Zurück in Montreal

Am nächsten Morgen winkten wir noch Michel und seinem Freund zum Abschied, bevor es auch für uns hieß, von diesem wunderschönen Ort Abschied zu nehmen. Bei schönstem Wetter verließen wir also La Tuque (http://www.toponymie.gouv.qc.ca/ct/ToposWeb/fiche.aspx?no_seq=285890 ; https://de.m.wikipedia.org/wiki/La_Tuque) und fuhren entlang des Nationalparks La Mauricie (http://www.pc.gc.ca/eng/pn-np/qc/mauricie/index.aspx) wieder zurück Richtung Montreal, wo wir eine Nacht verbringen würden, bevor wir von dort nach Ottawa zu unserem Freund Nasser und seiner Familie fahren würden. Sicherlich hätte man in dem Nationalpark ein paar Stopps an wunderschönen Seen einlegen können, aber wir wollten lieber nach Montreal fahren und uns die Stadt noch ein wenig anschauen. Wir brauchten mal wieder einige Zeit, um die ca. 220 km zu bewältigen. Man fährt in Kanada sehr oft über Landstraßen, auf denen man max. 80 km/h fahren darf und auch auf den Highways darf man nur 100 km/h fahren. Aber wir hielten auch an einigen schönen Spots an, an denen wir Fotos machten. Die längste Zeit standen wir allerdings im Stau stadteinwärts vor Montreal. Wir brauchten fast 1,5 Stunden vom Ende des Higways bis zu unseren Appartements Candlewood Suites, wo wir auch bei unserer Ankunft übernachtet hatten. Nachdem wir unsere Rucksäcke in unserem Appartement abgelegt hatten, machten wir uns mit der U-Bahn auf den Weg ins Stadtzentrum und zum Mont Royal, einem kleinerem Berg im Stadtviertel Mont Royal, das mit seinen ausgefallenen Boutiquen und Geschäften, vielen netten Bars und entspannt wirkenden Menschen ein wenig an einen Hippiestadtteil erinnerte. Wir liefen durch den wunderschönen Parc du Mont-Royal, der den 233 m hohen Mont Royal (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mont_Royal) umgibt. In der Hitze von 30 Grad war es für uns mittlerweile eher unsportlich gewordene Backpacker wirklich anstrengend, den Berg hochzukraxeln. Als wir endlich an einer Straße landeten, waren es immer noch ca. 2 km bis zur Aussichtsterrasse. Von der Straße aus hatten wir jedoch schon einen tollen Blick auf die Stadt, den wir auch kurz für eine Verschnaufpause ausnutzten. Nach einem Wassereis (wir brauchten schließlich viel Flüssigkeit ;-)) wanderten wir weiter. Als wir oben ankamen, fanden wir die Aussichtsterrasse jedoch immer noch nicht. Da es in Kanada recht unüblich zu sein scheint, Beschilderungen anzubringen, fragten wir andere Touristen, die den Weg jedoch genauso wenig kannten. Wir wanderten also auf gut Glück nach links und kamen tatsächlich nach nochmal 15 Minuten endlich an. Unterwegs sahen wir an dem großen Kreuz, das auf dem Berg installiert ist und nachts beleuchtet wird, ein weißes Eichhörnchen. Wir bzw. ich war entzückt! Ein weißes Eichhörnchen hatte ich bis dahin noch nie gesehen, ich wusste noch nicht einmal, dass es sowas überhaupt gibt. Vielleicht war es aber auch nur ein Albino-Eichhörnchen...mmhh, das müssten wir definitiv mal googeln (hier die Auflösung: http://www.tierchenwelt.de/tierleben/3051-albino-tiere-weiss.html...das Eichhörnchen, das wir gesehen hatten, hatte keine roten Augen und war daher ein unechtes Albino-Eichhörnchen mit dem Gendefekt Leuzismus). Später sahen wir auch noch ein schwarzes Eichhörnchen, das aber keine Lust hatte, sich ablichten zu lassen. An der Aussichtsterrasse angekommen, wurden wir mit einem traumhaften Blick auf die Skyline Montreals belohnt. Es war herrlich, die Mühe hatte sich wirklich gelohnt! Auf der anderen Seite der Terrasse führte ein Weg wieder hinunter ins Stadtzentrum und endete direkt an der Universität. Wir liefen immer geradeaus weiter und wollten eigentlich zur U-Bahn laufen, als wir auf einmal mitten in einer großen Einkaufsstraße standen. Oh nein, wie "schrecklich" :-)!!! Shoppen, juhuuu, ....dachte sich dieses Mal anscheinend mein lieber Ehemann und stürmte gleich den ersten Laden. Naja, zugegeben, ich stürmte den ersten Laden, in dem dann aber Michael sehr fündig wurde und sich ein paar tolle Sachen kaufte. Ich war nur Einkaufsberaterin, war damit aber auch ganz glücklich. Danach liefen wir mit einer riesigen Tüte beladen endlich zur U-Bahn und fuhren zurück ins Appartement, wo wir uns schnell frisch machten, umzogen und dann ein Taxi zum Restaurant "Queue de Cheval" (http://mobile.queuedecheval.com) nahmen. Michael hatte hier bereits morgens online einen Tisch reserviert. Er kannte das Restaurant noch von seinem ersten Montreal Besuch vor 5 Jahren und war damals von den Steaks begeistert gewesen. Das Restaurant gehört zu den besten Steakrestaurants Montreals und ist nicht ganz billig. Aber wir wollten uns das einmal gönnen. Auch wenn der Name erst einmal in die Irre führt ("Pferd"), bekommt man hier wirklich ausgezeichnete Rindersteaks. Entsprechend lecker war unser Essen! Wir saßen draußen und hatten einen tollen Abend. Danach kugelten wir uns zur nächsten U-Bahnstation und fuhren in die Altstadt Montreals. Allerdings ist diese weniger spektakulär, wenn man richtige Altstädte wie in Deutschland gewohnt ist. Es gab einige nette Boutiquen und ein paar schöne Bars, aber sonst auch nichts Besonderes. Nach einem Drink in einer sehr gemütlichen Bar fuhren wir wieder zurück ins Appartement und fielen müde ins Bett. Wir freuten uns auf den nächsten Tag, wo es zu Nasser und seiner Familie nach Ottawa gehen sollte. Montreal hat uns gut gefallen, wäre aber nicht wieder ein Muss auf einer weiteren Kanadareise. Vielleicht haben wir aber auch zu wenig gesehen, wer weiß...

3 Gedanken zu „Zurück in Montreal

  1. Vanessa

    Hallo Ihr Lieben, wann findet ihr nur immer die Zeit für die ausführlichen Berichte?? Es liest sich, als wäre man dabei. ?
    Die Bilder sind ganz toll. Das ist definitiv ein Ziel, das auch noch auf meiner Liste steht.
    Aber zur Zeit genieße ich erst mal das schöne Leben in Südtirol.
    Habt noch ganz viel Spaß. ?

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  2. ingrid und manfred wagner

    hallo liebe Dani, lieber Michael,
    ich sitze hier in der Sonne uns lese Eure wunderschöne Reisebeschreibung, die total spannend und beeindruckend ist und bin gespannt wie es so weiter geht. Wir haben hier einen wunderschönen Altweiber Sommer (ich zähle mich aber nicht dazu ?)
    Lasst es Euch weiter gut gehen herzliche Grüße Ingrid und Manfred (Mama und Papa)

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