uns schon sehr darauf, hier zu heiraten. Nach einem tollen Mittagessen mit Salaten, gegrilltem Fisch und Fleisch und frischen Früchten, das uns von der Crew dort zubereitet worden war, machten wir unzählige Fotos von Strand, Meer und Palmen und schwammen im glasklaren Wasser, das allerdings recht kalt war (im Vergleich zu Bora Bora; verglichen mit Neuseeland war es wieder richtig warm). Danach fuhren wir mit dem Boot wieder zurück und verbrachten den restlichen Tag an unserem eigenen Strand, bis um 18 Uhr Tania bei uns erschien. Wir waren sehr gespannt, was sie uns von der geplanten Zeremonie berichten würde. Zunächst suchte ich, natürlich in Abwesenheit von Michael, meine Blumen für den Brautstrauß und den Haarschmuck aus. Michael würde eine passende Blumenkette erhalten. Dann erklärte uns Tania den Ablauf der Trauung, was der Celebrant (= Standesbeamter) sagen würde und was für uns als Ehegelübde vorgesehen war. Eine Trauung beinhaltet hier den schönen Brauch (wie auch in vielen anderen englischsprachigen Ländern), dass man sich gegenseitig ein Eheversprechen gibt, das man in der Regel selbst verfasst. Tania hatte diese bereits für uns vorgeschrieben. Wir sagten ihr aber, dass wir sie selbst schreiben wollten, was wir in den nächsten Tagen auch taten. Nachdem wir auch alles andere festgelegt hatten, gab uns Tania noch ein paar Tipps, wo man abends auf der Insel noch ein wenig ausgehen könne. Den Abend verbrachten wir gemütlich auf der Terrasse unseres Bungalows. Am nächsten Tag (Mittwoch) war der 24.12. und somit Weihnachten. Wir waren die ganze Zeit nicht wirklich in Weihnachtsstimmung gewesen, was sich auch heute bei 30 Grad und strahlendem Sonnenschein nicht einstellte, worüber wir aber auch nicht sehr traurig waren. Wir empfanden es eher als Genuss, sich mal nicht dem Weihnachtsstress aussetzen zu müssen, sondern einfach nur bei herrlichem Sommerwetter relaxen zu können. Nach einem gemütlichen Strandtag vor unserem Bungalow feierten wir dann aber doch noch ein wenig Heiligabend. Zunächst fuhren wir zum Aitutaki Lagoon Resort and Spa, um dort unser Hochzeitsessen zu buchen. Uns wurden auf einer kleinen einsamen Halbinsel die verschiedenen Möglichkeiten gezeigt, die von einem offenen Pavillion bis zum kleinen Bungalow (Gazebo genannt) reichten und direkt am Wasser standen. Wir entschieden uns für den Pavillion, wurden aber am Tag der Hochzeit wegen des schlechten Wetters doch in einem Gazebo untergebracht, was im Nachhinein viel besser war. Wir tranken an der Poolbar noch einen Cocktail, um auf Weihnachten anzustoßen und fuhren dann ein paar Meter weiter zum Restaurant des Hotels Aitutaki Village (ehemals Samade on the beach), wo wir ebenfalls direkt am Wasser saßen und ein tolles Abendessen hatten. Wir waren bestens gelaunt, kamen schnell mit den Tischnachbarn ins Gespräch und verbrachten einen sehr lustigen Abend dort. Die Angestellten waren auch alle gut gelaunt und trugen lustigen weihnachtlichen Kopfschmuck (Haarreif mit Elchohren - solche Sachen trugen übrigens auch die Beamten im Justice Department, sind eben alle ein bisschen entspannter als bei uns). Danach fuhren wir dann noch in den Game Fishing Club, die örtliche Disco/Bar auf der Insel, die direkt am Hafen in der Stadt liegt. Es war sehr schön dort, es wurde viel einheimische Musik gespielt und alle tanzten ganz ausgelassen waren. Vor allem von dem tollen Hüftschwung der Frauen jeglichen Alters konnte selbst ich die Augen nicht lassen, es sah einfach toll aus. Die Leute waren bunt gemischt und verschiedenen Alters, aber alle hatten den gleichen Spaß, einfach schön. Am nächsten Morgen wollten wir in die Kirche gehen, da es der erste Weihnachtsfeiertag war. Pünktlich zur Abfahrt begann es heftig zu regnen. Egal, wir setzten uns mit unseren Regenjacken auf die Vespa und fuhren ca. 20 Minuten zur Kirche in die Stadt. Wir waren trotzdem tropfnass, als wir ankamen, aber wenigstens war der Regen warm gewesen 🙂 ! Die Kirche füllte sich nur langsam, aber es waren auch einige Touristen und auch wieder unser bekanntes Pärchen dort. Die Messe begann damit, dass wir alle Jesus Christus erstmal ein kräftiges Happy Birthday sangen. Was für eine schöne Idee!! Die ganze Messe war toll und dauerte fast 3 Stunden. Nach einer längeren Predigt vornehmlich in Maori sangen nacheinander die fünf verschiedenen Dörfer der Insel, jeweils vertreten durch einen örtlichen Pastor und einen Teil der Gemeinde, die alle jeweils lauthals ihre Lieder sangen, mitwippten und teilweise sogar aufstanden und tanzten. Die Stimmung war einfach mitreißend! Nach der Messe gab es dann für uns Touristen draußen von einem einheimischen Ehepaar ein paar frische Mangos - einfach so, weil hier tatsächlich fast alle unglaublich gastfreundlich sind. Wir erlebten es selbst später am Strand, dass völlig Fremde, die mit ihren Familien am Strand saßen und Weihnachten feierten, auf uns zukamen und uns mit einem herzlichen "come and eat" zum Essen einluden. Auch unser Reisepärchen erzählte uns, dass sie am Tag zuvor zufällig auf eine Hochzeit eingeladen worden waren und einen tollen Abend dort verbracht hatten, obwohl sie niemanden kannten. Man wird hier aber sehr schnell in die Gemeinschaft aufgenommen und jeder unterhält sich mit dir ohne jegliche Bedenken oder Berührungsängste. Diese Offenheit, Gastfreundschaft und Großzügigkeit hat uns tief beeindruckt. Sowas haben wir bisher noch nie erlebt. Hoffentlich können wir etwas hiervon für uns mitnehmen. Nach der Kirche haben wir uns dann noch an der örtlichen Wasserzapfstelle, die aus einem riesigen runden Wassertank und einem Waschbecken mit zwei Wasserhähnen besteht, trinkbares, gefiltertes Wasser in unsere Flaschen abgefüllt und konnten so wenigstens den Kauf von Wasser sparen. Alles andere war schon teuer genug. Dafür konnten wir uns wenigstens Mangos von der Straße mitnehmen, da hier überall Mangobäume an den Straßen stehen und die Mangos einfach im Gras darunter liegen. Nachmittags packte ich dann endlich mal mein Hochzeitskleid aus meinem Vakuumreisebeutel aus, das durch das Vakuumieren auf eine Minimalgröße "geschrumpft" war, nun aber leider auch entsprechend verknittert war. Oh mein Gott, wie sollte ich das ohne jegliche Reinigung weit und breit auf der Insel in zwei Tagen wieder glatt bekommen? Ich hing es erstmal hinter einem Kleid versteckt auf den Bügel an die Vorhangstange und rollte dann den Vorhang um das Kleid herum, damit Michael es nicht sehen konnte. Die nächsten zwei Tage wurde es zwar dadurch schon recht früh hell im Zimmer, aber schließlich war das Brautkleid wichtiger und einen geschlossenen Kleiderschrank gab es nicht. Nach der nächsten Dusche hängte ich es in die Duschkabine, leider ohne Erfolg! Den Abend verbrachten wir gemütlich auf unserer Terrasse und erhielten unerwartet einen neuen Mitbewohner, nämlich eine kleine Katze, die die nächsten zwei Tage nicht von unserer Seite wich, bis sie am dritten Tag einfach weg war. Am nächsten Tag, dem 2. Weihnachtsfeiertag, der im Englischen "boxing day" genannt wird, lagen wir erst faul am Strand herum und fuhren gegen Nachmittag über die Insel. Den ersten Stopp machten wir im Hotel Pacific Resort and Spa, weil ich dort eine Pediküre buchen wollte. Das Resort war wunderschön und daher reservierten wir auch gleich einen Tisch für unseren letzten Abend am Sonntag. Wir durften auch den Strand nutzen und hüpften natürlich gleich ins Meer. Als wir weiterfahren wollten, merkten wir, dass wir den Schlüssel im Sitz der Vespa, der einen kleinen Stauraum enthält, hatten liegen lassen. Der Sitz war aber natürlich nur mit dem Schlüssel zu öffnen. Mist! Michael ging zur Rezeption und konnte glücklicherweise den Vermieter erreichen, der jemanden vorbei schicken wollte. Wir stellten uns am heutigen Feiertag schon darauf ein, dass wir sicherlich zwei oder drei Stunden warten mussten und waren daher mehr als überrascht, als nach einer Viertelstunde jemand mit unserem Schlüssel in der Hand vor uns stand. Er habe schon alles geregelt, sagte er. Juhuu, es konnte also direkt weiter gehen! Wie herrlich unkompliziert hier doch alle waren! Wir hatten davon gehört, dass hier an Weihnachten und an Silvester jeweils ein anderes Dorf eine Tanzaufführung macht und damit von Dorf zu Dorf über die ganze Insel zieht, natürlich begleitet von einer Band, Gesang und viel Essen. Mit diesen Aufführungen sammelt das Dorf in jedem anderen Dorf Geld, um dieses für Investitionen im eigenen Dorf zu nutzen. Da wir nicht wussten, wo die Gruppe gerade war, fuhren wir einfach los ... und siehe da, wir hatten Glück und erwischten die Gruppe im letzten Dorf und konnten alles mitverfolgen. Es war fantastisch. Klein, Groß, Jung und Alt, Männer und Frauen tanzten in der Gruppe und eine große Band begleitete sie mit einheimischen Liedern. Die Frauen, sogar schon die kleinen Mädchen, schwangen ihre Hüften und jeglichen Blumenschmuck, den sie an sich trugen. Alle sangen laut dazu mit. Es war so ergreifend, dass ich Gänsehaut bekam. Auch hier trafen wir wieder unser Reisepärchen, die bereits den ganzen Tag schon mit der Gruppe unterwegs waren. Die Veranstaltung endete damit, dass uns wieder fremde Leute mit in die Dorfhalle führten und uns aufforderten, uns von dem großen Buffet zu bedienen, was dort aufgebaut war. Nach anfänglichem Zögern bedienten wir uns und bekamen sofort sogar Getränke in die Hand gedrückt. Innerhalb von zehn Minuten war das ganze Buffet leer und die Essensorgie beendet. Zugegebenermaßen sieht man die Priorität auf das Essen auch dem ein oder anderen Einheimischen an. Danach fuhren wir weiter um die Insel und entdeckten schöne kleine Dörfer, verlassene Wege und einen tollen Aussichtspunkt auf dem Berg der Insel, von wo aus wir die riesige Lagune genießen konnten. Abends machte ich mich dann daran, mein Kleid zu bügeln bzw. mit dem kleinen Dampfbügeleisen zu dämpfen. Erst bügelte ich das Unterkleid, glücklicherweise mit einem Tuch darunter, da das Bügeleisen schwarz abfärbte. Oh mein Gott, noch einmal Glück gehabt. Dann hing ich das Kleid an die Badtür und dämpfte mit der kleinen Dampffunktion des Bügeleisens mein Kleid. Diese mühselige Arbeit kostete mich zwei Stunden und jede Menge Nerven. Aber das Ergebnis konnte sich sehen lassen! Danach fuhren wir nochmal in den Game Fishing Club, da uns mittags bei der Aufführung jemand gesagt hatte, dass dort an diesem Abend Livemusik sein sollte, was wir natürlich nicht verpassen wollten. Es war zwar nicht die tolle Musik, die wir erwartet hatten, aber wir hatten trotzdem viel Spaß. Als Michael sich ein neues Bier kaufen wollte, stellte ihm plötzlich ein Mann, der neben uns saß, eine volle Flasche Bier hin und schenkte ihm sie - einfach so, er habe sie noch übrig. Wir waren mal wieder baff! Später trafen wir auch die Leute wieder, die uns nachmittags den Tipp gegeben hatten, und wurden auch gleich von ihnen aufgefordert, mit ihnen zu tanzen und uns an ihren Tisch zu setzen, wo wir uns sehr nett mit ihnen unterhielten, bis wir irgendwann kurz nach elf Uhr im leichten Nieselregen aufbrachen. Schließlich war am nächsten Tag unsere Hochzeit! Den Sonntag nach unserer traumhaften Hochzeit, über die wir bereits berichtet haben, verbrachten wir damit, im Regen auf unserer Terrasse zu sitzen, langsam unsere Rucksäcke zu packen und unsere Hochzeit Revue passieren zu lassen. Es war viel zu schnell vergangen und wir konnten es noch nicht wirklich begreifen, dass wir jetzt verheiratet waren und dass wir so eine traumhafte Hochzeit hatten. Nachmittags fuhren wir noch bei Tania vorbei, um die Hochzeit zu bezahlen. Das war dann definitiv der unromantische Teil, aber wir hatten noch eine lustige Unterhaltung mit Tania, die uns etwas mehr vom Inselleben und ihrer Familie erzählte und uns noch jede Menge Wasserflaschen mitgab, als wir nur kurz erwähnten, dass wir noch zum Wassertank fahren wollten. Wow! Abends fuhren wir ins Pacific Resort und gönnten uns eine Seafood Platte, die jedoch nicht gut schmeckte und wir schon beim Essen merkten, dass die Qualität nicht besonders gut war. Am nächsten Morgen war uns beiden richtig schlecht und wir mussten Tabletten gegen die Übelkeit nehmen. Es war schrecklich! Glücklicherweise hatte Annie, Tanias Mutter, versprochen, den Papierkram mit unserer Heiratsurkunde in Rarotonga zu übernehmen und uns am Flughafen die Urkunde zu geben. Das hätten wir niemals hinbekommen. Schlimmer war aber noch, dass wir in Rarotonga bis abends um 21.45 Uhr die Zeit totschlagen mussten, da erst um diese Uhrzeit unser Flieger nach Auckland startete. Miles brachte uns zuerst zum Scooterverleih, um den Scooter abzugeben, und dann zum Flughafen und verabschiedete uns dort. Der Flughafen ist so klein und jeder kennt hier jeden, so dass wir beim Einchecken noch nicht mal die Ausweise vorlegen mussten, sondern nach der Gepäckaufgabe sofort unsere Bordkarte erhielten. Wahrscheinlich wussten Sie, dass wir bei Miles waren, und da sie ihn kannten, kannten sie vielleicht auch uns ... oder so ähnlich?! Tania kam auch noch vorbei und brachte uns ein kleines Abschiedsgeschenk und nochmal den Text unserer Trauung. Ebenfalls am Flughafen trafen wir auch Potini wieder, der uns eine erste DVD übergab, auf der schon mal die ersten 50 Fotos gespeichert waren. Den Rest versprach er, uns per Post nach Hause zu senden. Der Flug zurück nach Raro war schrecklich. Eine Turbulenz nach der anderen rüttelte den kleinen Flieger und ich musste ein paar Mal in Richtung "weiße Tüte" greifen, aber glücklicherweise doch nicht benutzen. Als wir in Raro ankamen, waren wir mittlerweile so schläfrig von den Tabletten und es war uns immer noch so schlecht, dass wir Annie glatt übersahen. Aber sie sah uns und winkte uns zu. Sie erklärte uns aber, dass sie die Apostille doch nicht bekommen hätten, da das entsprechende Amt geschlossen war. Auf einmal kam dann aber Annies Mann und sagte, dass er jemanden getroffen habe, der ihm helfen könne und wir unsere Apostille doch noch bekämen. In der Zwischenzeit luden wir unser Gepäck bei Annies Mann ab und verbrachten danach den ganzen Tag in einem Backpacker Hostel, das gegenüber des Flughafens lag. Es war ein schrecklicher Tag, da wir uns am liebsten hingelegt hätten, es hierzu aber keine Möglichkeit gab. So schlugen wir von 11 Uhr bis 19 Uhr die Zeit tot, als uns Annie wieder abholte und ihr Mann uns die mit Apostille versehene Urkunde überreichte. Juhuu! Wir waren sehr glücklich darüber und konnten nun beruhigt einchecken und uns noch bis kurz vor 22 Uhr die Zeit am Flughafen vertreiben. Es war geschafft! Leider mussten wir uns nun also von der traumhaften Südsee verabschieden. Wir haben insgesamt vier Wochen in der Südsee verbracht, wovon Aitutaki der absolute Höhepunkt für uns war und wir sehr gerne nochmal dorthin fliegen würden! Überhaupt waren die Cookinseln für uns die schönsten Südseeinseln, nicht nur wegen der atemberaubenden Landschaft, sondern vor allem wegen der unglaublich gastfreundlichen, gut gelaunten und herzlichen Menschen hier. Die Polynesier waren schon sehr nett gewesen, aber die Einwohner der Cookinseln haben uns einfach sprachlos gemacht! Ein Spruch, den ich bei Tania an der Wand gesehen habe, geht mir hierbei einfach nicht mehr aus dem Kopf, der ziemlich genau das Lebensgefühl dort beschreibt: "Live every moment, laugh every day, love beyond words" (Lebe jeden Augenblick, lache jeden Tag und liebe über alle Maßen)! Wir lieben die Cookinseln!! Bilder folgen bald ...

Cookinseln – Rarotonga

von Dani Am 18.12.14 sind wir in Rarotonga angekommen. Wir waren sehr traurig, Bora Bora verlassen zu müssen, aber freuten uns auch auf das neue Ziel. Außerdem regnete es in Tahiti, als wir in den kleinen Flieger einstiegen, so dass es nur besser werden konnte. Nach zweieinhalb Stunden Flug kamen wir schließlich an. Bereits auf dem Landeanflug sahen wir, dass die Insel von langen Stränden und einem Riff umsäumt war, so dass wir hier wieder lange Strände genießen konnten. Wir wurden von einem netten Fahrer abgeholt, dessen Namen und auch sonst nichts von ihm verstanden, da wir uns nun wieder an Englisch und einen neuen Akzent gewöhnen mussten. Auf dem Weg zu unserer Unterkunft bekamen wir einen ersten Eindruck von der Insel, die ganz anders war als Bora Bora, davon abgesehen, dass sie viel größer als Bora Bora war. Es gab eine richtige Stadt mit einigen Geschäften, die Grundstücke und Häuser waren sehr gepflegt, es gab an jeder Ecke eine Kirche einer anderen Glaubensgemeinschaft, der Verkehr fuhr links, die Vespa- und Motorradfahrer trugen keine Helme, es gab einen Inselbus, der in zwei Richtungen fuhr (im Uhrzeigersinn, gegen den Uhrzeigersinn - stand auch so am Bus) und genau an dem Ort hielt, den man beim Einsteigen dem Fahrer nannte, es gab überall Bars, Cafés und Restaurants ...kurzum, Rarotonga ist viel weiter entwickelt als Bora Bora, dafür aber natürlich auch etwas hektischer als Bora Bora. Auf Bora Bora hatte man mehr "Inselgefühl", da alles einfach und ursprünglich war und es nicht sehr viel gab. Hier hatte man sehr viel mehr Möglichkeiten, was den Stresslevel wieder ein wenig anhob. Jedenfalls mussten wir uns erst wieder ein bisschen an den Verkehr und die vielen Geräusche - vor allem die wahnsinnig laute Brandung vor unserem Bungalow - gewöhnen. Unser Bungalow im Tropical Sands war sehr hübsch und auch hier wieder liebevoll von den Eigentümern Kanoé und Rudy dekoriert, die beide ca. Anfang sechzig und auch Künstler sind: Kanoé malt, macht Mosaike und gestaltet Maorisymbole aus Holz, die sie an und in den Bungalows anbringt. Rudy ist Musiker und spielt in einer Band. Kanoé ist in Hawai geboren und aufgewachsen und hat schon in der ganzen Welt gewohnt. Rudy ist von Rarotonga. Beide tragen, wie fast alle hier, Tattoos mit hübschen Maorisymbolen, die ihre Lebensgeschichte darstellen. Allerdings waren sie nicht so hilfsbereit wie Annette und Marc. Sie sagten uns kurz, wo auf der Insel was zu finden war, doch dann hieß es "selber machen"! Also machten wir uns bei herrlichem Sonnenschein, aber sehr starkem Wind, der uns die ganze Zeit auf Raro erhalten blieb, zu Fuß auf den Weg in den nächsten Ort, wo ein "nightmarket" stattfinden sollte, auf dem wir nationale Gerichte essen konnten. Nach einer dreiviertel Stunde kamen wir an und genossen frischen Fisch, eine Kokosnuss und ein kühles Bier und das dieses Mal für umgerechnet ca. 20 Euro. Wir konnten kaum glauben, wie billig es hier war. Auf dem Rückweg wollten wir dann den Bus "gegen den Uhrzeigersinn" zurück nach Hause nehmen, stellten aber fest, dass dieser nur bis halb fünf Uhr fuhr. Da wir nicht wieder laufen wollten, nahmen wir den Bus in Richtung Uhrzeigersinn, fuhren dafür aber einmal um die komplette Insel, was eine Stunde dauerte. Es war aber definitiv bequemer und wir konnten uns schon mal die gesamte Insel anschauen. Die Insel war sehr schön, dennoch änderten wir abends unsere Pläne und buchten unseren Flug nach Aitutaki von Dienstag auf Montag vor, da wir mehr Zeit dort verbringen wollten. Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Bus und sämtlichen Papieren in die Stadt zum Justice Department, um dort unsere Heiratslizenz zu beantragen. Wir waren etwas nervös, ob alles funktionieren würde, aber da wir gut vorbereitet waren, klappte alles und es hieß, dass wir unsere Lizenz am Montag gegen 10 Uhr abholen könnten. Juhuu! Der erste Schritt war getan in Richtung Hochzeit. Danach spazierten wir durch die Stadt und verfielen direkt einem kleinen Shoppingrausch, da hier alles viel günstiger war. Ich erstand gleich zwei Kleider und jede Menge Souvenirs, die wir noch am gleichen Tag wieder per Post nach Hause verschickten. Dann mieteten wir uns wieder eine Vespa, was in fünf Minuten erledigt war: internationalen Führerschein vorgelegt, Kreditkarte gezückt, kurze Einweisung und schon besaßen wir eine Vespa - ohne Helme natürlich. Die nette Dame sagte nur, dass in der Stadt 30 km/h und außerorts nur 50 km/h gefahren werden dürften und man daher keinen Helm benötige ... ok, anscheinend waren die Straßen hier aus Gummi...na dann mal los! Auch hier war es übrigens normal, dass Kinder und Erwachsene hinten auf dem Truck saßen oder Kinder auf der Vespa nur mit einem Pareo an die Mutter gebunden waren und so fröhlich überall hin mitfuhren. Alles einfach etwas entspannter und anscheinend nicht unbedingt gefährlicher, da es hier wirklich niemanden raste, sondern alle ganz entspannt und recht rücksichtsvoll über die Insel fuhren. Überhaupt waren hier alle Menschen noch entspannter, fröhlicher und freundlicher als in Französisch-Polynesien, was uns auch später in Aitutaki sehr beeindruckte. Nachmittags fuhren wir mit der Vespa um die gesamte Insel und schauten uns die schönsten Strände an, an denen wir das Wochenende verbringen wollten. Wir entdeckten auch viele schöne Restaurants und Bars direkt am Strand. Es war einfach toll! Abends fuhren wir mit dem Bus in die Stadt, aßen gebackenen Schwertfisch mit Pommes frites und Aioli in der berühmten (auf der Insel) Bar Trader Jack's und starteten in eine lustige Partynacht, die mit Cocktails und Livemusik begann und mit ausgelassenem Tanzen, einigen Trinks mehr und wieder Livemusik in einer anderen Bar/Disco später endete und wir gerade noch den letzten Bus um 02:15 uhr nach Hause erwischten. Am nächsten Tag kurierten wir nur Michaels Kater aus und gingen abends in ein urgemütliches Strandrestaurant essen. Sonntags ging ich um 10 Uhr in einen Gottesdienst einer christianischen Baptistengemeinde, da mir von einigen empfohlen worden war, mir die tollen Gesänge anzuhören. Es war beeindruckend und ganz anders als bei uns. Die Kirche war brechend voll, alle hatten sich herausgeputzt, insbesondere die Frauen trugen fast alle Hüte mit wunderschönen Blumenkränzen verziert. Die Begrüßung des Pastors begann mit der Frage "Geht es euch gut?", was einhellig und mit voller Lautstärke mit "all the time" und einem Lächeln auf den Gesichtern beantwortet wurde. Wow! Die Kirche war die ganze Messe über offen, ständig gingen Erwachsene und Kinder hinein und hinaus und verbrachten einfach eine gemütliche Stunde in der Kirche. Die Kinder trafen Freunde und lachten - und niemanden störte dies glücklicherweise! Und die Lieder, die gesungen wurden, waren einfach nur wunderschön! Die ganze Kirche sang alle Lieder mit viel Spaß und in einer Lautstärke, wie ich es bei uns noch nie gehört habe. Ein paar englische Lieder konnte ich dank eines Beamers, der die Texte an die Wand projezierte, sogar mitsingen. Alle anderen Lieder und der Gottesdienst wurden überwiegend in Cook Island-Maori gesungen bzw. gehalten. Beim Verlassen der Kirche wollte jeder dem Pastor noch einmal die Hand schütteln oder sich mit ihm unterhalten. Es war einfach eine herzliche entspannte Atmosphäre, die ansteckend war. Gut gelaunt kehrte ich zum Bungalow zurück und wir verbrachten anschließend einen herrlichen Tag am Strand an der Westküste. Montags morgens fuhren wir in die Stadt, um pünktlich auf dem Amt zu sein. Wir mussten aber leider noch warten, da die Lizenz noch nicht fertig war. Es musste noch eine Unklarheit bezüglich einer Schreibweise beseitigt werden, so dass wir die Lizenz schließlich um halb zwölf Uhr erhielten, unsere Vespa abgaben und mit dem Bus nach Hause fuhren, um unsere Rucksäcke zu packen, da wir mit dem Flieger um 15.30 Uhr nach Aitutaki fliegen wollten, was uns trotzdem halbstündiger Verspätung des Taxis auch gelang. Und weiter ging es zur nächsten Station - juhuu!! Bilder folgen bald ...

Wir sind unter der Haube!

von Dani und Michael JUST MARRIED!! Wir sind nun verheiratet und hatten gestern eine perfekte, traumhafte Hochzeit im Paradies hier auf Aitutaki bzw. Onefoot Island. Der Tag begann damit, dass wir uns mit lauter Musik und einem letzten Frühstück als Verlobte bzw. Unverheiratete auf den Tag einstimmten bzw. -tanzten. Wir freuten uns beide riesig und waren ein wenig aufgeregt. Da wir Teile des Tages getrennt verbrachten, schreiben wir die Vorbereitung abwechselnd in der Ich-Perspektive, um so besser die einzelnen Gedanken schildern zu können. Die Vorbereitung: Dani: Nach dem Frühstück fuhr ich mit unserer Vespa in das benachbarte Pacific Resort and Spa, wo ich mir in einer sehr entspannten Pediküre meine Füße für die Strandhochzeit aufhübschen ließ. Dies war perfekt, da die Behandlung so entspannend war, dass alle Aufregung verflog. Gegen 12 Uhr wurde ich dann von Tania Bishop, unserer Hochzeitsplanerin, abgeholt und zum Aitutaki Village (ehemals Samade on the beach) gefahren, wo mir ein Bungalow zur Verfügung gestellt wurde, in dem ich mich getrennt von Michael umziehen konnte. Außerdem traf ich mich dort mit Potini, unserem Fotografen, der mir auch die Frisur und das Makeup machte. Ich hatte ihm vor unserer Abreise ein paar Ideen geschickt, was mir gefallen würde. Potini fackelte dann auch nicht lange, als er den Bungalow betrat, sondern setzte mich auf einen Stuhl und fing an, mir die Haare zu frisieren - ohne Spiegel. Ich musste ihm also vertrauen, dass er meine damaligen Ideen umsetzen würde. Als ich dann nach ca. einer Stunde in den Spiegel schaute, war ich einfach nur begeistert! Tania brachte mir zwischenzeitlich ein Glas Pinot Gris, damit das Styling etwas lustiger würde. Gleich darauf folgte das Makeup, das mich ebenso restlos begeisterte, als ich es zum Schluss im Spiegel sah. DAS sollte ICH sein? Wow, ich konnte es kaum glauben und war einfach nur glücklich, dass ich an unserer Hochzeit so toll aussehen würde!! Während unseres Stylings allerdings begann es zu regnen. Wir wussten, dass Regen gemeldet war. Aber dies war auch für die Tage zuvor gemeldet worden, an denen es sehr sonnig war, so dass wir die Hoffnung gehabt hatten, dass auch die Vorhersage für unsere Hochzeit falsch sein würde. Potini, Tania und ich hofften dennoch weiter, dass es sich bessern würde - was es aber nicht tat. Also kam sogar Tanias Mutter irgendwann zu mir und fragte mich, ob wir wirklich zu Onefoot Island fahren wollten, da es dort auch regnen würde. Sie könnten uns auch anbieten, auf ihrem großen Ausflugsboot irgendwo auf dem Wasser in der Lagune zu heiraten. Ich überlegte aber nicht lange und sagte, dass wir auf jeden Fall auf Onefoot Island heiraten wollten, egal, bei welchem Wetter. Potini und ich machten noch ein kleines Fotoshooting, bevor Michael dann von Tanias Mutter in unserem Bungalow abgeholt und an den Strand gefahren wurde, wo das Boot zum Transfer wartete. Zwischenzeitlich hatte sich der Regen gelegt und es nieselte nur noch leicht. Also konnte das erste Aufeinandertreffen doch am Strand stattfinden. Als Tania mich mit ihrem Auto vorfuhr, sah ich Michael schon am Strand stehen. Er sah etwas nervös aus, er trug ein weißes Hemd mit Manschettenknöpfen, eine weiße Leinenhose, eine Muschelkette und war barfuß 🙂 !! Wir wollten auf jeden Fall beide in Flip Flops bzw. barfuß heiraten. Mit seiner tollen Bräune sah Michael umwerfend aus! Wow, diesen Mann würde ich gleich heiraten! Langsam stieg ich aus dem Auto und ging auf meinen zukünftigen Ehemann zu. Es war ein toller Moment! Wir stiegen dann zusammen mit dem Standesbeamten, den Trauzeugen Annie und Tania Bishop, Potini und der 2-Mann-Stringband in das Motorboot, das uns quer über die Lagune zu Onefoot Island fuhr. Es war ein tolles Erlebnis, mit dem Boot zu unserer Trauung zu fahren und so konnten wir die traumhafte Lagune noch mal sehen. Michael: Nach dem Frühstück machte sich Dani auf den Weg zur Pediküre. Ich fing dann erst mal an, den Bungalow aufzuräumen, damit es auch perfekt ausschaute, wenn wir nachts wieder zurück kämen. Ich packte auch schon mal die Tasche mit den wichtigsten Gegenständen wie Trauringe, Reisepässe, Akkupacks, Handy, Kamera und Bluetooth-Lautsprecher. Dann begann ich damit, meinen Hochzeitsdress - der aus einem weißen Hemd (mit Manschettenknöpfen, damit es etwas festlicher wirkt) und einer weißen Leinenhose bestand - zu bügeln. Der Kampf dauerte knapp eine Stunde. Durch den Transport im Rucksack waren doch die eine oder andere Falte in der Kleidung. Selbst mit dem Dampf aus dem Bügeleisen waren diese kaum zu bezwingen. Als ich fertig war, kam auch schon Dani von der Pediküre zurück und wurde auch bald darauf von Tania Bishop zur weiteren Vorbereitung abgeholt. So langsam machte sich die Aufregung bemerkbar. Meine Gedanken kreisten ständig um die Frage, wie Dani wohl aussehen und wie die Trauung sein würde. Dann machte auch ich mich daran, mich etwas salonfähig zu machen. Da es bei mir nicht so lange dauerte, war danach noch genug Zeit, um nervös im Bungalow herumzusitzen und auf das Meer zu starren :-). Sollte das Hemd doch eher über der Hose hängen oder sollte ich es doch in die Hose stecken? Irgendwann habe ich mich dazu durchgerungen, das Hemd über der Hose zu tragen - lässig eben. Gegen drei Uhr wurde ich von meinem Leiden erlöst und zu unserem Treffpunkt gefahren. Das Wetter war nicht wirklich gut, war mir aber egal. Unterwegs erzählte mir Tanias Mutter Annie von der schweren Entscheidung, die Dani zu treffen hatte. Ich zuckte erst einmal zusammen. Schwere Entscheidung? Welche Entscheidung denn? Möchte sie mich nun doch nicht mehr heiraten? Aber sie erklärte direkt, dass es um die Entscheidung ging, wo und wie die Trauung stattfinden sollte. Entweder auf einem Boot in der Lagune oder am Strand von Onefoot Island. Dani entschied sich richtigerweise für die Trauung auf Onefoot Island. Das bisschen Regen machte nichts. Unser Standesbeamter nannte es "liquid sunshine". Am Treffpunkt angekommen ging ich kurz aufs Boot, um die Tasche abzulegen. Als dann beschlossen wurde, dass wir uns doch auf dem Strand begegnen sollten, ging ich wieder vom Boot zum Strand. Da fuhr auch schon das Auto vor, in dem Dani saß. Jetzt war die Spannung riesig. Als sich die Tür öffnete, stieg die schönste Frau der Welt aus dem Auto!! Wahnsinn. Sie war ein Traum in Weiß. Und sie strahlte von ganzem Herzen. Es war herrlich. Vor mir stand sie nun. In einem traumhaften Kleid. Ich lernte dann auch Potini, unseren Fotografen, kennen. Als er mich sah, fing er an zu lachen, da wir ihm schon eine Woche zuvor in Rarotonga auf einer Party begegnet waren, uns aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht kannten. Offensichtlich sind wir ihm in Erinnerung geblieben, da wir non-stop tanzten und ausgelassen feierten. Dann ging es nun endlich los. Das Boot legte ab und wir fuhren nach Onefoot Island. Die Trauung: Als wir in Onefoot Island ankamen, war der Regen nicht mehr so stark. Wir zogen unsere Flip Flops aus und liefen barfuß am Strand entlang zum Standesbeamten, der am anderen Ende des Strandes auf uns wartete. Währenddessen machte Potini, mit Regenschirm bewaffnet, Bilder von uns. Die Trauung war wunderschön! Wir kannten die kleine Rede, die der Standesbeamte hielt, bereits vorher, da Tania uns diese gemailt hatte. Aber diese schönen Worte nochmal live zu hören, war einfach sensationell. Auch der Moment, als wir uns gegenseitig unsere Ehegelübde schworen, war sehr ergreifend! Wir hatten sie zwei Tage vorher selbst geschrieben. Tränen flossen aber keine, da wir beide einfach nur happy waren und alles genossen. Wir strahlten um die Wette. Nach der Trauung unterschrieben unsere Trauzeugen und wir unsere Heiratsurkunde, bevor wir eine Flasche Champagner und eine Kokosnuss köpften und mit allen anstießen. Die Band spielte traditionelle Lieder, zu denen wir am Strand tanzten. Potini machte sehr viele Fotos von uns. Zu guter Letzt erhielten wir auch noch den Barfuß-Stempel mit der Aufschrift "married on Onefoot Island" in unseren Reisepass. Nach ca. eineinhalb Stunden und einem weiteren kleinen Fotoshooting auf der direkt vor Onefoot Island liegenden Sandbank Heaven, verließen wir die Insel wieder und wurden zum Aitutaki Lagoon Resort and Spa gefahren, wo wir in einem kleinen offenen Holzbungalow direkt am Strand, der sehr hübsch in weiß dekoriert war, ein hervorragendes Menü mit Wein und Musik hatten, da wir unsere kleine tragbare Box und unsere Handys mitgebracht hatten, so dass wir zwischen den Gängen am Strand tanzen konnten. Es war unglaublich romantisch! Es regnete zwar immer noch, aber der Regen störte uns überhaupt nicht! Wir genossen einfach nur jeden einzelnen Augenblick. Gegen halb zwölf Uhr wurden wir zu unserem Bungalow zurück gebracht, wo wir noch kurz mit unseren sehr aufgeregten und wartenden nunmehr Schwiegereltern skypten und bis in die Nacht tanzten! Wir hatten wirklich trotz Regens eine traumhafte Strandhochzeit! Es war einfach alles perfekt und für uns wirklich der schönste Tag im Leben, den wir niemals vergessen werden! Wir sind überglücklich, dass wir an diesem wunderschönen Ort unsere Hochzeit hatten! Dass die Hochzeit so schön war, haben wir natürlich auch unserer Hochzeitsplanerin Tania Bishop (www.bishopscruises.com) und ihrer Mutter Annie zu verdanken, die sich davor und danach rührend um uns gekümmert haben und uns einen perfekten Tag bereitet hatten. Schaut Euch einfach die Fotos in der Galerie an, dann wisst Ihr, was wir meinen ;-)! Liebste Grüße vom glücklichen Brautpaar Dani und Michael

Bora Bora

von Dani und Michael Unser letzter Tag in Moorea war erfreulicherweise noch sehr schön. Kurz vor unserer Abreise aus dem traumhaften Hilton Hotel sind wir noch mal von unserer Terrasse aus ins glasklare Meer gesprungen und um die Korallen herum geschnorchelt. Wir haben jede Menge tolle bunte Fische gesehen, die man sonst nur im Aquarium sieht, es war herrlich. Bilder folgen demnächst... Von dem klitzekleinen Flughafen in Moorea (Saarbrücken ist dagegen ein riesiger Flughafen) sind wir dann mit einer kleinen Maschine der Air Tahiti nach Bora Bora geflogen. Der Flug dauerte nur ca. 45 Minuten. Der Anflug auf Bora Bora war schon ein Traum, da man die ganzen Riffe und die riesige türkisblaue Lagune sah. Mit der Fähre fuhren wir dann auf die Hauptinsel in die Hauptstadt Vaitape. Dort wurden wir von unserem Vermieter Marc André der Pension Bungalove abgeholt und nach einem kurzen Halt im Supermarkt, da wir ab nun Selbstversorger sind, zu seinem Grundstück gefahren, auf denen sich das Wohnhaus von Marc André und seiner Frau Annette (www.boraborabungalove.com) und nebenan zwei Bungalows befinden, die sie vermieten. Das Grundstück ist recht groß und liegt direkt am Wasser der großen Bucht von Faanui. Der große Garten ist wie ein kleiner Dschungel, besitzt einen kleinen Teich mit Seerosen und ist liebevoll überall mit Muscheln und asiatischen Accessoires und den Bildern und Kunstwerken von Marc André dekoriert. Wir waren zunächst für zwei Tage in dem kleineren Bungalow untergebracht, zu dem nebenan eine Art Outdoor-Bad mit Dusche unter freiem Himmel und eine offene Küche gehörte. Nach zwei Tagen durften wir dann aber ohne zusätzliche Kosten in den luxuriösen großen Bungalow umziehen, da dieser frei wurde und auch keine anderen Gäste kamen. Dieser Bungalow war traumhaft. Es ist ein ehemaliger Wasserbungalow eines Luxushotels, das geschlossen wurde und den Marc gekauft und auf sein Grundstück direkt ans Wasser gesetzt hat mit einer Terrrasse, von der aus man morgens beim Frühstück Fischen beobachten kann. Der erste Tag allerdings war irgendwie ernüchternd. Wir haben mittlerweile festgestellt, dass wir immer ca. einen Tag brauchen, um uns von der alten, schönen Umgebung, in der wir vorher waren, innerlich zu verabschieden und uns mit der neuen, noch unvertrauten Umgebung anzufreunden. So war es auch hier. Auf der Fahrt zum Bungalow konnten wir uns ein erstes kleines Bild von der Insel machen, die eben sehr ursprünglich ist. Die Menschen leben hier hauptsächlich im Freien und viele legen daher keinen großen Wert auf ein schönes Haus oder ähnliches. Außerdem ist alles hier sehr teuer, weshalb viele Menschen hier sehr einfach leben. Gut, dies kannten wir schon von Moorea. Aber wir hatten uns Bora Bora mit vielen tollen weißen Stränden und glasklarem Wasser vorgestellt, wovon wir bei der Autofahrt jedoch überhaupt nichts sahen. Wir schnappten uns daher noch am gleichen Tag die von Marc und Annette kostenlos angebotenen Fahrräder und sausten Richtung einzigem Strand der Hauptinsel am Matira Point, der sehr schön sein sollte. Wir wollten endlich die typische Bora Bora Südseekulisse sehen. Mit den doch etwas alten Fahrrädern und auf den mit Schlaglöchern versehenen Straßen brauchten wir fast eine Stunde, um die 14 km bis dorthin zu bewältigen. Als wir dort ankamen, sahen wir den Strand jedoch nicht bzw. was wir sahen, war alles als Privateigentum markiert und nicht zugänglich. Komisch, das hatten wir uns anders vorgestellt. Wo sollten wir jetzt in der nächsten Woche hier schwimmen und schnorcheln? Bis auf ein paar kleine Shops und Bars gab es auch sonst nichts auf der Insel. Man konnte noch wandern, aber wir waren ohnehin schon so zerstochen von den ganzen Moskitos, das wir diese Alternative ausschlossen. Recht deprimiert kehrten wir zu unserem Bungalow zurück. Schließlich fing es auch noch an zu regnen, was uns dann den Rest gab und wir zermürbt in unserem kleinen Bungalow saßen. Das sollte Bora Bora sein? Oh Mann... Am zweiten Tag (Freitag) wurden wir morgens wieder von starkem Regen geweckt. Das waren ja tolle Aussichten. Ich skypte nach dem Frühstück erstmal noch mit unserem Kanzleiteam, das sich gerade 11 Stunden weiter abends auf unserer Weihnachtsfeier im Hofhaus befand und kräftig am Feiern war. Für ein paar Grüße und Berichte schaltete ich mich per Skype dazu, was ganz lustig war. Danach erklärte uns Marc in den kurzen Regenpausen, was man auf der Insel (bei gutem Wetter) an Wasseraktivitäten unternehmen konnte. Wir waren recht zuversichtlich und planten für den nächsten Tag eine Lagunentour ein, auf der man mit Haien und Rochen schwimmen konnte. Außerdem erzählte uns Marc noch ein wenig von Bora Bora, z. B. dass es bis vor 50 Jahren noch fast gar nichts auf der Insel gab. Erst als die Amerikaner zur Zeit der Konflikte wegen Pearl Harbour in Bora Bora einen Stützpunkt aufbauten, entwickelte sich Bora Bora dank der Amerikaner. Diese bauten praktisch alles dort auf. Sie bauten einen Flughafen, der zweite Flughafen überhaupt nach Maupiti in Französisch-Polynesien (Tahiti baute erst Ende der 1980er Jahre einen Flughafen), sie bauten die komplette und einzige Straße um die ganze Insel herum, sie errichteten eine Wasserversorgung und bauten zwei Docks für den Transport der Frachtgüter und Kanonen, die sie an vier Punkten auf der Insel installierten und die man heute noch sehen kann. Erst Jahrzehnte später entdeckten die Franzosen ihr Interesse an Bora Bora und unterstützten die Insel und die gesamte Region Französisch-Polynesiens mit finanziellen Mitteln und Gütern. Mit den Franzosen wurden aber auch viele Gesetze und Regeln in Kraft gesetzt, was den Ureinwohnern erstmal nicht gefiel und es auch deswegen immer wieder Bewegungen gibt, die sich von Frankreich politisch unabhängig machen wollen, was jedoch rein wirtschaftlich unmöglich ist. Am dritten Tag (Samstag) mussten wir unsere Pläne für die Lagunentour leider wegen andauernden Regens streichen. Wir verbrachten den Tag mit Skypen, Lesen und ein bisschen im Regen schnorcheln vor unserem Bungalow. Nachmittags wurde das Wetter dann jedoch besser bzw. es regnete nicht mehr. Diese Gelegenheit ergriffen wir und nahmen das Angebot wahr, endlich auf eine der in der Lagune gelegenen kleinen Inseln (sog. Motus) zu fahren, wo die ganzen Hotels angesiedelt sind. Vielleicht würden wir dort endlich Südseefeeling erleben. Wir fuhren daher mit dem Shuttleboot zum nahe gelegenen Pearl Beach Resort, das ähnlich wie viele andere Hotels in Bora Bora, externen Urlaubern die Möglichkeit bietet, entweder kostenlos oder gegen Zahlung einer Tagesgebühr die Hotelanlagen und den Strand zu nutzen, da es wie gesagt auf der Hauptinsel nur Matira Beach gibt und die anderen Strände alle ausnahmslos auf den Motus liegen. Und was soll ich sagen...trotz Wolken waren wir nun hier endlich im Paradies angekommen. Als wir aus dem Boot ausstiegen, lagen vor uns ein weißer, mit Palmen umsäumter Strand und das glasklare warme Wasser des Südpazifiks. Ein Traum!! Wir waren restlos begeistert! DAS also war auch Bora Bora. Und genauso hatten wir es uns vorgestellt. Wir verbrachten einen tollen Nachmittag mit kleineren Regenschauern am wunderschönen Strand mit Blick auf den Berg Bora Boras. Es war eine herrliche Kulisse, auch ohne viel Sonne. Abends gingen wir in den Maikai Yacht Club essen. Man wird hier von den Restaurants mit einem kostenlosen Shuttleservice abgeholt und wieder zurückgefahren, was sehr angenehm ist. Auf der Fahrt dorthin unterhielten wir uns ein wenig mit einem der Fahrer namens Philippe. Er fragte uns, wo wir herkämen. Wir erzählten, dass wir in einer kleinen Stadt namens Saarbrücken im Südwesten Deutschlands an der französischen Grenze leben, die er aber sicher nicht kenne. Doch er nickte mit dem Kopf und sagte, dass er Saarbrücken natürlich kenne, da er mehrere Jahre dort mit seiner Familie gelebt habe, da sein Vater beim französischen Militär und dort stationiert war. Wie klein die Welt doch ist!! Das Abendessen war hervorragend - und schweineteuer. Natürlich essen wir hier in der Südsee seit zwei Wochen nur Fisch, der hier köstlich zubereitet wird. Aber das Essen bzw. überhaupt das Leben in Französisch-Polynesien ist einfach wahnsinnig teuer, weil fast alles importiert werden muss. Unsere Reisekasse wurde hier erheblich geschröpft, weshalb wir uns dann auch entschieden, an den anderen Abenden zuhause zu kochen. Aber wir haben an diesem Abend den weltbesten Schokolavakuchen mit einem warmen flüssigen Schokoladenkern gegessen, göttlich!! Sonntags beschlossen wir, mal wieder wegen trüber Wetteraussichten, mit dem von Marc zur Verfügung gestellten Mietwagen über die Insel zu fahren. Erstaunlicherweise änderte sich das Wetter aber und es wurde ein sonniger Tag mit nur leichten Regenschauern. Nachmittags entdeckten wir auch endlich den richtigen Strand von Matira Point, wo wir in sauberem glasklaren warmen Wasser badeten und faul in der Sonne lagen. Montags wollten wir zum Hilton Hotel fahren, was wir jedoch aufgeben mussten, nachdem wir auf unseren Fahrrädern auf dem Weg zum Boot von derartigem Regen überrascht wurden, dass wir wirklich nass bis auf die Haut, als hätten wir uns unter die Dusche gestellt, in unserem Bungalow wieder ankamen. Nachmittags wurde das Wetter jedoch etwas besser, so dass wir ins Intercontinental Hotel fahren und dort die traumhafte Anlage genießen konnten. Gekrönt wurde dies mit einem tollen Erlebnis am Strand. Dort konnten wir nämlich an einer Rochenfütterung teilnehmen und hierbei die Rochen, die an unsere Beine heranschwammen und sich an uns drückten, um Futter zu bekommen, streicheln. Es war so schön! Die Rochen fühlen sich ganz weich und zart an und am liebsten hätte ich sie stundenlang gestreichelt und gefüttert. Mittlerweile sahen wir unsere Vermieter kaum noch, da beide von der Epidemie Chikungunya erwischt wurden, die in Französich-Polynesien grassierte. Dies ist eine Krankheit, die von Moskitos übertragen wird und sich wie eine sehr schwere Grippe auswirkt, aber nicht wie Malaria immer wieder ausbricht. Wir sprühten uns seitdem noch öfter mit Moskitospray ein, was aber dennoch nichts nutzte und wir täglich neue Stiche zählen konnten. Trotz Regen- und Gewitteraussichten im Internet, hatten wir dann in den letzten beiden Tagen Glück mit dem Wetter, so dass wir am Dienstag endlich unsere Lagunentour bei strahlendem Sonnenschein unternehmen konnten. Das bessere Wetter verdanken wir unserer neuen alten Taktik, die wir bereits mit unserer Reisegruppe in Patagonien erfolgreich angewendet hatten, nämlich abends mit einem Glas Wein oder Bier auf das Wetter anzustoßen. Wir haben allerdings unseren allabendlichen Trinkspruch mittlerweile erweitert. Wir stoßen nicht mehr nur noch auf das Wetter, sondern auch gegen die Moskitos und auf die Gesundheit an. Unsere Lagunentour war wunderschön. Wir verbrachten den Tag damit, in einem riesigen wunderschönen Korallengarten Hunderte von Fischen beim Schnorcheln zu beobachten, mit kleinen Schwarzspitzenriffhaien, einem Rochen und über großen Zitronenhaien im Meer zu schwimmen. Vorher hatte ich schon ein wenig Angst davor. Aber als wir im Wasser waren und die Haie auf einmal aus dem Nichts auftauchten und neben mir und den anderen schwammen, war es einfach nur faszinierend und überhaupt nicht angsteinflössend. Ein etwas gefährlicheres Ereignis gab es dann aber doch noch: Michael wurde tatsächlich von einer ca. 1 m langen Muräne angegriffen, die auf ihn zuschwamm und dann in die Kamera biss und noch mal auf ihn zuschwamm, bis er sie mit einem leichten Faustschlag wegdrücken konnte. Hinterher erfuhren wir, dass es wahrscheinlich die Kamera war, die die Muräne irritiert hatte. Diese doofen schnorchelnden Touristen aber auch ;-)! Zum Schluss hielten wir noch an einem kleinen Motu an, wo wir baden konnten. Es war einfach toll! Den Nachmittag verbrachten wir dann wieder im Pearl Beach Resort am Strand und im Wasser. Abends gönnten wir uns noch mal ein schönes Abendessen im Yacht Club in sehr entspannter edler Atmosphäre direkt am Wasser. Am letzten Tag radelten wir vormittags ganz entspannt bei traumhaftem Wetter nach Vaitape, shoppten Souvenirs und konnten erfolgreich auf der Post das erste Souvenirpäckchen absenden, damit wir diese nicht mitherumtragen mussten. Den Nachmittag verbrachten wir noch einmal im Pearl Beach Resort am Strand und im Wasser. An diesem Tag war das Wasser so warm, dass ich einfach nicht herausgehen konnte. Ich hüpfte und schwamm fast zwei Stunden ununterbrochen im Wasser, weil es einfach zu schön war! Es war ein traumhafter Abschluss einer traumhaften Woche auf Bora Bora. Wir hatten sehr liebe Vermieter, die uns trotz Krankheit sehr familiär aufgenommen haben, sehr großzügig und uns bei der Organisation unserer Aktivitäten sehr behilflich waren. Es war wirklich schön bei ihnen. Und wir haben vor allem die Insel in dieser Woche trotz anfänglicher Bedenken lieben gelernt, auch trotz des schlechten Wetters. Alles ist hier sehr einfach und entspannt und ganz ursprünglich. Und die Natur und Unterwasserwelt sind so faszinierend, dass man sich nicht daran satt sehen kann. Hier wird einem wirklich bewusst, dass man eigentlich gar nicht viel zum Leben und Glücklichsein braucht. Genauso leben die Leute hier und strahlen diese Haltung auch aus. Jeder lächelt dich freundlich an und grüßt dich mit einem herzlichen "ia orana ("jorana" gesprochen, was "hallo" bedeutet) - das ist ansteckend und sehr entspannend! Nun sind wir auch überzeugte Bora Bora-Liebhaber und würden sehr gerne wiederkommen!! Bilder folgen demnächst... Kurioses über Bora Bora und Moorea:
  • es gibt keine Friedhöfe, daher werden die Toten in den Vorgärten begraben (kein Witz)
  • man kann auf Bora Bora erstaunlicherweise das Wasser aus dem Wasserhahn trinken, wir mussten dort kein Wasser kaufen
  • zum Vespafahren (hier: "Scooter") muss man hier einen Helm tragen (wie schon in Moorea), aber die Kinder werden einfach hintendrauf gesetzt, mit einem Pareo an den Fahrer gebunden und fahren so fröhlich mit - das ist hier ganz normal
  • es gibt jeweils nur eine Straße, die um die Insel führt, und natürlich keine Ampeln
  • Essen ist sehr teuer, Päckchen versenden dagegen nicht
  • Internet funktioniert super (kein Witz)
Bilder folgen bald...v