Fidschi – Bula!

von Dani und Michael Fidschi, endlich!! Als wir in Fidschi ankamen, war ich sehr erleichtert. Erstens war es endlich wieder herrlich warm! Zweitens war der Flug grauenhaft gewesen: die erste Stunde nur Turbulenzen, dann eine Stunde Ruhe, dann die letzte Stunde wieder nur Turbulenzen! Ich mag Fliegen definitiv immer noch nicht! In Fidschi waren wir in der ersten Nacht in einem netten Hotel Tokatoka neben dem Flughafen, da es keine Fähre mehr auf die Mamanuca Inseln gab, wo sich unser eigentliches Hotel befand. Wir wurden begrüßt, indem der Portier die Tür unseres Vans aufriss, mit einer wahnsinnigen Lautstärke "Bula" brüllte und uns zwei verängstigte Touris gleich danach herzlich anstrahlte. Ich hätte vorher besser nicht gelesen, dass die früheren Generationen auf Fidschi Menschenfresser waren ... die Begrüßung war jedenfalls ein wenig beängstigend! Am nächsten Tag setzten wir mit einem kleinen Motorboot des Ratukini Resorts auf die Insel Malolo über. Die Ablegestelle befand sich hinter einem einsamen unfertigen Rohbau. Es schien sehr merkwürdig und wir hatten schon die Hand am Türgriff, da wir befürchteten, nicht wirklich zu einem Boot gefahren zu werden. Aber alles war gut! Als wir in unserem Resort Tropica Island ankamen, waren wir begeistert. Es war traumhaft: Wir waren in einem kleinen ruhigen Resort gelandet mit einem Infinitypool mit Blick auf das Meer, Palmen, weißem Strand, glasklarem Wasser und sehr nettem Personal, das uns ebenfalls herzlich und laut mit Gesang, Musik und "Bula" (was "hallo" oder "willkommen" bedeutet) begrüßte und uns auch in den darauffolgenden Tagen täglich persönlich mit unseren Vornamen begrüßte! Nachdem wir unser Hotelzimmer bezogen hatten, legten wir uns faul an den Pool und genossen die Sonne, die hier wahnsinnig brannte. Pool und Meer waren zwar nicht wirklich eine Abkühlung, da beide sehr warm (sogar für mein Empfinden) waren, aber es war trotzdem toll, darin zu baden! Die nächsten Tage verbrachten wir tatsächlich nur am Pool und im Meer und lasen uns die Augen eckig. Zwischendurch genehmigten wir uns mal einen Cocktail, um uns danach sogleich wieder dem Entspannen zu widmen. Es war einfach herrlich!! Abends genossen wir die Happy Hour und ein gemütliches Abendessen in einem offenen Pavillion direkt am Meer mit einem phänomenalen Blick auf den Sonnenuntergang. Besser ging nicht!! Am 26.01. - dem Australia Day und Nationalfeiertag in Australien und Fidschi - durften wir an einer Kava Zeremonie teilnehmen. Kava nennt man einen Aufguss aus Wasser und einer zermahlenen Wurzel der Kavapflanze, der nach Erde schmeckt und die Zunge etwas betäubt. Neben einigen Hotelangestellten und einigen Hotelgästen nahm auch der Hotelmanager an der Zeremonie teil. Die Zeremonie wird traditionell nur zu Feierlichkeiten und besonderen Anlässen durchgeführt. Der Leiter der Zeremonie bereitet den Aufguss in einer großen Schale zu, indem er das Kavapulver in einem Tuch im Wasser auswringt und das Getränk in einer Kokosnussschale an die Teilnehmer reicht. Jeder kann entscheiden, ob er eine halbe oder eine ganze Schüssel trinken möchte. Bevor die Schüssel entgegen genommen wird, muss der Empfänger als Zeichen des Respekts  einmal mit hohlen Händen klatschen und "Bula" sagen. Dann muss man die Schüssel in einem Zug leer trinken und sie an den Leiter zurückgeben, wobei man nun drei Mal in die Hände klatschen muss und "Bula Bula" sagt. Frauen klatschen übrigens mit flachen Händen. Kava ist bekannt für seine entspannende, angstlösende und beruhigende Wirkung und daher bei den Fijianern sehr beliebt. Michael trank insgesamt zwei Schalen, ich nur eine halbe. Es schmeckte jedoch halb so schlimm, wie wir befürchtet hatten, nur etwas erdig. Mein Mund war tatsächlich etwas betäubt, mehr passierte jedoch nicht. Nur Michael machte später einen sehr entspannten Eindruck ;-)! Nach zwei Runden war die Zeremonie beendet. Danach wurde in gemütlicher Atmosphäre gesungen und getanzt. Zwei Ausflüge unternahmen wir dann doch noch. Auf dem ersten Ausflug wurden wir zu einer kleinen Insel namens Honeymoon Island gefahren (genau richtig für uns ;-)), wo wir an einer geführten Schnorcheltour rund um die Insel teilnahmen. Es war schön, aber wir hatten schon viel schönere Schnorchelplätze auf unserer Reise gesehen. Der zweite Ausflug führte uns zu Mondriki Island, der Insel, auf der der Film "Verschollen" mit Tom Hanks gedreht worden war.  Dieser Ausflug war wunderschön! Die Insel war ein Traum mit weißem Strand und glasklarem Wasser. Wir unternahmen auch hier eine geführte Schnorcheltour, die jedoch weitaus besser als die Tour um Honeymoon Island war, da es hier viel mehr Fische und viel buntere Korallen gab. Später wurden wir auf der Insel auch noch zu verschiedenen Kulissen des Films geführt. Mittags wurden wir mit je einer Flasche kühlem Sekt pro Paar und Sandwiches, Salaten und Kuchen verwöhnt. Wir genossen unseren Lunch sehr und stießen auf unseren 1monatigen Hochzeitstag an, der genau auf diesen Tag fiel (27.1.2015)! Es war wundervoll und wir waren sehr glücklich! Leider vergingen die fünf Tage auf Malolo Island viel zu schnell, aber wir hatten definitiv eine traumhafte Zeit dort und haben jede Sekunde genossen! Nun waren wir wieder fit für die nächste Herausforderung: auf nach Sydney!!

2 Gedanken zu „Fidschi – Bula!

  1. ingrid und manfred

    Hallo liebe Dani, lieber Michael,
    Fidschi war dann ja die reinste Erholung, keine Mutproben, keine Abenteuer:) Nun sind wir doch etwas verwirrt, wir wissen jetzt nicht mehr wohin uns unsere Weltreise führen könnte. Nach all Euren wunderschönen Berichten wird es schwer sein, sich zu entscheiden, ha ha ha schön wär´s. Aber da bleibt ja noch Australien abzuwarten, wir sind schon gespannt auf den Bericht. Alles was Ihr gesehen und erleben konntet muss sich erst mal setzen. Die Reiseberichte liest man am besten öfter sonst hat man schon wieder vergessen was Ihr am Anfang Eurer Reise alles so erlebt und gesehen habt. Ich glaube ich könnte nicht fassen, daß ich das alles erlebt habe, würde mir fast wie ein Traum vorkommen, aber ein herrlicher Traum. Wir wünschen Euch auch für den Rest dieser unglaublichen Reise noch viele schöne Erlebnisse. Herzliche Grüße Ingrid und Manfred

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